Anzeige

Anzeige
Anzeige
27.11.09

Mangelnde Alternativen als Triebfeder für Nachfrage nach Corporates

von Klaus Stopp, stv. Leiter Rentenhandel der Baader Bank

Mangelnde Alternativen und billiges Geld sind die Treibfedern für die anhaltende Nachfrage am Markt für Unternehmensanleihen (Corporate Bonds). In den USA ist es vor allem die Nullzinspolitik, die die Spreads von Unternehmensanleihen – also der Preisaufschlag gegenüber Anleihen mit erstklassiger Bonität - immer mehr schrumpfen lässt. So ist zu beobachten, dass nach wie vor viel Liquidität aus den Geldmarktfonds, die mit nahezu Null Prozent „rentieren“, in risikoreichere Assetklassen wie eben Unternehmensanleihen fließt. Ein Ende dieses Trends ist bisher nicht in Sicht, so dass sich weiterhin Potenzial für Spreadeinengungen gibt.

Lockere Geldpolitik wird nicht ewig anhalten
In einem Punkt sind sich Marktbeobachter einig: Die lockere Geldpolitik der Zentralbanken wird nicht ewig anhalten. Die jüngsten Konjunkturdaten zeigen, dass der wirtschaftliche Aufschwung nicht auf einem stabilen Fundament steht. Die Geldpolitik der Notenbanken ist seit Beginn der Krise extrem expansiv. Mit billigem Geld, flankiert von höheren Staatsausgaben und Steuersenkungen, sollte die Erholung der Konjunktur gestützt werden. Die Hoffnung war, dass im Laufe der Zeit der private Konsum die staatlichen Programme ersetzen würde. Doch inzwischen erleben die Märkte, dass die Erholung nicht nachhaltig ist.
 
Im Rat der EZB werden allmählich die Stimmen lauter, die ein Ende der Niedrigzinspolitik fordern. Die Währungshüter werden sich bei fortschreitender Erholung darauf konzentrieren, der Inflation vorzubeugen. Dabei wird von den Zentralbankern jedoch stets betont, dass eine Liquiditätsverknappung nicht automatisch mit Leitzinserhöhungen verbunden sein muss. Eine Möglichkeit wäre zum Beispiel die Rücknahme der Liquidität aus dem für Dezember geplanten 12-Monats-Tender oder den Tender ohne Zinsaufschlag zu begeben. Sollte dies zu höheren Volatilitäten an den Finanzmärkten führen, könnte die EZB versuchen, mit kürzer laufenden Tendern die Situation zu entspannen. Keinesfalls wollen sich die Frankfurter Währungshüter mit dem Vorwurf konfrontiert sehen, der aktuell der japanischen Notenbank gemacht wird. Nippons Notenbanker sind mit ihrem Latein am Ende. Ihnen wird von ihrer eigenen Regierung vorgeworfen, die Zinsen zu lange nahe Null belassen und damit eine Deflation herbeigeführt zu haben.

Warnungen vor neuer Blase am Rentenmarkt
Kritiker der Niedrigzinspolitik der EZB befürchten, durch die immense Liquidität an den Kapitalmärkten zudem die Entstehung einer neuen Blase, der die Notenbanker entgegensteuern müssen. Dem widerspricht Bundesbankpräsident Axel Weber. „Wir können die nächste Krise weder vorhersehen noch verhindern. Man kann nur das ganze Finanzsystem wetterfester machen“, so Webers Credo. Gelingt es der EZB, die hohe Liquidität an den Finanzmärkten langsam und ohne Turbulenzen zurückzuführen, besteht die Gefahr, dass die langfristigen Zinsen wieder ansteigen könnten. Sollte diese Entwicklung in den kommenden Monaten mit einer nachhaltigen Konjunkturerholung einhergehen, so besteht für die Notenbanker auch die Möglichkeit, die Leitzinsen wieder anzuheben. Für Anleger wären somit inflationsindexierte Anleihen interessant.

Wird jedoch der private Konsum durch steigende Arbeitslosigkeit abgewürgt, sollten sich die Märkte auf eine anhaltende Seitwärtsbewegung einstellen. Bis sich der Nebel lichtet und absehbar wird, wohin die Reise an den Rentenmärkten geht, werden mit Sicherheit noch einige Wochen ins Land gehen.

