Anzeige
Anzeige
14.03.19

Fidelity: Positive Einschätzung für Schwellenländeranleihen, US-Dollar hat Zenit überschritten

Andrea Iannelli, Fixed Income Investment Director von Fidelity International, ist überzeugt, dass der US-Dollar seinen Zenit überschritten hat. Er erläutert, warum sein Team den Ausblick für Anleihen aus Schwellenländern (EM) nach wie vor günstig einschätzt.

„Wir bleiben bei EM-Anleihen optimistisch, denn die positiven Faktoren, die unsere Einschätzung stützen, sind weiter intakt.

Auf die rückläufigen Wachstumserwartungen hat die US-Notenbank unverzüglich mit einer Änderung ihrer Rhetorik reagiert, obwohl die Lage am Arbeitsmarkt angespannt bleibt und der Lohndruck wächst. In den USA deuten sich inzwischen stabilere Zinsen an, zudem wurde die Verkleinerung der Zentralbankbilanz vorerst ausgesetzt. Das dürfte eine Lockerung der Geldpolitik in Schwellenländern ermöglichen und dafür sorgen, dass EM-Vermögenswerte nicht weiter an Wert verlieren. Entscheidend wird sein, ob der Fed eine weiche Landung der Wirtschaft gelingt, sodass der Konjunkturmotor weder heiß läuft, noch ins Stocken gerät.


Die gesunkenen Wachstumserwartungen in den USA geben Schwellenländerwährungen tendenziell Auftrieb gegenüber dem Dollar. Im Februar legte ihre zu Beginn des Jahres begonnene Rally jedoch eine Pause ein. Wir bleiben aber insgesamt gegenüber EM-Währungen optimistisch, da der Dollar-Höhenflug unseres Erachtens vorbei ist. Bestärkt werden wir in dieser Einschätzung durch die sich langsam schließende Wachstums- und Zinslücke zwischen den USA und dem Rest der Welt. Hinzu kommen das wachsende Doppeldefizit der Vereinigten Staaten und die Tatsache, dass die US-Devise auf handelsgewichteter Basis teuer ist. Neben dem Dollar dürften auch die Realrenditen in der größten Volkswirtschaft der Welt ihren höchsten Punkt in diesem Zyklus überschritten haben. Wir gehen daher auch in den nächsten Monaten von positiven Renditen aus EM-Vermögenswerten aus, allen voran aus Hartwährungsanleihen.

Für den Wachstumseinbruch in Schwellenländern im letzten Jahr war auch die weitere Konjunkturabkühlung in China verantwortlich, ausgelöst durch schwächeren Konsum und nachlassende Kreditimpulse. Für dieses Jahr erwarten wir zusätzliche geld- und fiskalpolitische Maßnahmen, die auf die Binnenwirtschaft abzielen, denn Peking stellt gegenwärtig den Schuldenabbau zugunsten eines stabilen Wachstums zurück. Auch im Rest der Welt ist mit eher expansiver Geldpolitik zu rechnen. In diversen Schwellenländern sind die Leitzinsen inzwischen hoch bei zugleich sinkenden Inflationserwartungen und großen Produktionslücken. Schwächt sich der Dollar wie von uns erwartet ab, könnten Länder wie die Türkei, Mexiko, Indonesien und Südafrika versuchen, ihre Zinserhöhungen vom letzten Jahr zurückzunehmen und die Finanzierungsbedingungen zu lockern. Geschieht dies mit dem nötigen Feingefühl, dürfte das Lokalwährungsanleihen zugutekommen und EM-Währungen nicht weiter belasten.

Nach den vielen Wahlen im letzten Jahr stehen die Zeichen dieses Jahr auf politische Kontinuität in vielen Schwellenländern. Die Amtsinhaber werden ihren derzeitigen politischen Kurs wohl beibehalten, was für Beständigkeit in der Politik bis 2020 spricht. Dies ist ein deutlicher Unterschied zu 2018, in dem es in mehreren Ländern Regierungswechsel gab. Nicht nur in Brasilien und Mexiko hatte der Wahlkampf viele Anleger verunsichert.

Positive Signale bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China und die Möglichkeit eines weiteren Konjunkturpakets haben unseres Erachtens den Ausblick für chinesische Unternehmensanleihen aufgehellt. Ansonsten finden wir einige Staatsanleihen aus der Ratingkategorie B attraktiv, die von IWF-Unterstützung profitieren: zum Beispiel Papiere aus Argentinien, der Ukraine und Ecuador.

Im Segment der Lokalwährungsanleihen mögen wir solche aus Ländern mit Potenzial für Zinssenkungen, mit steilen Renditekurven oder attraktiven Realrenditen. Das trifft neben Mexiko auch auf Kolumbien, Peru, Südafrika, Serbien und Indonesien zu.

