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29.03.21

“Ein großer Teil dieser neuen Spieler ist nach dem ersten Lockdown dabei geblieben”, Remco Westermann, CEO, Media and Games Invest plc (MGI)

Der erste Lockdown im zweiten Quartal 2020 hat zu einer deutlichen Zunahme beim Spielen der Media and Games Invest plc (MGI) geführt. Dabei haben nicht nur etablierte Spieler mehr gespielt, sondern MGI konnte auch zahlreiche neue Spieler gewinnen, wie CEO Remco Westermann im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE. Die Multiplayer-Spiele verfügen über eine starke soziale Komponente und gerade im Lockdown haben viele das gemeinsame Spielen genutzt, um Kontakte zu knüpfen. Ein großer Teil dieser neuen Spieler ist auch nach dem ersten Lockdown dabei geblieben, wie Westermann betont. MGI möchte weiter wachsen und erwartet ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 25 bis 30% mit einer EBITDA-Marge von 25 bis 30%.

BOND MAGAZINE: In welchen Bereichen ist Media and Games Invest (MGI) aktiv?

Remco Westermann: MGI ist im Games- und im Media-Bereich tätig. Mit dieser Aufstellung können wir wichtige Synergien zwischen diesen beiden schnell wachsenden Sektoren innerhalb der Gruppe nutzen und so dynamisch und profitabel wachsen. Im Games-Bereich verfügen wir über eine Plattform und eine sehr großen Spielerbasis, die es uns ermöglichen, weitere Spiele kurzfristig zu integrieren und Skaleneffekte zu nutzen. Im Medienbereich verfügen wir über ein sehr umfassendes Angebot inklusive einer vertikal integrierten programmatischen Medienplattform, womit wir Marketingstrategien für unseren Games-Bereich sowie für andere Kunden - meist Games-Unternehmen - umsetzen. Mit der Kombination der beiden Bereiche können wir organisch stark wachsen und Ertragspotenziale heben. Mit unserer Buy-and-Build-Strategie ergänzen wir das interne Wachstum durch synergetische Akquisitionen. Diese besondere Aufstellung mit zwei starken Säulen hat in den vergangenen sechs Jahren zu einem jährlichen durchschnittlichen Wachstum von über 45% p.a. geführt. Beide Sektoren ermöglichen aber auch eine gute Profitabilität, unsere EBITDA-Marge lag im vergangenen Jahr bei 19%.

BOND MAGAZINE: Sie konnten im Geschäftsjahr 2020 Umsatz und Ergebnis deutlich steigern. Was waren die Highlights des Jahres 2020?

Westermann: Wir konnten 2020 nahtlos an die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre anknüpfen und unsere Strategie konsequent weiter fortsetzen. Operativ sind wir mit einer Kombination aus einer sehr guten organischen Entwicklung und der erfolgreichen Fortsetzung unserer Buy-and-Build-Strategie sowohl im Games- wie auch im Medienbereich stark gewachsen. Insbesondere freut uns, dass auch unsere Media-Unit, mit der wir erst vor ca. vier Jahren gestartet sind, weil wir mit unseren externen Medienpartnern nicht zufrieden waren, inzwischen stark zum Wachstum und auch zur Profitabilität beiträgt. Hier haben wir Unternehmen akquiriert, die die Anforderungen von Spieleunternehmen im Medienbereich erfüllen können. Als Folge dessen können wir sehr effizient neue Nutzer für unsere Spiele gewinnen, was von großer Bedeutung ist. So konnten wir 2020 den Gesamtumsatz um 67% auf 140,2 Mio. Euro steigern, das EBITDA verbesserte sich um 71% auf 26,5 Mio. Euro. Aber neben der guten operativen Entwicklung konnten wir in 2020 auch wichtige Weichenstellungen für die kommenden Jahre vornehmen. Ein Highlight war hier sicher die Notierung der MGI an der Nasdaq Nordic am 6. Oktober in Schweden. Wir haben hierdurch zahlreiche neue Investoren gewonnen, da in Schweden bereits mehrere Gaming-Unternehmen gelistet sind und es zahlreiche Investoren in diesem Bereich gibt.