Quelle: Baader Bond Markets (www.baadermarkets.de > Newsletter)


30.11.2020, Investment

NN IP: Zentralbanken bestimmen Inflation und somit die Optionen der Anleihe-Investoren

Inflationsgebundene Anleihen bieten beste Lösung bei höherer Inflation

Zum ersten Mal seit vielen Jahren könnte die Welt an der Schwelle zu einem nachhaltigen Inflationsanstieg stehen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie in Verbindung mit zunehmenden inflationären... [mehr]
26.11.2020, Investment

GAM Emerging Market Rates-Strategie knackt 100 Mio. USD-Marke

Die flexible Strategie für Schwellenländeranleihen von GAM Investments erfreut sich im anhaltenden Niedrigzinsumfeld wachsender Beliebtheit – sowohl unter institutionellen als auch privaten... [mehr]
23.11.2020, Investment

„Derzeit stammen über 80% unseres Stroms mit einer installierten Leistung von insgesamt 176 GW aus erneuerbaren Energien“, Roberto Escoto, Apex-Brasil

Infrastruktur und erneuerbare Energien gewinnen in institutionellen Portfolios eine immer größere Rolle. Im Dezember findet die Auktion der Vergaberechte für den Bau und Betrieb von insgesamt 1.959... [mehr]
23.11.2020, Investment

Bei Wandelanleihen lohnen sich Einstieg oder Nachkauf

Stefan Krause, Wandelanleihenexperte bei Swisscanto Invest, freut sich über ein stark gewachsenes Convertibles-Universum und den enormen Rebound der Anlageklasse seit Ausbruch der Pandemie im März:... [mehr]
23.11.2020, Investment

Kommentar: Drei Faktoren könnten Marktkorrektur auslösen

Das öffentliche Leben und die Wirtschaft sollten sich bis zum 1. Halbjahr 2021 normalisieren – drei Faktoren könnten jedoch bis dahin eine Marktkorrektur auslösen. Dazu gehören ein Wiederaufflammen... [mehr]
19.11.2020, Investment

„Die Chancen sind sehr groß, wenn man jetzt gegen den Strom schwimmt“, Tarmo Sild, IuteCredit Group

Die IuteCredit Group, ein Anbieter von Raten- und Konsumentenkrediten im Balkan, erwägt, seine 13,00%-Anleihe 2019/23 (ISIN XS2033386603) aufzustocken. Gründer und CEO Tarmo Sild sieht gerade im... [mehr]
18.11.2020, Investment

Wandelanleihen sind wie Cabrios: für jedes Wetter gerüstet!

Kommentar von Stephanie Zwick, Head Convertible Bonds bei Fisch Asset Management

„Dass im englischsprachigen Raum die Bezeichnung Convertibles für Wandelanleihen und Cabriolets gleichermaßen steht, ist durchaus bezeichnend. Während das Cabrio bei offenem Verdeck die Sonne ins... [mehr]
18.11.2020, Investment

Kapitalmarktausblick 2021: Anleihen und Gold als Sicherheitsanker - Aktien als Gewinntreiber

von Dr. Jens Ehrhardt, Vorsitzender des Vorstands der DJE Kapital AG

Das Jahr 2020 stand primär unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Im 1. Quartal gab es den schnellsten und schärfsten Börseneinbruch weltweit in der Wirtschaftsgeschichte. Der Corona-Schock traf die... [mehr]
13.11.2020, Investment

„Unsere Bilanz hat sich in den letzten zwei Jahren bei allen Kennzahlen deutlich verbessert“, Fritz Homann, Homann Holzwerkstoffe GmbH

Die Homann Holzwerkstoffe GmbH konnte trotz eines coronabedingten leichten Umsatzrückgangs das operative EBITDA mit 35 Mio. Euro in den ersten neun Monaten stabil halten. Zurzeit plant die... [mehr]
11.11.2020, Investment

Danske Invest legt neuen globalen Nachhaltigkeitsfonds auf

Danske Invest legt einen nachhaltigen Fonds auf. Der neue Aktienfonds Danske Invest Global Sustainable Future investiert in Unternehmen, die den globalen Nachhaltigkeitswandel anführen – ein Thema... [mehr]
News 1 bis 10 von 4498
<< Erste < zurück 1-10 11-20 21-30 31-40 41-50 51-60 61-70 vor > Letzte >>
Anzeige
Neue Ausgabe jetzt online!



Aktuelle Ausgabe
kostenlos herunterladen
Neue Ausgabe jetzt online!



Aktuelle Ausgabe
kostenlos herunterladen