Anzeige

Anzeige
29.06.21

Infrastrukturpaket als potenzieller Treiber für US-Wachstum

von Olivier de Berranger, CIO bei LFDE

Nach dem besonders aktiven Beginn seiner Amtszeit macht sich US-Präsident Joe Biden nun an die Umsetzung seines Sanierungsprogramms für die Infrastruktur in den USA. So verkündete er jüngst, parteiübergreifend mit fünf republikanischen Senatoren eine Einigung erzielt zu haben. Diese Einigung umfasst eine Summe von 1,2 Billionen Dollar, die über acht Jahre verteilt wird, davon 973 Milliarden über fünf Jahre. Im Einzelnen werden 312 Milliarden für die Verkehrsinfrastruktur verwendet und rund 266 Milliarden für andere Arten von Infrastruktur, insbesondere für Wasser und Breitbandinternet.

Einigung über Infrastrukturpaket könnte auch Weg für Familienplan ebnen

Diese Einigung markiert jedoch nicht das Ende der Diskussionen. Zunächst einmal müssen noch weitere fünf republikanische Senatoren davon überzeugt werden, für das Programm zu stimmen. Außerdem muss sich Biden die Unterstützung des linken Flügels seiner Partei sichern. Dieser möchte, dass die Infrastrukturausgaben zum gleichen Zeitpunkt wie die angekündigten Beihilfen für Familien verabschiedet werden. Die Einigung stellt dennoch einen bedeutenden Fortschritt dar. Die Verabschiedung des Infrastrukturprogramms durch den Kongress auf traditionellem Wege würde es der Biden-Regierung vor allem ermöglichen, die bereits im Februar für die Abstimmung über das dritte Konjunkturpaket eingesetzte „Waffe“ des Reconciliation-Verfahrens zu nutzen. So könnten die unter Republikanern wenig geschätzten Maßnahmen des Familienplans durchgebracht werden.

Wachstum & Inflation: Zwei wichtige Effekte des Infrastrukturpakets

Dieses Investitionsprogramm für die Infrastruktur ist aus gesamtwirtschaftlicher Sicht zweifelsohne eine gute Nachricht. Es erlaubt den USA die Sanierung ihrer veralteten Infrastruktur – insbesondere im Verkehrsbereich – und treibt die Energiewende stärker voran. Letztlich könnten diese Ausgaben eine deutlich positive Wirkung auf das potenzielle Wachstum der USA in den kommenden Jahren haben. Ein weiterer wichtiger Effekt könnte sich auf lange Sicht bei der Inflation zeigen. Denn ein Teil des Infrastrukturprogramms dürfte für die Energiewende eingesetzt werden. Diese wirkt aufgrund der zumindest anfänglich erforderlichen Verdopplung der Energieerzeugungskapazitäten und dem damit verbundenen Anstieg der Energiepreise tendenziell inflationär.

In beiden Fällen werden die Effekte jedoch erst in mehreren Jahren zu beobachten sein. Die ersten Ausgaben dürften wohl kaum vor Ende dieses Jahres getätigt werden, und die Gesamtsumme soll über acht Jahre verteilt werden. Kurzfristig dürften die Auswirkungen auf die Märkte moderat sein. Die unmittelbar mit der Infrastruktur zusammenhängenden Sektoren könnten davon profitieren, ebenso wie der Sektor erneuerbare Energien, der im ersten Quartal nicht in der Gunst der Anleger stand. Wir gehen jedoch davon aus, dass die großen Indizes weitgehend unberührt bleiben werden. Es wird allerhöchstens das Vertrauen der Anleger und der Wirtschaftsakteure ein wenig stärken, was grundsätzlich eine gute Sache ist.

Über LFDE:
LFDE hat sich seit ihrer Gründung 1991 zu einer der bedeutendsten und dynamischsten Fondsgesellschaften Frankreichs entwickelt. Kernkompetenzen: Investments in europäische und internationale börsennotierte Unternehmen. LFDE nutzt ihre überzeugungsbasierte Managementexpertise, um institutionellen Investoren, Vertriebsgesellschaften und Privatanlegern nachhaltige Lösungen anzubieten, die eine Wertsteigerung der Kundeninvestments ermöglichen. LFDE ist in Deutschland, Spanien, Italien, der Schweiz und in den Benelux-Ländern vertreten und verwaltet zum 31.12.2020 Vermögen in Höhe von 12 Mrd. Euro. LFDE ist Unterzeichner der UNPRI-Grundsätze und des Carbon Disclosure Project und gehört zur Primonial-Gruppe, dem unabhängigen Marktführer in den Bereichen Entwicklung und Verwaltung von Anlagelösungen und Anlageberatung in Frankreich.