BOND MAGAZINE: Sie haben wohl in einem gewissen Umfang als „Stay at home“-Aktie von der Corona-Pandemie profitiert. Können Sie das Momentum mittelfristig aufrechterhalten?

Westermann: Der erste Lockdown im zweiten Quartal 2020 hat zu einer deutlichen Zunahme beim Spielen geführt. Dabei haben nicht nur etablierte Spieler mehr gespielt, sondern wir konnten zahlreiche neue Spieler gewinnen. Unsere Multiplayer-Spiele verfügen über eine starke soziale Komponente und gerade im Lockdown haben viele das gemeinsame Spielen genutzt, um Kontakte zu knüpfen. Ein großer Teil dieser neuen Spieler ist auch nach dem ersten Lockdown dabei geblieben. Wir haben hier also einen längerfristigen Effekt. Nach dem zweiten Quartal sahen wir, abgesehen von den zusätzlichen Umsätzen aufgrund des großen Spielerzuwachses in Q2, eher nur noch minimale Corona Effekte. Dies hat aber wahrscheinlich auch damit zu tun, dass Gaming -auch ohne Corona- ein grundsätzlicher Wachstumsmarkt ist. Auch losgelöst von Corona-Effekten entwickelt sich unser Geschäft sehr gut, wozu die zahlreichen neuen Spiele und Updates beitragen. Wie positiv wir für die weitere Entwicklung gestimmt sind, zeigt ja, dass wir ein durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum von 25 bis 30% mit einer EBITDA-Marge von 25 bis 30% für die kommenden Jahren als Wachstumsziel kommunizieren.

BOND MAGAZINE: Sie haben in den letzten Jahren über 30 Unternehmen übernommen. Wie läuft eine solche Übernahme i.d.R. ab, und wie einfach lassen sich diese Unternehmen bei Media and Games integrieren?

Westermann: Wir haben in der Vergangenheit ca. 3 bis 5 Unternehmen pro Jahr akquiriert. Anfänglich haben wir vor allem kleinere Gesellschaften übernommen, die teilweise nur ein oder wenige erfolgreiche Spiele hatten und in einer Kosten- und Ergebnisfalle waren. Diese Firmen konnten wir sehr günstig erwerben und dann die Spiele auf unserer Plattform kostengünstig integrieren und betreiben. Hierdurch waren diese Übernahmen sehr schnell profitabel. Seit einigen Jahren kaufen wir aber auch vermehrt profitable Unternehmen, wobei auch hier stark auf Synergiepotentiale und Pay-Back geachtet wird. Sehr wichtig ist auch, dass wir uns auf Gaming-Unternehmen mit langfristigen und stabilen Umsatzströmen konzentrieren. Bei den getätigten Medienübernahmen ging es vor allem um Zukäufe von Medienunternehmen mit sich ergänzenden Aktivitäten und Technologien. Somit haben wir im Medienbereich ein zusammenpassendes Komplettpaket für Spielefirmen geschaffen, das dazu geführt hat, dass wir auch innerhalb unserer Gruppe sehr schnell positive Effekte gesehen haben. Die im Januar 2021 erfolgte Übernahme der KingsIsle mit ca. 32 Mio. US-Dollar Jahresumsatz, war deutlich größer und strategisch ein bedeutender Schritt. KingsIsle passt perfekt in die Strategie von MGI, bei der wir starke Multiplayer-Spiele mit langen, nachhaltigen Umsatzströmen und Laufzeiten erwerben. Die Umsatzentwicklungen der Spiele sind sehr gut planbar und die Spielerbasis ist sehr stabil. Wir sind zudem sehr erfahren darin Spiele wie z.B. Wizard101 weiterzuentwickeln, um langfristiges Wachstum zu ermöglichen. Darüber hinaus ergeben sich zusätzliche Wachstumschancen durch eine Erweiterung z.B. für mobile Endgeräte, Konsolen oder einer stärkeren Internationalisierung.

