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26.07.21

„Unser Markt ist riesig, wachsend und bietet unverändert sehr gute Akquisitionsmöglichkeiten“, Paul Echt, CFO, Media and Games Invest SE

Die Media and Games Invest SE erwartet auch in den kommenden Jahren ein weiterhin starkes Wachstum. Die für dieses Jahr prognostizierten bis zu 254 Mio. Euro sollen nur ein Zwischenziel sein, mittelfristig möchte die Gesellschaft um 25 bis 30% pro Jahr wachsen. Der Markt ist riesig, wachsend und bietet unverändert sehr gute Akquisitionsmöglichkeiten, erläutert Paul Echt, CFO der Media and Games Invest SE.

BOND MAGAZINE: Die Corona-Inzidenzen sind in Deutschland derzeit relativ niedrig. Die Einschränkungen werden aktuell deutlich gelockert. Wie wirkt sich dies auf das Verhalten der Spieler aus?

Paul Echt: Durch die Lockdown-Maßnahmen haben wir zusätzliche Wachstumsimpulse gesehen und viele neue Spieler als Kunden gewonnen. Ein großer Teil davon ist auch nach dem Lockdown dabeigeblieben, gerade bei unseren Massive-Multiplayer-Online-Games, MMOGs, weil Spieler, die einmal eines der Spiele begonnen haben, meist 5 Jahre oder länger dem Spiel treu bleiben. Im Gegensatz zum zweiten Quartal 2020 sehen wir dieses Jahr jedoch wieder die für den Games-Markt typische Saisonalität. Wie schon angekündigt, konnten wir dennoch ein starkes organisches Wachstum generieren, was unter anderem an dem oben genannten Charakter unserer Spiele liegt, gepaart mit vielen Updates und Erweiterungen sowie einer starken Performance unseres Mediensegments. Generell sehen wir seit Q3 2020, dass wir bzgl. Spieldauer wieder zur Normalität zurückgekehrt sind und das Thema Corona keinen großen Impact mehr hat, während wir es aber geschafft haben, viele neue Spieler aus Q2 2020 in den Spielen zu halten und diese langfristig zu monetarisieren. Für den Games-Markt heißt das, dass wir auch in den kommenden Jahren ein weiterhin starkes Wachstum erwarten.

BOND MAGAZINE: Sie übernehmen Smaato, einen Anbieter einer digitalen Werbeplattform mit der Ausrichtung auf mobile Endgeräte. Welche Synergien ergeben sich aus der Akquisition?

Echt: Im Markt für digitale Werbung kommt es sehr stark auf die Reichweite und die direkte Anbindung an Werbeflächen an. Nach der Übernahme von Smaato erreicht unser Mediensegment Verve Group ca. zwei Milliarden individuelle Nutzer. Damit steigen wir in die Top 10 der weltweiten Werbeplattformen auf. Auf Grund dieser Reichweite gehe ich davon aus, dass neue Werbetreibende sich für unsere Plattform entscheiden werden, um darüber Kundenakquisition zu betreiben. Das wiederum führt dazu, dass mehr Publisher mit Werbeflächen (z.B. in Spiele-Apps) sich für unsere Plattform entscheiden, um ihre Werbeflächen in den Apps zu monetarisieren, wodurch wir unsere Reichweite wiederum erhöhen usw. Wichtig dabei ist, dass man innovativ bleibt und sein Angebot stetig anpasst, verbessert und erweitert. Auch in diesem Bereich gewinnen wir weitere Produkte und Technologien sowie ein sehr starkes Team hinzu.

BOND MAGAZINE: Während hierzulande die Corona-Krise dazu geführt hat, dass der Games-Markt deutlich stärker in den Fokus von vielen Anlegern gerückt ist, sieht das im Bereich Medien und digitale Werbung anders aus. Können Sie uns sagen, woran das liegt und warum Anleger sich eventuell auch mit diesem Markt stärker beschäftigen sollten?

