Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige
23.02.21

Schwellenländer führen die globale Erholung an

Überdurchschnittliches Wachstum bei gleichzeitig starken monetären und fiskalischen Stimuli treiben die Exporte vieler Schwellenländer an. „Insgesamt wird die Gruppe der Emerging Markets den weltweiten Erholungsprozess anführen“, sagt Michael Vander Elst, Portfoliomanager des Schwellenländer-Staatsanleihenfonds DPAM L Bonds Emerging Marktes Sustainable. „In diesem Jahr liegt das meiste Wertsteigerungspotenzial in den Währungen der Schwellenländer. Die Aufwertung der Währungen, vor allen Dingen der Rohstoffexporteure, im Zuge des globalen Wachstumsschubes wird den Großteil der Performance von Staatsanleihen der Schwellenländer ausmachen, selbst ohne Unterstützung durch einen schwächeren Dollar“.

Schwellenländer bleiben eine Wachstumsstory. Während der Internationale Währungsfonds (IWF) für die entwickelten Länder ein durchschnittliches Wachstum von 4,3% in 2021 vorhersagt, liegen die Wachstumserwartungen für die Emerging Markets bei im Schnitt 6,3%. Die größten Zuwächse werden erneut in Asien erwartet, angeführt von China und Indien (+8,3 bzw. +11,5%). Davon profitieren auch andere aufstrebende Länder aus anderen Regionen, die wiederum Rohstoffe in die Wachstumsmaschinerie Asiens liefern.

Zwar hat die Pandemie auch in den Schwellenländern ihre Spuren hinterlassen in Form höherer Staatsausgaben bei parallel sinkender Wirtschaftsleistung. Doch auch hier grenzen sich Schwellenländer positiv ab. Nach IWF-Zahlen hat Covid-19 im Jahr 2020 die Staatsverschuldung in den entwickelten Staaten auf 125% der Bruttowertschöpfung getrieben gegenüber 62% in den Emerging Markets. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei Betrachtung der Haushaltsdefizite (durchschnittlich 11% gegenüber 6% in den Emerging Markets). Die relativ niedrigere Verschuldung der Schwellenländer bei gleichzeitig höheren Wachstumsprognosen führt dazu, dass sich das Verhältnis ‚Schulden zu Bruttoinlandsprodukt‘ schneller stabiliert als das der Industriestaaten.

Gleichzeitig bleibt die Inflation in den Schwellenländern auf stabilen Niveaus. Die Konsolidierung auf fiskalischer Ebene trägt entscheidend dazu bei, dass die längerfristigen Inflationserwartungen näher an den Inflationszielen der lokalen Notenbanken liegen. Überhaupt haben diese im Vergleich zu früheren Krisen in der aktuellen Pandemie anders gehandelt. In der Vergangenheit erfolgten meist monetäre Straffungen, um Kapitalabflüsse und Währungsabwertungen abzufedern. Diesmal handeln die Währungshüter antizyklisch und lockern die Zügel aggressiv bzw. initiieren sogar Vermögenskäufe nach dem Muster der Industriestaaten. So können die heimischen Volkswirtschaften insgesamt besser gestützt werden. Ohnehin waren viele Emerging Markets weit fortgeschritten im Konjunkturzyklus oder verzeichneten seit langem extrem niedrige Wachstumsraten, wie z.B. Lateinamerika. So konnten dort die Leitzinsen ohne größere Inflationsbefürchtungen stark gesenkt werden.

Niedrige Renditen und das „Search for Carry“-Umfeld unterstützen die Zuflüsse in die Anlageklasse Emerging Markets Debt und werden die Risikoprämien weiter schrumpfen lassen. „Schwellenländer bleiben aber eine sehr heterogene Gruppe“, betont Michael Vander Elst. Während einige erste Schritte zur Normalisierung ihrer Geldpolitik gehen, haben andere durchaus noch Spielraum für monetäre Maßnahmen. Einige verfügen über komfortable fiskale Puffer mit breiten lokalen Märkten, während andere nur begrenzt mit fiskalischen Maßnahmen agieren können und größeren Herausforderungen im Rahmen ihrer Staatsfinanzierung ausgesetzt sind. Dieser Punkt ist dem DPAM-Experten zufolge ein entscheidendes Kriterium für den Anlageerfolg. Deshalb müsse man stark diferenzieren: „Die Länderselektion ist wichtiger als je zuvor. Im Portfolio des DPAM L Bonds Emerging Markets Sustainable konzentrieren wir uns nicht auf die Jagd nach Rendite, sondern auf die Qualität der Emittenten“, bringt Michael Vander Elst die aktuelle Ausrichtung der DPAM-Strategie auf den Punkt.

