Anzeige

Anzeige
12.08.19

Barings High Yield: Starke Performance, doch die Unsicherheit bleibt

Nach einer starken Performance im zweiten Quartal bieten globale Hochzinsanleihen und -darlehen weiterhin attraktive risikoadjustierte Renditechancen für Anleger, insbesondere solche, die über die Flexibilität verfügen, über die traditionellen Indizes hinauszuschauen.

Highlights
Hochzinsanleihen schneiden am besten ab: Die Performance im Hochzinsbereich war im zweiten Quartal insgesamt positiv, auch wenn eine Reihe globaler Risikofaktoren drohten, Volatilität in die Märkte zu bringen. In Verbindung mit einer starken Performance im ersten Quartal erzielten Anleihen und Darlehen sowohl in den USA als auch in Europa im ersten Halbjahr positive Renditen. US-Hochzinsanleihen entwickelten sich inmitten einer expansiven Zentralbankstimmung am besten von allen und erzielten im ersten Halbjahr eine Rendite von 10,01%, gefolgt von europäischen Anleihen (7,45%), US-Darlehen (5,42%) und europäischen Darlehen (2,70%).1 Trotz der starken Performance seit Jahresbeginn blieben die Kreditspreads im Vergleich zu vor neun Monaten weit und kompensieren unserer Ansicht nach die Anleger für ein höheres Maß an Ausfällen, als die Fundamentaldaten von Unternehmen gegenwärtig vermuten lassen.

Ausblick
- Der Kreditzyklus bleibt oberste Priorität:
In der Spätphase eines verlängerten Kreditzyklus stellen sich Fragen zur Bonität der Emittenten von Hochzinsschuldtiteln, und insbesondere zur Wahrscheinlichkeit eines Anstiegs der Ausfälle. Unserer Ansicht nach bleiben die Fundamentaldaten der Unternehmen insgesamt relativ solide. Das Wachstum scheint sich abzuschwächen, aber nur mäßig, und wir sind der Meinung, dass die meisten Unternehmen über Kapitalstrukturen verfügen, die einer Abschwächung standhalten und sich anpassen können. Die Ausfälle im aktuellen Markt sind stabil und kurzfristig erwarten wir keinen wesentlichen oder weitreichenden Anstieg. Allerdings gibt es bestimmte Sektoren, die sicherlich besondere Aufmerksamkeit erfordern, z. B. Energie, Einzelhandel und Gesundheitspflege.

- Von Darlehen zu Anleihen: Die Zinserwartungen sind in diesem Jahr deutlich gesunken, was zu einem Stimmungswandel bei Anlegern beigetragen hat. Als die Zinsen stiegen, strömten Kleinanleger zu Darlehen. In den letzten sechs Monaten haben wir das Gegenteil erlebt, da die zunehmend expansive Zentralbankstimmung die Nachfrage nach festverzinslichen Anlagen beflügelte. Die Abflüsse aus Kleinanleger-Darlehensfonds haben dazu beigetragen, die Spreads im Vergleich zu vor neun Monaten weit zu halten, ohne dass sich die fundamentalen Rahmenbedingungen geändert haben. Wir halten Darlehen insbesondere aufgrund ihrer historisch niedrigeren Volatilität und ihrer höheren Position in der Kapitalstruktur weiterhin für attraktiv.

- Chancen jenseits des Index: Zusätzlich zu den Chancen, die wir nach wie vor an den traditionellen Hochzinsdarlehens- und -anleihemärkten erkennen, sehen wir auch einen Wert in der opportunistischen Investition in nichttraditionelle Segmente des Marktes, wie notleidende Schuldtitel/Sondersituationen, Collateralized Loan Obligations (CLOs) und Schwellenländer-Schuldtitel. Diese Märkte funktionieren nicht genauso wie die traditionellen High-Yield-Märkte und sind nicht in den Indizes vertreten. Doch für Manager mit dem richtigen Know-how können und werden sich Chancen ergeben. Wie wir in unserem jüngsten Podcast erwähnen, haben viele Anleger damit begonnen, strategischer über ihre Allokationen nachzudenken. Statt zu versuchen, das Timing der Assetklasse zu planen, stellt sich nunmehr die Frage, wann und wo wir auf dem Weg durch den Kreditzyklus übergewichten/untergewichten sollten. Eine flexible oder opportunistische Strategie kann den Zugang zu einem größeren Universum potenzieller Chancen ermöglichen und den Managern gleichzeitig die Flexibilität geben, sich auf diejenigen Bereiche zu konzentrieren, die zum jeweiligen Zeitpunkt einen attraktiven Wert bieten.

