Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige
02.08.21

Nordea Inflationsausblick: Die Kerninflation dürfte sich stabilisieren

Aktuell dreht sich in der Debatte um den weltweiten Wirtschaftsaufschwung alles um die Frage, ob die erhöhte Inflation, die angespannten Lieferketten und die steigenden Lebensmittelpreise nur vorübergehender oder langfristiger Natur sind. Sébastien Galy, Senior-Makrostratege bei Nordea Asset Management, ist der Ansicht, dass die Inflation in den Industrienationen nur vorübergehend ist – trotz des erheblichen Lohndrucks aufgrund des Nachholbedarfs bei gering qualifizierten Arbeitnehmern. Im Folgenden nennt er Gründe, weshalb sich die Kerninflation wieder stabilisieren dürfte:

„Die Verankerung der Inflation auf einem gewissen, stabilen Niveau kann aufgehoben werden, wenn die Lohnentwicklung eine stetig steigende Inflation vorwegnimmt oder wenn Unternehmen die Preise in Erwartung einer steigenden Inflation anheben. Arbeitskräftemangel und eine Verbraucherstimmung, die unter steigenden Inflationserwartungen leidet, deuten darauf hin, dass dieses Verhalten in den USA zum Teil bereits eingetreten ist. Dies sind jedoch nur vorübergehende Probleme.

Nachlassende Inflation in den USA und Europa

Angesichts eines sehr schnellen wirtschaftlichen Aufschwungs dürften Unternehmen und Arbeitnehmer zu optimistisch gewesen sein. In den nächsten Monaten sollte sich die Inflation in den USA abschwächen, vor allem, wenn die Konjunkturprogramme und der Schutz vor Zwangsräumungen im September auslaufen. Auch in Europa dürfte sich die Inflation verlangsamen, da der größte Teil der Dynamik der Fiskal- und geldpolitischen Notmaßnahmen nachzulassen beginnt. Dies führt dazu, dass die Kurven für festverzinsliche Wertpapiere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften extrem niedrig sind und somit ein sehr günstiges Umfeld für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften besteht.

Im weiteren Verlauf dürfte sich die Kerninflation aufgrund mehrerer, zum Teil widersprüchlicher Mechanismen stabilisieren:

1. 
Da die Dynamik der konjunkturellen Aufschwünge nachlässt, dürften sich die Inflationserwartungen stabilisieren und die Inflation in ihren üblichen Bereich zurückkehren.
2.  Die Mieten dürften die Inflation in Kombination mit Lohnzuwächsen zunächst etwas erhöht halten.
3.  Der Druck auf der Rohstoffseite sowie die Störungen der Versorgungsketten dürften im Verlauf einiger Monate nachlassen.
4.  Über einen Zeitraum von einigen Quartalen dürfte das Angebot an Gütern und Dienstleistungen aufgrund steigender Investitionen zunehmen, die ihrerseits eine Folge der positiven Wachstumsaussichten sind. Im Zuge dieser Entwicklung dürfte die Nachfrage im Verhältnis zum Angebot nachlassen und zugleich die Automatisierung zunehmen, was den Inflationsdruck abschwächen sollte.
5.  Die wahrscheinlich bevorstehende Ermächtigung von Medicare in den USA, die Arzneimittelpreise auszuhandeln, dürfte dazu führen, dass sich diese zentrale Inflationsquelle im nächsten Jahr umkehrt.

Angesichts dieser Dynamik halten sich die Zentralbanken in den meisten fortgeschrittenen Volkswirtschaften mit Straffungsmaßnahmen entweder zurück, so beispielsweise die Europäische Zentralbank, oder sie straffen sehr langsam, wie im Fall von Norwegen, Kanada und Neuseeland.“

Nordea Asset Management (NAM) gehört mit einem verwalteten Vermögen von 274 Mrd. Euro* zur Nordea Gruppe, dem größten Finanzdienstleister in der nordischen Region (verwaltetes Vermögen 387 Mrd. Euro*). NAM bietet europäischen sowie globalen Investoren eine breite Palette von Investmentfonds an. Wir betreuen eine große Anzahl an Kunden und Vertriebspartnern wie Banken, Vermögensverwalter, unabhängige Finanzberater und Versicherungsunternehmen. Nordea Asset Management unterhält Standorte in Bonn, Brüssel, Kopenhagen, Frankfurt, Helsinki, Lissabon, London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Oslo, Paris, Santiago de Chile, Singapur, Stockholm, Wien und Zürich. Nordeas Präsenz vor Ort geht Hand in Hand mit dem Ziel, ansprechbar zu sein und unseren Kunden den besten Service zu bieten. Der Erfolg von Nordea basiert auf einem nachhaltigen und einzigartigen Multi-Boutique-Ansatz, welcher die Expertise spezialisierter interner Boutiquen mit exklusiven externen Kompetenzen verbindet. Dies erlaubt uns, zum Wohle unserer Kunden ein stabiles Alpha zu generieren. Die Lösungen von NAM erstrecken sich über alle Anlageklassen, von festverzinslichen Anlagen und Aktien bis hin zu Multi-Asset-Lösungen, und über alle Regionen hinweg, sowohl lokal, in Europa als auch in den USA, global und in den Schwellenländern.

