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04.09.20

paragon lässt Coronakrise zügig hinter sich - Produktion fährt Sonderschichten

Schnelle Umsatzerholung zeigt eindeutige V-Form - Auswirkungen des Shutdowns weniger kritisch als angenommen

paragon [ISIN DE0005558696] hat heute den Halbjahresbericht vorgelegt und dabei den positiven Ausblick auf das zweite Halbjahr unterstrichen. Wesentliche Produkte von paragon werden infolge der raschen Erholung des chinesischen Marktes und des erhöhten Fahrzeugabsatzes von Schlüsselkunden in unerwartet hohem Umfang stark nachgefragt. Nach einer stabilen EBITDA-Marge in den ersten beiden Quartalen erwartet die Geschäftsführung daher im zweiten Halbjahr durch Umsätze auf Vorjahresniveau und durch die umfassenden Kostensenkungen deutliche Ergebniseffekte. Gestützt auf das Abfrageverhalten der Kunden sowie Marktanalysen hebt die Geschäftsführung nach der nunmehr abgesicherten Basisbildung die Prognose für 2020 an und sieht eine weitere Erholung für 2021 und 2022 voraus.

"Unser Blick geht klar nach vorne. Die Folgen aus der sechswöchigen Schließung unserer Produktionsstandorte erschienen zunächst schwerwiegend - letztlich konnten wir hier aber zeitnah und effektiv gegensteuern. Die Delle in unserer Umsatzentwicklung war bereits im Juni nachhaltig behoben, wobei uns die hohe Nachfrage im chinesischen Markt geholfen hat, der zu rund 40% direkt oder indirekt beliefert wird. Aber auch das Wiedererstarken des Fahrzeugabsatzes einiger Schlüsselkunden trägt dazu bei, dass unsere Auslieferungen wieder auf Vorjahresniveau sind.", sagt Klaus Dieter Frers, CEO und Gründer von paragon. "Wir stellen dabei fest, dass die schnelle Erholung des Absatzes noch nicht für alle Produkte gilt; es hat Verschiebungen zugunsten von Produkten gegeben, die wir aktuell in insgesamt neun Sonderschichten produzieren und unter Hochdruck die Kapazitäten ausbauen. Wir rechnen im Gesamtjahr mit einem Umsatz, der im günstigsten Fall nur um ca. 14% unter dem des Vorjahres liegt. Dabei darf natürlich nicht vergessen werden, dass unsere Umsatzerwartung für 2020 vor der Corona-Pandemie bei 140 Millionen Euro lag. Die gute Entwicklung im zweiten Halbjahr ermöglicht es uns, die Prognose für 2020 wieder anzuheben und erste Trends für 2021 und 2022 abzuleiten." Die Geschäftsleitung sieht die Chance, im kommenden Jahr einen Umsatz in der Größenordnung des Jahres 2019 und damit ein deutliches Wachstum zu erzielen. Eine Rückkehr zur ursprünglichen mittelfristigen Umsatzplanung wird für 2022 als möglich erachtet. Aktuell arbeitet paragon an der Erweiterung des Produktportfolios. "Wir erwarten bekanntlich in absehbarer Zeit den Verkauf unserer Voltabox-Beteiligung. Danach werden wir noch schärfer als bisher unser Profil als Technologieanbieter herausstellen können. Auch wenn wir seit Jahrzehnten im Automotive-Markt tätig sind, habe ich das Gefühl, dass wir jetzt erst richtig anfangen", betont Klaus Dieter Frers.

Die Geschäftsführung hebt dabei die inzwischen auch in den operativen Ergebnissen spürbaren Fortschritte bei der Ausrichtung der Kostenbasis hervor. Obwohl die Umsätze im ersten Halbjahr Corona-bedingt unter der ursprünglichen Planung liegen, erzielte der paragon-Konzern in seinem Automotive-Geschäft eine EBITDA-Marge von 6,8%. Damit konnte das Ergebnisniveau des Geschäftsjahres 2019 im bisherigen Jahresverlauf bei erschwerten Bedingungen gehalten werden. In den Monaten Juli bis Dezember erwartet die Gesellschaft deutlich positive Impulse für die Ergebnisstruktur, nachdem bereits im Juni eine EBITDA-Marge von 17% erreicht werden konnte.