BOND MAGAZINE: Weshalb verkaufen die Alteigentümer Cashflow-starke Unternehmen?

Westermann: Die Gründe sind natürlich sehr unterschiedlich, aber durch den Zusammenschluss mit der MGI können Wachstumspotenziale gehoben werden, die für eine einzelne kleinere Spielefirma allein nur schwer zu realisieren wären. Hier spielt auch zusehends unser Media-Bereich eine sehr wichtige Rolle. So können wir Spiele nicht nur kostengünstig integrieren und internationalisieren, sondern auch sehr effizient durch den Media-Bereich neue Kunden generieren. Unsere Aufstellung mit den beiden Säulen Games und Media trägt also immer mehr Früchte, weil wir hier Synergien nutzen können. Fakt ist aber, dass es sehr viele -mehrere Tausend- kleinere Spielefirmen gibt, von denen viele irgendwann an einen Punkt kommen, an dem sie verkaufen wollen oder müssen. Es gibt zwar auch einige Käufer, aber für kleinere Spieleunternehmen gibt es wesentlich mehr Angebote als Interessenten.

BOND MAGAZINE: Welche Multiples müssen Sie beim Kauf üblicherweise zahlen?

Westermann: Das wichtigste Kriterium für uns ist, dass eine Akquisition Sinn macht, sie also starke IPs, ein starkes Team, die richtige geographische Lage und vor allem Wertsteigerungen und Synergiepotential aufweisen muss. Bei den kleineren Gesellschaften sprechen wir über meist sehr akzeptable Bewertungen. Auch bei KingsIsle haben wir einen EBITDA-Faktor von 6,0x bezahlt, den ich angesichts der Wachstumsperspektiven für sehr günstig halte. Unsere börsennotierten Mitbewerber werden übrigens im Durchschnitt mit mehr als dem 20fachen EBITDA bewertet.

BOND MAGAZINE: Müssen Sie die Übernahmen üblicherweise in Cash zahlen oder werden Verkäufer auch mit MGI-Aktien bezahlt?

Westermann: Auch hier hängt es natürlich von der Größe der Übernahme ab. Wir hatten Ende 2020 liquide Mittel von über 46 Mio. Euro, zudem haben wir in 2020 einen operativen Cashflow von 25,2 Mio. Euro erzielt. Wir können also einiges ohne externe Finanzierung bzw. Aktienverwässerung stemmen. Wir haben aber auch Zugriff auf externe Finanzierungsmöglichkeiten am Kapitalmarkt. Wir nutzen Anleihen - wobei wir anstreben, dass sich unser Leverage im Bereich 2 bis maximal 3x EBITDA bewegt - und wir haben auch die Möglichkeit zusätzliche Aktien auszugeben. Bei der Übernahme von KingsIsle haben wir einen Großteil in Cash gezahlt aber auch eine Kapitalerhöhung in Höhe von 25 Mio. Euro durchgeführt und dabei Oaktree als neuen substanziellen Aktionär gewinnen können.

BOND MAGAZINE: Bleiben die Spiele für die Nutzer mittelfristig weiterhin interessant? Bleiben die Programmierer an Board? Wie lässt sich eine solche komplexe Firmenstruktur steuern?

Westermann: Die Spiele werden auf unsere Plattform geführt und dort über sehr viele Jahre gespielt. MMO’s wie unsere können 20 Jahre oder älter werden, hierbei ist es aber wichtig, dass die Spiele und Spieler gut gepflegt werden u.a. durch aktives Community Management sowie durch Weiterentwicklung der Spiele. Durch die Integration der erworbenen Unternehmen und Spiele sind wir in der Lage, für unsere Entwickler sehr spannende Aufgaben und Wachstumsmöglichkeiten zu ermöglichen, was dazu führt, dass wir sehr loyale Mitarbeiter haben und auch Mitarbeiter von übernommenen Unternehmen gerne bei uns arbeiten. Die Integration der erworbenen Firmen führt auch dazu, dass die MGI auch zukünftig effizient und schlank gemanagt werden kann. Durch diese Integration mit der Nutzung einer einheitlichen Infrastruktur und Plattform können wir Kosten- und Umsatzsynergien heben und zudem die Komplexität überschaubar halten.