Zudem finden wir Gefallen an diversen Währungen aus lateinamerikanischen Ländern wie Argentinien, Peru, Chile und Kolumbien. Ansonsten bleiben einige Märkte wie Ungarn und Malaysia attraktiv. Ferner haben wir diverse vorsichtig bemessene Positionen auf Lokalwährungsanleihen aus Grenzmärkten wie Ghana, Dominikanische Republik und Nigeria im Portfolio.“

https://www.fixed-income.org/
(Foto: Andrea Iannelli © Fidelity International)



12.01.2010, Investment

„Zum Jahresende 2010 werden die langfristigen Zinsen unter dem heutigen Jahresniveau liegen“

Bank Sarasin Global View 2010

Der durch eine unkonventionelle Geldpolitik und fiskalpolitische Impulse im zweiten Halbjahr 2009 ausgelöste kräftige zyklische Aufschwung wird sich in den ersten Monaten des neuen Jahres fortsetzen.... [mehr]
11.01.2010, Investment

High Yield Recommondations

Viele Anleihe bieten noch Einstiegschancen

2009 konnten mit High Yield-Anleihen historisch hohe Renditen erzielt werden. Doch viele Anleihen sind bereits deutlich im Kurs gestiegen. BONDBOOK/fixed-income.org zeigt auf, welche Anleihen noch... [mehr]
06.01.2010, Investment

Europäische High Yield-Anleihen mit Rekordrenditen 2009

Pan European High Yield Index (PEHY) legt 2009 um 86,7% zu, Anleihen mit CCC-Rating legten im Durchschnitt um 149,1% zu

Mit europäischen High Yield-Anleihen konnten 2009 Rekordrenditen erzielt werden. Allein im Dezember legte der Pan European High Yield Index (PEHY) um 2,8% zu, im Gesamtjahr 2009 um 86,7%. Die... [mehr]
23.12.2009, Investment

ING Investment Management Ausblick 2010

Risikodiversifizierung bei Renten

ING Investment Management (ING IM) erwartet unterschiedliche Entwicklungen in den verschiedenen Fixed-Income-Kategorien. Das zeigt, wie wichtig die Streuung von Risiko ist. Die besten Chancen sieht... [mehr]
22.12.2009, Investment

Schroders Jahresausblick 2010 für asiatische Anleihen

von How Phuang Goh, Leiter Anleihen Asien (ohne Japan)

Weltweit haben Regierungen und Notenbanken bisher beispiellose Maßnahmen eingeleitet, um einen Zusammenbruch des Finanzsystems abzuwenden. Die Anzeichen sprechen jetzt dafür, dass sich Asien auf dem... [mehr]
22.12.2009, Investment

Negativmeldung aus Griechenland und Dubai reißen nicht ab

Ferrovial plant Refinanzierung im Volumen von 22,2 Mrd. Euro

Moody´s hat Griechenland von A1 auf A2 heruntergestuft – der Ausblick bleibt negativ. S&P und Fitch hatten Griechenland bereits in den vergangenen Wochen herabgestuft. Dennoch dürfte dies für die... [mehr]
18.12.2009, Investment

Unternehmensanleihen bleiben auch 2010 ein Objekt der Begierde

Klaus Stopp, stv. Leiter Rentenhandel, Baader Bank

Die angespannte Finanzlage lässt vielen Staaten somit kaum Spielraum für Konjunkturprogramme. Im Gegenteil: Steuererhöhungen zur Konsolidierung der Staatsfinanzen könnten dem zarten... [mehr]
16.12.2009, Investment

Generali Investments: Hochwertige Unternehmensanleihen attraktivste Anlageklasse 2010

Rückfall in tiefe Rezession unwahrscheinlich

„Die große systemische Finanzmarktkrise ist überwunden, aber die Nachwehen bleiben bestehen.“ Dr. Klaus Wiener, Chefvolkswirt von Generali Investments, blickt verhalten optimistisch ins Jahr 2010.... [mehr]
11.12.2009, Investment

ING Investment Management – Ausblick Fixed Income

Fokus auf relativer Bilanzstärke, Chancen auch bei europäischen Triple-A-Asset Backed Securities (ABS)

ING Investment Management (ING IM) empfiehlt, das Risiko von Anleiheportfolios zu streuen und sich dabei auf die relative Bilanzstärke zu konzentrieren.Deshalb gewichtet ING IM in den Sektoren... [mehr]
10.12.2009, Investment

Griechenland gerät ins Stolpern

Baader BOND Report

Tradingrange während der Berichtswoche: Euro-Buxl-Future zwischen 97,86% und 99,50%, Euro-Bund-Future zwischen 122,34% und 123,72%, Euro-Bobl-Future zwischen 115,96% und 116,95% und... [mehr]
Anzeige
Neue Ausgabe jetzt online!



Aktuelle Ausgabe
kostenlos herunterladen