Die Umsatzentwicklung in den ersten sechs Monaten ist vorrangig geprägt durch die Absätze in den Geschäftsbereichen Interieur, Kinematik und Sensorik. Insbesondere der Umsatz im Geschäftsbereich Kinematik, welcher das Segment Mechanik abbildet, erwies sich im Vergleich zum Vorjahr mit einem Rückgang von lediglich 12,5% auf 16,5 Mio. Euro (Vorjahr: 18,8 Mio. Euro) verhältnismäßig stabil. Der junge Geschäftsbereich Digitale Assistenz konnte sogar einen Anstieg um 30,8% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erzielen. In Summe betrug der Umsatz des Segments Elektronik 35,5 Mio. Euro (Vorjahr: 46,7 Mio Euro), wovon 33,6 Mio. Euro (Vorjahr: 45,1 Mio. Euro) auf den Umsatz mit Dritten zurückgehen.

Im ersten Halbjahr konnten durch das aktive Working Capital-Management positive Effekte erzielt werden. Der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen reduzierte sich demzufolge um 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: Reduzierung um 0,2 Mio. Euro). Die aktivierten Eigenleistungen verringerten sich aufgrund des konservativen Ansatzes auf 3,1 Mio. Euro (Vorjahr: 6,6 Mio. Euro). Hieraus ergibt sich eine Gesamtleistung von 53,4 Mio. Euro (Vorjahr: 73,4 Mio. Euro).

"Der herausfordernde Produktionswiederanlauf im zweiten Quartal ist uns vorbildlich gelungen. Dies hat zwar temporär Ressourcen gekostet - der Einsatz hat sich aber gelohnt. Seit einiger Zeit fordern unsere Kunden wieder die gewohnte just-in-time Belieferung ein. Dem gilt nun unser ganzer Fokus in der Produktion, deren Auslastung sukzessive steigt", betont Dr. Matthias Schöllmann, Geschäftsführer Automotive. "Die erfreuliche Entwicklung der Kundenabrufe zeigt einmal mehr, dass unsere Technologien paragon vom Wettbewerb und ein Stück weit auch von Branchentrends abheben. In die Automobilzulieferer-Schublade passen wir nicht; ich sehe uns eher als Technologieunternehmen", so Dr. Schöllmann.

Der Materialaufwand reduzierte sich aufgrund der reduzierten Umsatzerlöse auf 26,5 Mio. Euro (Vorjahr: 38,5 Mio. Euro). Daraus resultiert eine Materialeinsatzquote (ermittelt aus dem Verhältnis Materialaufwand zu Umsatz und Bestandsveränderung) von 55,1% (Vorjahr: 60,3%).

Damit ergibt sich für das erste Halbjahr ein Rohertrag in Höhe von 26,9 Mio. Euro (Vorjahr: 34,9 Mio. Euro), was einer Rohertragsmarge von 53,6% entspricht (Vorjahr: 54,6%). Der Personalaufwand verringerte sich auf 17,0 Mio. Euro (Vorjahr: 22,2 Mio. Euro). Die Personalaufwandsquote beträgt entsprechend 33,9% (Vorjahr: 34,7%).

Unter Berücksichtigung der um 13,3% reduzierten sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 6,5 Mio. Euro (Vorjahr: 7,5 Mio. Euro) ergibt sich ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 3,4 Mio. Euro (Vorjahr: 5,1 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von 6,8% entspricht (Vorjahr: 8,0%). Nach erhöhten Abschreibungen von 8,9 Mio. Euro (Vorjahr: 6,9 Mio. Euro) ging das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) auf -5,6 Mio. Euro (Vorjahr: -1,8 Mio. Euro) zurück. Die EBIT-Marge beläuft sich entsprechend auf -11,2% (Vorjahr: -2,8%).