www.fixed-income.org
Foto: Michael Vander Elst
© Degroof Petercam Asset Management (DPAM)



16.12.2020, Investment

Trotz Lockdown - Wachtumsbelebung 2021 erwartet

von Dr. Reto Cueni, Chief Economist, Vontobel Wealth Management

Europa in der Krise: Der Kontinent sieht sich mit harten Covid-19-Massnahmen und einer anhaltenden Brexit-Unsicherheit konfrontiert, beschließt aber anlässlich des EU-Gipfels ein erweitertes... [mehr]
14.12.2020, Investment

Jupiter: Schwellenländeranleihen: Reif für den Einstieg - aber Differenzierung bleibt entscheidend

von Alejandro Arevalo, Fondsmanager für Schwellenländeranleihen bei Jupiter Asset Management

Kurz vor dem Jahreswechsel sind wir optimistisch, was den Ausblick für Schwellenländeranleihen im Jahr 2021 angeht. Viele Investoren scheinen unseren Optimismus zu teilen: Inzwischen verzeichnete... [mehr]
14.12.2020, Investment

Jupiter: Versetzen uns die 2020er zurück in die 1970er?

von Talib Sheikh, Head of Strategy, Multi-Asset und Mark Richards, Strategist, Multi-Asset bei Jupiter Asset Management

Covid-19 hat die Weltwirtschaft zutiefst erschüttert und der Boden unter unseren Füßen bebt noch immer. Wann wir zu einer gewissen Normalität zurückkehren werden, ist schwer zu sagen. Ein Impfschutz... [mehr]
11.12.2020, Investment

J.P. Morgan Asset Management: Nachhaltige Anleiheninvestments im Trend

Steigendes Angebot auch außerhalb Europas: Zuflüsse auf Allzeithoch, nachhaltige Anleihenfonds beschränken sich nicht nur auf „Green Bonds“

Laut den Experten von J.P. Morgan Asset Management zeigt sich die steigende Bedeutung der Investments im Bereich Umwelt, Soziales und Governance (ESG) auch am wachsenden Angebot für nachhaltige... [mehr]
11.12.2020, Investment

Aviva Investors globaler Ausblick 2021: Aktien dürften attraktiver bleiben als Anleihen

von Giles Parkinson, Portfoliomanager Global Equities bei Aviva Investors

Durch die kommende Impfmöglichkeit dürften die Pandemie und die damit verbundenen wirtschaftlichen Einschränkungen nachlassen. Doch viele langfristige Trends werden sich fortsetzen. Aktienanleger... [mehr]
10.12.2020, Investment

BNY Mellon IM: Kommentar zur EZB-Entscheidung - Der starke Euro wird bleiben

Die EZB stockt Ihr Corona-Notprogramm auf. Eine Abkehr von dieser Politik sei vorerst nicht zu erwarten, meint Paul Brain, Head of Fixed Income bei Newton Investment Management und Manager des BNY... [mehr]
09.12.2020, Investment

Zurück darf kein Seemann schauen...

von Kai Jordan, Vorstand der mwb Wertpapierhandelsbank AG

"Nach vorn geht mein Blick, Zurück darf kein Seemann schauen. Kap Hoorn liegt auf Lee - Jetzt heißt es auf Gott vertrauen..." So sang schon Hans Albers seine Version von La Paloma im Jahr... [mehr]
07.12.2020, Investment

Inflation und Zahlungsausfälle als stetiger Begleiter?

von Ariel Bezalel, Head of Strategy, Fixed Income und Harry Richards, Fondsmanager im Fixed Income-Team bei Jupiter Asset Management

In den 1990er Jahren agierten unabhängige Notenbanken als Hüter der globalen Preisstabilität, deren Aufgabe es war, jegliches Aufflammen der Inflation im Keim zu ersticken. Nach der globalen... [mehr]
07.12.2020, Investment

Ausblick 2021: Wenn Marktoptimismus auf Wirklichkeit trifft

von Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity International

2020 erinnert uns daran, dass Krisen immer möglich sind und jede Krise ihr Eigenleben entwickelt. Viele Marktteilnehmer gehen mit Optimismus ins neue Jahr und dafür gibt es gute Gründe. Trotz zuletzt... [mehr]
04.12.2020, Investment

DWS Standpunkt: Auftragseingänge Deutschland - Industrie startet mit gut gefüllten Auftragsbüchern in den Winter

von Martin Moryson, Chefvolkswirt Europa

Eine überraschend starke Auftragslage sollte der deutschen Industrie über den schwierigen Winter helfen. Im Vergleich zum Vormonat sind die Aufträge für deutsche Unternehmen real um 2,9 Prozent... [mehr]
Anzeige
Neue Ausgabe jetzt online!



Aktuelle Ausgabe
kostenlos herunterladen