www.fixed-income.org
Foto: Olivier de Berranger
© LFDE



12.08.2022, Investment

Rallye an den Anleihe- und Aktienmärkten im Juli macht den Effekt der Zinserhöhungen zunichte

von Hendrik Tuch, Head of Fixed Income bei Aegon Asset Management

Nach den jüngsten guten US-Beschäftigungszahlen hoffen die Anleihemärkte zumindest auf kleine Signale, dass der Inflationsdruck nachlässt. Es wird jedoch noch einige Zeit dauern, bis der... [mehr]
10.08.2022, Investment

UBP: Bei Liquid Alternatives öffnen sich bald wieder Chancen für direktionale Strategien

Hohe Inflation, Zinswende, Krieg in der Ukraine und Lockdowns in China ließen im zweiten Quartal die Kurse bei Anleihen und Aktien fallen – Aktien entwickelter Länder befinden sich im Bärenmärkt. Das... [mehr]
08.08.2022, Investment

Unerwartete Entwicklung beim Renditeaufschlag von Green Bonds

von Marcio da Costa, Senior Portfolio Manager SSA & Green Bonds, Bantleon

Nach der üblichen Sommerflaute bei der Neuemission von Green Bonds, die vom volatilen Marktumfeld und der geopolitischen Unsicherheit verstärkt wurde, ist ab September wieder mit einer deutlichen... [mehr]
08.08.2022, Investment

Degroof Petercam Asset Management: Nachhaltigkeitsausblick zur Jahresmitte 2022

Der holprige Weg zu grünen Wiesen

Dieses Jahr hat mit einem schwierigen Start für nachhaltige Anlagen begonnen: Der Russland-Ukraine-Konflikt, der Superzyklus im Energiesektor und die grüne Prämie haben nachhaltige Investments massiv... [mehr]
05.08.2022, Investment

Schwellenländer: Entwirrung des gordischen Inflationsknotens

von Ales Koutny, Portfolio Manager, und Andrew Mulliner, Head of Global Aggregate Strategies, bei Janus Henderson Investors

Das Durchtrennen des gordischen Knotens war für Alexander den Großen im vierten Jahrhundert v. Chr. ein leicht zu lösendes Problem, leichter als der verworrene Inflationsknoten, vor dem die... [mehr]
03.08.2022, Investment

Allianz Global Income Fonds nun auch Privatanlegern zugänglich

Einkommensstrategie mit Fokus auf Kapitalwachstum

Allianz Global Investors (AllianzGI) macht den Ende Juni 2019 für vermögende Kunden aufgelegten Fonds Allianz Global Income nun allen Privatanlegern in Deutschland zugänglich. Die Strategie des Fonds... [mehr]
02.08.2022, Investment

Die Ergebnisse der aktuellen Berichtssaison dürften Einfluss auf die weitere Zinspolitk der FED haben

von David Norris, Head of US Credit bei TwentyFour Asset Management

Die US-Berichtssaison ist in vollem Gange, und die Marktteilnehmer erwarten mit Spannung die Ergebnisse des zweiten Quartals, die Auskunft darüber geben sollten, wie gut es den US-amerikanischen... [mehr]
01.08.2022, Investment

Aussichten für Schwellenmärkte hellen auf, robuste Unternehmen werden mit einem erheblichen Abschlag gehandelt und bieten attraktive Einstiegsmöglichkeiten

von Fredrik Bjelland und Cathrine Gether, Portfoliomanager(in), SKAGEN

Nachdem die erste Jahreshälfte 2022 von einem heftigen Ausverkauf in den Schwellenmärkten geprägt war, hellen die Aussichten für das zweite Halbjahr auf. Sowohl Aktien wie Anleihen und Währungen der... [mehr]
29.07.2022, Investment

Sinkende Kreditqualität lässt Volatilität steigen

Janus Henderson Investors Credit Risk Monitor analysiert die Auswirkungen von Schlüsselindikatoren auf das Credit-Portfolio

Laut einer neuen Analyse von Janus Henderson Investors haben sich zwei von drei Schlüsselindikatoren, die die Kreditbedingungen angeben, im letzten Quartal verschlechtert. Während sich die... [mehr]
28.07.2022, Investment

US-Notenbanksitzung im Juli: mit 75 Basispunkten in die Sommerpause

von Christian Scherrmann, US-Volkswirt, DWS

Wie allgemein erwartet, erhöht die US-Notenbank auf ihrer Juli-Sitzung die Zinsen um weitere 75 Basispunkte. Damit kann der aktuelle Stand der US-Geldpolitik als neutral angesehen werden, das... [mehr]
News 1 bis 10 von 5019
<< Erste < zurück 1-10 11-20 21-30 31-40 41-50 51-60 61-70 vor > Letzte >>
Anzeige
Neue Ausgabe jetzt online!



Aktuelle Ausgabe
kostenlos herunterladen