BOND MAGAZINE: Sie haben kürzlich KingsIsle Entertainment und LKQD übernommen. Wie groß sind die Unternehmen und welches Potenzial bieten diese für MGI?

Westermann: Die Umsatzprognose von KingsIsle für 2021 liegt bei ca. 32 Mio. US-Dollar mit einem erwarteten bereinigten EBITDA von 21 Mio. US-Dollar, dies entspricht einer sehr guten EBITDA-Marge von 68%. Durch die Transaktion haben wir die erfolgreichen Massive-Multiplayer-Spiele Wizard101 sowie Pirate101, mit sehr langfristigen stabil wachsenden Umsätzen in das MGI-Games-Portfolio aufgenommen und können, wie angeführt, auch zusätzliche Potenziale auf anderen Plattformen wie Mobile oder Konsole oder durch eine stärkere Internationalisierung heben. Bisher ist KingsIsle vor allem im amerikanischen Raum sehr erfolgreich, wir als MGI haben aber auch in Europa eine sehr gute Aufstellung, die wir für die Spiele nutzen wollen. Durch die Übernahme von der wesentlich kleineren LKQD haben wir nun auch hervorragende Videokapazitäten sowie eine gute Angebotsposition im Bereich connected TV. Mit den beiden Transaktionen und unserer guten operativen Entwicklung haben wir unsere ursprünglichen Planziele für 2021 eigentlich schon erreicht, was uns aber nicht davon abhält an zusätzlichem Wachstum zu arbeiten.

BOND MAGAZINE: Können Sie die Perspektiven des Media-Segments noch etwas verdeutlichen?

Westermann:
Wir haben bezüglich des Medienbereiches bisher immer sehr stark die Synergien mit unserer Gaming-Plattform herausgestellt. Dabei haben wir in den vergangenen Jahren durch mehr als 10 Akquisitionen im Media-Bereich einen wirklich starken Player aufgebaut. Hiermit haben wir ein echtes Asset in der Gruppe, welches uns bei der Kundenakquise einen echten Wettbewerbsvorteil verschafft. Wir haben uns vor ca. 4 Jahre zu dieser Buy & Build Strategie im Medienbereich entschieden, weil wir mit unseren externen Medienpartnern nicht zufrieden waren. Wir haben nun mittels unserer Akquisen sowie der Integration und Weiterentwicklung der Medienaktivitäten mit Verve ein Medienunternehmen aufgebaut, dass die Anforderungen von Spieleunternehmen versteht und auch gut erfüllen kann. Neben einer starken Effizienzsteigerung bei unserer eigenen Nutzerakquise hat sich der Medienbereich inzwischen auch zu einem profitablen und stark wachsenden Geschäftsfeld mit Drittkunden, die meist Spieleunternehmen sind, entwickelt. Nach unserer Einschätzung gehört die Open Exchange von Verve mittlerweile zu den Top 20 der programmatischen Marktplätze weltweit. Durch unser komplettes programmatische SaaS-Angebot, welches voll-automatisierte Plattformen für Advertiser (DSP’s) sowie für Publisher mit Werbeplätze (SSP’s) und Datenoptimierungstechnik (Data Management Plattforme) umfasst, können wir eine gute Transparenz mit einer sehr hohen Effizienz für unsere Kunden bieten. Durch die Marktentwicklungen im Medien-Segment, insbesondere das nicht mehr zur Verfügung stellen von Identifizierungsmöglichkeiten wie IDFA, ändert sich der Markt stark. Dies bietet für unsere Medieneinheit Verve sehr gute Wachstumsmöglichkeiten, weil sie gerade für diese Änderungen auf Grund Ihrer Positionierung sehr gut aufgestellt ist.

BOND MAGAZINE: Sie möchten den Firmensitz von Malta nach Luxemburg verlegen und künftig als SE firmieren. Was sind die Hintergründe?