Echt: In Deutschland und in Europa gibt es kaum börsengelistete Unternehmen, die in diesem Markt unterwegs sind. Die starke Fokussierung vieler Anleger auf den Heimatmarkt, Stichwort Home Bias, hat entsprechend dazu geführt, dass diese Industrie bisher kaum Beachtung gefunden hat bei den Anlegern hierzulande. Gleiches galt bis vor Corona auch für den Games-Markt. Das ist schade, denn auch der digitale Werbemarkt ist sehr dynamisch und wachstumsstark. Analysten gehen von einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von rund 14% zwischen 2019 und 2024 aus. In 2021 wird der weltweite Umsatz schon bei rund EUR 450 Milliarden liegen. In den USA erfahren Unternehmen in diesem Segment eine ganz andere Wahrnehmung. Die meisten unserer Peers im Medienbereich sind am US-Kapitalmarkt gelistet, mit Bewertungen, die im Schnitt über dem 50-fachen EBITDA liegen. Das ist Ausdruck des starken organischen Wachstums, das erfolgreiche Firmen in diesem Bereich erzielen können, gepaart mit den starken Wachstumsprognosen des Marktes.

BOND MAGAZINE:
Smaato ist Ihre vierte Akquisition in diesem Jahr. Wie kommen Sie mit der Integration der Unternehmen voran?

Echt: Wir haben in den vergangenen Jahren über 35 Akquisitionen abgeschlossen. Entsprechend verfügen wir über sehr gute Erfahrungen bei der Integration von Unternehmen und können bereits beim Einkauf die einzelnen Schritte durchplanen. Wir haben auch für Smaato einen konkreten Plan ausgearbeitet, den wir in Teilen bereits angefangen haben, umzusetzen. Insgesamt müssen wir hier aber natürlich auch noch auf das Closing der Transaktion warten, welches wir innerhalb der kommenden 2 Monate erwarten.

BOND MAGAZINE: Sie hatten am 30.06. Ihre Prognose für 2021 ausgegeben und ein Umsatzwachstum von bis zu 71% bekanntgegeben, ohne weitere Übernahmen. Wie sieht Ihre Guidance nach der Smaato Übernahme aus?

Echt: Wie bekannt gegeben, erwarten wir für Smaato im Jahr 2021 einen Umsatz von 39 Mio. Euro und ein EBITDA von 13 Mio. Euro Ausgehend von einer erstmaligen Konsolidierung ab 1. Oktober 2021 hat sich unsere Umsatz-Guidance auf bis zu 254 Mio. Euro (+81%) und unsere Guidance für das bereinigte EBITDA auf bis zu 70 Mio. Euro (+141%) erhöht.

BOND MAGAZINE: Sie haben eine Marktkapitalisierung von rund 900 Mio. Euro erreicht und Ihre Anleihe deutlich aufgestockt. Werden zunehmend auch größere internationale Investoren auf Sie aufmerksam?

Echt: Wir haben bei unserer Anleihe zahlreiche neue, sehr namhafte internationale Investoren für die MGI gewonnen. Durch die inzwischen erreichte Größe der Gesellschaft, das Anleihevolumen und die höhere Liquidität können nun auch internationale Anleiheinvestoren in MGI investieren. Positiv hat sich hierbei auch das Listing unserer Aktie an der Nasdaq First North bemerkbar gemacht. Aber auch der Wechsel der Rechtsform in eine Europäische Gesellschaft, SE, wurde von den Anlegern begrüßt.

BOND MAGAZINE: Welcher Umsatz ist mittelfristig aus Ihrer Sich realistisch?

Echt: Die für dieses Jahr prognostizierten bis zu 254 Mio. Euro sollen nur ein Zwischenziel sein, wir haben ja erklärt, mittelfristig um 25 bis 30% pro Jahr wachsen zu wollen. Unser Markt ist riesig, wachsend und bietet unverändert sehr gute Akquisitionsmöglichkeiten, ich sehe hier also noch sehr viel Potenzial.

BOND MAGAZINE: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, www.fixed-income.org
Foto: Paul Echt © Media and Games Invest SE



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