Anzeige
12.06.18

Sind Bundes- und US-Staatsanleihen die Gewinner der Krise in Italien?

Sicht von Julien-Pierre Nouen, Chefökonom des Vermögensverwalters Lazard Frères Gestion, lautet die Antwort: kurzfristig ja, langfristig nein. „Vieles hängt davon ab, ob es eine Ansteckung geben wird oder nicht“, erklärt Nouen. Falls es dazu käme, würden sich Bundes- und US-Staatsanleihen zunächst positiv entwickeln. Blieben die Nachbarländer hingegen von der italienischen Wirtschaftskrise verschont, würde das derzeit hohe Niveau des internationalen Wirtschaftswachstums die Aktienmärkte stützen. „Die Ausnahme sind Unternehmen, die stark in Italien engagiert sind“, schränkt der Ökonom ein. „Sie könnten sich schlechter entwickeln.“

Parallel dazu sollten Anleger die internationale Geldpolitik im Auge behalten. Bleibt die US-Notenbank Fed dabei, die Leitzinsen weiter zu erhöhen, und die Europäische Zentralbank (EZB) folgt diesem Kurs, dürften die Anleiherenditen steigen. Nicht zuletzt deshalb, so Nouen, weil die US-Staatsverschuldung weiter zunimmt. „Auch wenn Bundes- und US-Staatsanleihen Anlegern in Zeiten akuter Marktturbulenzen einen sicheren Hafen bieten können, dürfte ihre Performance auf lange Sicht nicht gut sein“, mahnt der Experte von Lazard Frères Gestion.

Kurs der EZB bleibt unverändert
Insgesamt glaubt Nouen nicht, dass die derzeitige Krise in Italien Einfluss auf die Politik der EZB haben wird. „Die EZB will ihr Anleihekaufprogramm bis zum Ende des Jahres beenden. Die Hürde, diesen Prozess zu verzögern, dürfte sehr hoch sein und eine Entscheidung in dieser Hinsicht hängt sicherlich mehr mit den wirtschaftlichen Aussichten zusammen als mit der Entwicklung in Italien. Das Ende der quantitativen Lockerung mit einem größeren Defizit für Italien wird wahrscheinlich dazu führen, dass das Land höhere Renditen zahlen muss. Solange es jedoch nicht zu einer breiten Ansteckung anderer Volkswirtschaften kommt, erscheint es uns unwahrscheinlich, dass die EZB ihre Pläne ändert, weil sich die Spreads für italienische Anleihen ausweiten“, so Nouen.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: Julien-Pierre Nouen © Lazard Asset Management)



17.08.2018, Investment

ODDO BHF blickt positiv auf die Entwicklung der Märkte

Handelsstreit ist Sorge Nummer eins - die Stimmung ist aber schlechter als die Lage

Joachim Häger, Mitglied des Vorstands ODDO BHF AG: „Die Stimmung an den Märkten ist aufgrund des Handelsstreits schlechter als die Lage in den Unternehmen. Für eine erfolgreiche Anlagestrategie kommt... [mehr]
17.08.2018, Investment

Grand City Properties: Miet- und Betriebseinnahmen steigen im 1. Halbjahr um 12% von auf 268 Mio. Euro

FFO I verbessert sich um 16% auf 99 Mio. Euro

Grand City Properties S.A. hat die erfolgreiche Entwicklung im ersten Halbjahr 2018 fortgesetzt. Die starke operative Performance und Kostendisziplin führten zu einem Anstieg des FFO I um 16% auf 99... [mehr]
16.08.2018, Investment

Income-Barometer von J.P. Morgan Asset Management: Hoher Sicherheitsfokus behindert Ertragschancen

Ein Großteil der deutschen Sparer will für Sicherheit auf Ertrag verzichten

Mehr als drei Viertel der Deutschen schätzen sich bei der Geldanlage als wenig risikofreudig ein: Laut aktuellem Income-Barometer hält sich mit 49 Prozent rund jeder zweite Befragte für „sehr... [mehr]
16.08.2018, Investment

Unruhiges Sommerloch an den Börsen - Türkei-Krise als letzter Tropfen?

von Carsten Mumm, Chefvolkswirt bei der Privatbank Donner & Reuschel

An verschiedene Störfeuer hatten sich Anleger in den letzten Jahren schon gewöhnt. So konnten zuletzt weder die politischen Unsicherheiten in der Eurozone noch der eskalierende Handelskrieg, die... [mehr]
15.08.2018, Investment

Fidelity: Langfristig ist Vorsicht bei Hochzinsanleihen geboten

Andrea Iannelli, Investment Director bei Fidelity International, erläutert, warum bei Hochzinsanleihen trotz starker Erholung im Juli auf lange Sicht nach wie vor zur Vorsicht angebracht ist. „Im... [mehr]
15.08.2018, Investment

Vontobel: Die Emerging Markets werden die Türkei-Krise überstehen

von Christophe Bernard, Leiter der Multi Asset Boutique, Vontobel Asset Management

Schwellenländerwährungen, -anleihen und -aktien weisen in diesem Jahr bisher eine negative Wertentwicklung auf. Türkische Vermögenswerte haben dabei noch stärker gelitten, da die türkische Lira seit... [mehr]
14.08.2018, Investment

Aberdeen Standard Kommentar: Türkeikrise und die Schwellenländer

Viktor Szabo, Senior Investment Manager bei Aberdeen Standard Investments, kommentiert den Fortgang und die Ursachen der Türkeikrise und wirft einen Blick auf die Bedeutung für die übrigen... [mehr]
14.08.2018, Investment

Brenner Basistunnel: Baulos H51 Pfons-Brenner

PORR Konsortium baut europäisches Tunnel-Jahrhundertprojekt

Formaler Abschluss der Auftragserteilung. Das Auftragsschreiben über das Bauvorhaben wurde am Freitag, den 10. August 2018 von den Vertretern des PORR Konsortiums, bestehend aus der PORR, ihrer im... [mehr]
14.08.2018, Investment

DJE-Marktkommentar: Flache US-Zinsstrukturkurve: Konjunkturlage spricht für Unternehmensanleihen mit kürzeren Laufzeiten

von Michael Schorpp, Senior Portfoliomanager und Anleihenspezialist bei der DJE Kapital AG und u.a. mitverantwortlich für den DJE - InterCash und den DJE - Renten Global

Die Zinsstrukturkurve in den USA verflacht. Der Zinsunterschied zwischen kurz- und langlaufenden US-Staatsanleihen ist kleiner geworden. Es droht eine inverse Zinsstrukturkurve. Doch die... [mehr]
14.08.2018, Investment

Donner & Reuschel: Mumm kompakt - Anleger verlassen türkischen Kapitalmarkt

Die Türkei in einer massiven Vertrauenskrise - das ist das Ergebnis der türkischen Wirtschaftspolitik der letzten Jahre. Spätestens die aufkommenden Zweifel an der Unabhängigkeit der Zentralbank... [mehr]
News 1 bis 10 von 3657
<< Erste < zurück 1-10 11-20 21-30 31-40 41-50 51-60 61-70 vor > Letzte >>
Anzeige
Neue Ausgabe jetzt online!



Aktuelle Ausgabe
kostenlos herunterladen