Westermann: Obwohl wir keine schlechten Erfahrungen mit Malta haben, hat Malta aber leider bei vielen institutionellen Investoren kein gutes Image. Unser Firmensitz ist historisch begründet, da wir durch den Zusammenschluss mit einer börsennotierten Gesellschaft an den Kapitalmarkt gegangen sind, die ihren Sitz in Malta hatte. Operativ hat Malta für uns keine Bedeutung. Aufgrund der Investorenwünsche und um weitere Investorenkreise zu erschließen, haben wir deshalb entschieden unser Firmensitz zu verlegen. Ein erster Schritt für einen solchen Umzug ist der Wechsel der Unternehmensform in eine SE, welcher auf der für April terminierten außerordentlichen Hauptversammlung beschlossen werden soll.

BOND MAGAZINE: Welchen Ausblick können Sie uns geben? Oder anders gefragt, fühlen Sie sich mit den Analysten-Prognosen wohl?

Westermann: Wir sind hervorragend in das Jahr 2021 gestartet und wollen weiter durch eine Kombination von organischem Wachstum und Akquisitionen profitabel wachsen. Unsere Zielgrößen mit einem jährlichen Umsatzwachstum von 25-30% und einer 25-30% EBITDA-Marge habe ich ja schon genannt. Mit den bereits getätigten Akquisitionen KingsIsle und LKQD, und unserem normalen organischem Wachstum können wir jetzt schon sagen, dass unsere Basisziele für 2021 schon erfüllt sind. Wir haben jedoch eine Reihe von weiteren Akquisitionszielen in der Pipeline, die wir derzeit evaluieren und erwarten ca. 3 weitere Akquisitionen im Laufe des Jahres. Dazu gehören Übernahmeziele sowohl im Medien- als auch im Spielebereich. Zudem haben wir auch mehrere starke organische Wachstumstreiber, wie z. B. neue Launches, Updates und DLCs in der Pipeline. Es ist noch zu früh, um eine genaue Prognose abzugeben, sicher ist aber, dass wir auch in 2021 wie in den vorhergehenden Jahren weiter stark und profitabel wachsen werden.

BOND MAGAZINE: Das klang jetzt alles so, als ob Ihre Aktie für spekulativ orientierte Anleger möglicherweise interessant sein könnte – wenn Sie das Momentum aufrechterhalten können. Sie sprechen aber mit dem BOND MAGAZINE. Weshalb sollte man in Ihre Anleihe investieren?

Westermann: Wir sind seit Jahren ein stabiles, stark wachsendes und operativ sehr profitables Unternehmen. Unsere Massive-Multiplayer-Spiele bieten eine gut planbare Entwicklung im Spielebereich, zudem verfügen wir über ein sehr starkes zweites Standbein mit hohem Anteil an SaaS-Umsätze im Medienbereich. Mit dieser sehr stabile Aufstellung sowie einem starken langfristig zuverlässigen operativen Cashflow ist die MGI auch ein interessantes Investment im Anleihebereich, zumal wir eine attraktive Verzinsung bieten. Wir haben börsennotierte Anleihen, die in Schweden an der Nasdaq im regulierten Markt sowie in Deutschland im unregulierten Markt notiert sind. Bei unserer Fremdfinanzierung verfolgen wir die Strategie, unser Leverage zwischen 2 und 3x EBITDA zu halten, womit ein gutes Gleichgewicht zwischen Risikoprofil und Leverage gewährleistet ist. Gerade haben wir erfolgreich ein Tap Issue über 40 Mio. Euro platzieren können, welches wir nutzen werden, um zusätzliches organisches und M&A getriebenes Wachstum zu finanzieren. Die Folgeemission war stark überzeichnet und wir konnten die Anleihe bei 100,75% platzieren. Das Interesse von skandinavischen und europäischen Investoren war wieder sehr hoch, was uns natürlich freut und uns zeigt, dass unsere Investoren von unserer Strategie überzeugt sind.

BOND MAGAZINE: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, www.fixed-income.org
Foto: Remco Westermann © Media and Games Invest plc


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