Nach positiven Ertragssteuern von 0,8 Mio. Euro (Vorjahr: positive Ertragssteuern von 0,3 Mio. Euro) erwirtschaftete der paragon-Konzern im Berichtszeitraum ein Ergebnis aus fortgeführter Geschäftstätigkeit in Höhe von -8,1 Mio. Euro (Vorjahr: -4,0 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von -1,80 Euro (Vorjahr: -0,89 Euro).

Der Geschäftsbereich Elektromobilität wird als nicht fortgeführter Geschäftsbereich ausgewiesen. Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen beträgt im ersten Halbjahr -21,8 Mio. Euro (Vorjahr: -3,9 Mio. Euro).

Die Bilanzsumme verringerte sich zum 30. Juni 2020 auf 244,7 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 274,1 Mio. Euro). Die langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich als Folge des Ausweises der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte unter den kurzfristigen Vermögenswerten um 39,4 Mio. Euro auf 127,5 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 166,9 Mio. Euro).

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten ist trotz des Rückgangs des Vorratsvermögens von paragon und der Reduzierung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ein Anstieg um 10,1 Mio. Euro auf 117,3 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 107,2 Mio. Euro) zu verzeichnen.

Das Eigenkapital reduzierte sich zum Bilanzstichtag um 28,4 Mio. Euro auf 24,2 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 52,6 Mio. Euro), insbesondere durch das negative Gesamtkonzernergebnis. Die Eigenkapitalquote sank dadurch auf 9,9% (31. Dezember 2019: 19,2%).

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: -11,7 Mio. Euro). Ursächlich hierfür waren vor allem die Abnahme der Vorräte um 2,8 Mio. Euro, die Zunahme der anderen Rückstellungen und Pensionsrückstellungen um 4,0 Mio. Euro sowie die Abnahme der Verbindlichkeiten um 2,8 Mio. Euro.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit verbesserte sich im Berichtszeitraum um 11,9 Mio. Euro auf -3,3 Mio. Euro (Vorjahr: -15,2 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf eine infolge der Unwägbarkeiten durch die Coronavirus-Pandemie temporär konservative Investitionsstrategie zurückzuführen ist.

Auf Basis der positiven Entwicklung der Kundenabrufe hebt die Geschäftsführung die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2020 an. Demnach wird erwartet, im Automotive-Geschäft einen Umsatz zwischen 110 und 120 Mio. Euro zu erzielen. Im automobilen Kerngeschäft strebt paragon eine EBITDA-Marge von 8 bis 12% an. Die Geschäftsführung von paragon plant im laufenden Jahr mit einem Investitionsvolumen (CAPEX) im Bereich Automotive in Höhe von 15 bis 20 Mio. Euro.

Die im Regulierten Markt (Prime Standard) der Deutsche Börse AG in Frankfurt a.M. notierte paragon GmbH & Co. KGaA (ISIN DE0005558696) entwickelt, produziert und vertreibt zukunftsweisende Lösungen im Bereich der Automobilelektronik, Karosserie-Kinematik und Elektromobilität. Zum Portfolio des marktführenden Direktlieferanten der Automobilindustrie zählen im Segment Elektronik innovatives Luftgütemanagement, moderne Anzeige-Systeme und Konnektivitätslösungen sowie akustische High-End-Systeme. Im Segment Mechanik entwickelt und produziert paragon aktive mobile Aerodynamiksysteme. Darüber hinaus ist der Konzern mit der ebenfalls im Regulierten Markt (Prime Standard) der Deutschen Börse AG in Frankfurt a.M. notierten Tochtergesellschaft Voltabox AG (ISIN DE000A2E4LE9) im schnell wachsenden Segment Elektromobilität mit selbst entwickelten und marktprägenden Lithium-Ionen Batteriesystemen tätig.

Neben dem Unternehmenssitz in Delbrück (Nordrhein-Westfalen) unterhält die paragon GmbH & Co. KGaA bzw. deren Tochtergesellschaften Standorte in Suhl (Thüringen), Landsberg am Lech und Neu-Ulm (Bayern), St. Georgen (Baden-Württemberg), Limbach (Saarland), Aachen (Nordrhein-Westfalen) sowie in Kunshan (China), Oroslavje (Kroatien) und Austin (Texas, USA).

www.fixed-income.org
Foto:
© paragon


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