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02.03.11

Dem DAX dürfte schon bald die Puste ausgehen - Anleger werden Risiken abbauen und Schutz im sicheren Hafen deutscher Bundesanleihen suchen

von Dr. Harald Preißler, Chefvolkswirt, Bantleon AG

Der Höhenflug der deutschen Wirtschaft scheint sich von nichts und niemanden aufhalten zu lassen. Weder die Wetterkapriolen um den Jahreswechsel herum noch die steil nach oben schießenden Rohstoffpreise oder die geopolitischen Spannungen im arabischen Raum vermögen die Stimmung deutscher Unternehmen zu trüben. Wichtigster Gradmesser dafür ist das IFO-Geschäftsklima, das in mittlerweile schon gewohnter Manier im Februar einen neuen Rekordwert von 111,2 Punkten (nach 110,3) erreichte. Treibende Kraft war dabei die Bewertung der aktuellen Geschäftslage, die einen Satz um 1,9 Punkte nach oben machte (auf 114,8). Das reichte zwar nicht ganz für einen neuen Rekord, der jüngste Spitzenwert (115,4 vom Dezember 2006) ist indes in greifbare Nähe gerückt. Neben der laufenden Umsatz- und Ertragsentwicklung zeigen sich die Unternehmen auch hinsichtlich ihrer Zukunftsaussichten außerordentlich optimistisch. Der betreffende Teilindex für die Geschäftserwartungen markierte im Februar sogar ein neues Allzeithoch (107,9 nach 107,8).

Vor diesem Hintergrund kündigt sich für die deutsche Wirtschaft, die im 2. Halbjahr 2010 an Schwung eingebüßt hat, für das 1. Halbjahr 2011 eine erneute Beschleunigung der Expansionsdynamik an. Wir erwarten im Durchschnitt des 1. und 2. Quartals ein Wachstum von 0,8 Prozent – weit oberhalb der Potentialrate, die wir mit 0,3 Prozent bis 0,4 Prozent veranschlagen. Damit wäre der gesamte Einbruch der Wirtschaftsleistung im Zuge der Finanzkrise bereits Mitte 2011 wettgemacht. In den anderen Ländern  der Währungsunion dagegen dürfte die Wasserlinie frühestens 2013 erreicht werden.

Keine Frage, die Performance Deutschlands in den vergangenen Quartalen ist mehr als nur beeindruckend. Der Schwachpunkt bleibt indes die Zusammensetzung des Wirtschaftswachstums, das nach wie vor vom Export und von den Investitionen der Exporteure getragen wird – der private Konsum hingegen legt trotz der guten Arbeitsmarktentwicklung nur zaghaft zu.

Insofern hängt das Wachstumstempo auf Gedeih und Verderb vom weltwirtschaftlichen Umfeld ab. Entgegen der landläufigen Meinung sind hier die Aussichten aber alles andere als rosig – vor allem mit Blick auf die chinesische Wirtschaft. Dort beginnen die geldpolitischen Bremsmanöver mittlerweile zu wirken. Die Auftragslage der Unternehmen hat sich in den vergangenen Monaten spürbar eingetrübt, auch die Produktion wurde bereits deutlich gedrosselt. Erstmals seit zwei Jahren wurde sogar die Beschäftigung zurückgefahren. Mit der üblichen Verzögerung von zwei bis drei Monaten wird die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft in den asiatischen Nachbarländern sowie bei den großen Investitionsgüterexporteuren zu spüren sein.

Der Optimismus der deutschen Unternehmen dürfte sich deshalb schon bald als vordergründige Trendfortschreibung erweisen. Bislang konnten sich die Finanzmärkte auf gute Nachrichten aus dem größten Mitgliedsstaat der Währungsunion verlassen, was deutschen Standardwerten überproportionale Kursgewinne bescherte und die Zinsen in den vergangenen Monaten nach oben trieb. Wenn die konjunkturelle Euphorie allerdings in Ernüchterung umschlägt – was nach unserer Überzeugung unvermeidlich ist – werden die Investoren Risiken abbauen und Schutz im sicheren Hafen deutscher Bundesanleihen suchen.


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