*Quelle: Nordea Investment Funds, S.A., 30.06.2021

www.fixed-income.org
Foto: Sébastien Galy
© Nordea Asset Management



23.12.2009, Investment

ING Investment Management Ausblick 2010

Risikodiversifizierung bei Renten

ING Investment Management (ING IM) erwartet unterschiedliche Entwicklungen in den verschiedenen Fixed-Income-Kategorien. Das zeigt, wie wichtig die Streuung von Risiko ist. Die besten Chancen sieht... [mehr]
22.12.2009, Investment

Schroders Jahresausblick 2010 für asiatische Anleihen

von How Phuang Goh, Leiter Anleihen Asien (ohne Japan)

Weltweit haben Regierungen und Notenbanken bisher beispiellose Maßnahmen eingeleitet, um einen Zusammenbruch des Finanzsystems abzuwenden. Die Anzeichen sprechen jetzt dafür, dass sich Asien auf dem... [mehr]
22.12.2009, Investment

Negativmeldung aus Griechenland und Dubai reißen nicht ab

Ferrovial plant Refinanzierung im Volumen von 22,2 Mrd. Euro

Moody´s hat Griechenland von A1 auf A2 heruntergestuft – der Ausblick bleibt negativ. S&P und Fitch hatten Griechenland bereits in den vergangenen Wochen herabgestuft. Dennoch dürfte dies für die... [mehr]
18.12.2009, Investment

Unternehmensanleihen bleiben auch 2010 ein Objekt der Begierde

Klaus Stopp, stv. Leiter Rentenhandel, Baader Bank

Die angespannte Finanzlage lässt vielen Staaten somit kaum Spielraum für Konjunkturprogramme. Im Gegenteil: Steuererhöhungen zur Konsolidierung der Staatsfinanzen könnten dem zarten... [mehr]
16.12.2009, Investment

Generali Investments: Hochwertige Unternehmensanleihen attraktivste Anlageklasse 2010

Rückfall in tiefe Rezession unwahrscheinlich

„Die große systemische Finanzmarktkrise ist überwunden, aber die Nachwehen bleiben bestehen.“ Dr. Klaus Wiener, Chefvolkswirt von Generali Investments, blickt verhalten optimistisch ins Jahr 2010.... [mehr]
11.12.2009, Investment

ING Investment Management – Ausblick Fixed Income

Fokus auf relativer Bilanzstärke, Chancen auch bei europäischen Triple-A-Asset Backed Securities (ABS)

ING Investment Management (ING IM) empfiehlt, das Risiko von Anleiheportfolios zu streuen und sich dabei auf die relative Bilanzstärke zu konzentrieren.Deshalb gewichtet ING IM in den Sektoren... [mehr]
10.12.2009, Investment

Griechenland gerät ins Stolpern

Baader BOND Report

Tradingrange während der Berichtswoche: Euro-Buxl-Future zwischen 97,86% und 99,50%, Euro-Bund-Future zwischen 122,34% und 123,72%, Euro-Bobl-Future zwischen 115,96% und 116,95% und... [mehr]
10.12.2009, Investment

Fidelity: Unternehmensanleihen werden 2010 weiterhin im Fokus der Anleger stehen

Auch inflationsgeschützte Papiere gefragt

Rentenmärkte werden 2010 vor allem von zwei Themen beherrscht: der Frage, wann die Notenbanken die Zinsen wieder erhöhen und der Angst vor steigender Inflation. Nach Meinung von Andrew Wells, Chief... [mehr]
08.12.2009, Investment

Moody's announces further downgrades to Dubai Inc. corporates

All ratings remain on review for further downgrade.

Moody's Investors Service today downgraded all six Dubai government-related issuers (GRIs). This rating action follows recent comments and statements from government officials, which cause us to... [mehr]
03.12.2009, Investment

„Unternehmensanleihen bieten weiterhin attraktive Investmentgelegenheiten“

Fidelity Ausblick 2010

Nach Ansicht von Ian Spreadbury, Manager des Fidelity European High Yield Fund bieten Unternehmensanleihen bieten trotz ihrer starken Performance seit März weiterhin attraktive... [mehr]
Anzeige
Neue Ausgabe jetzt online!



Aktuelle Ausgabe
kostenlos herunterladen