 

Kreditspread1 Sept. 2018

Kreditspread1 Juni 2019

Langfristige Ausfallquote2 Juni 2019

US-Hochzinsanleihen

332 bp

411 bp

2,8%

Europäische Hochzinsanleihen

365 bp

387 bp

0,9%

US-Darlehen

381 bp

460 bp

0,9%

Europäische Darlehen

405 bp

424 bp

0,0%


1. Kreditspread für Anleihen dargestellt durch OAS und für Darlehen dargestellt durch 3-jährige Discount Margin. Quellen: ICE Bank of America / Merrill Lynch und Credit Suisse.
2. Quelle: Credit Suisse.

https://www.fixed-income.org/
(Logo: © Barings)



29.03.2012, Neuemissionen

Teva Pharmaceutical emittiert EUR Benchmark-Anleihe mit einer Laufzeit von 7 Jahren

Guidance: Mid Swap +115 bis 120 bp

Teva Pharmaceutical, der weltweit größte Generikahersteller, emittiert eine EUR Benchmark-Anleihe mit einer Laufzeit von 7 Jahren. Erwartet wird ein Spread von 115 bis 120 bp gegenüber Mid Swap. Die... [mehr]
27.03.2012, Investment

Der optimale Asset-Allocation-Mix

von Chris Iggo, CIO Fixed Income, AXA Investment Managers

„Im vergangenen Jahrzehnt haben Rentenwerte – bei Zugrundelegung aller globalen Bond-Indizes – weltweit mindestens ebensogut, wenn nicht besser als ein repräsentativer globaler Aktienindex... [mehr]
01.03.2012, Investment

Continental fährt Rekordergebnis ein

Netto-Finanzschulden sollen unter 6,5 Mrd. Euro sinken

Der Continental-Konzern hat 2011 neue Rekordmarken bei Umsatz, operativem Ergebnis und beim Nettoergebnis eingefahren. Im laufenden Geschäftsjahr plant der Automobilzulieferer beim Umsatz um mehr als... [mehr]
01.03.2012, Investment

SIAG Schaaf Industrie AG – Investoren erheben schwere Vorwürfe gegen das Management

In den vergangenen Tagen ist der Kurs der Unternehmensanleihe der SIAG Schaaf Industrie AG deutlich eingebrochen. Die Gesellschaft hatte am 24.02.2012 „bekanntgegeben“, dass sie nach vorläufigen... [mehr]
29.02.2012, Investment

Praktiker AG plant Haircut – Kupon von 5,875% auf 1,000% gesenkt werden

Anleihenkurs bricht ein

Praktiker plant bei ihrer ausstehenden Anleihe einen Haircut. Dieser soll in Form einer erheblichen Reduktion des Zinssatzes erfolgen. Hierzu ruft der Vorstand alle Inhaber der... [mehr]
22.02.2012, Investment

Pulverfass EZB-Bilanz?

von Dr. Daniel Hartmann, Bantleon AG

Beim Kampf gegen die Finanzkrise galt die EZB lange Zeit als Mauerblümchen – insbesondere im Vergleich zur Fed. Während die US-Notenbank ein aggressives »Quantitativ Easing« praktizierte und den... [mehr]
22.02.2012, Investment

Griechenland - ohne Wirtschaftswachstum keine Rettung

Fidelity Marktkommentar

Europa hat gestern die kurzfristige Zahlungsunfähigkeit Griechenlands abgewendet. Das Problem: Griechenland muss um jeden Preis die Wettbewerbsfähigkeit seiner Wirtschaft wiederbeleben. Ohne Wachstum... [mehr]
16.02.2012, Investment

„Ein Börsengang würde uns weitere Spielräume eröffnen“

Interview mit Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Willi Balz, Vorstandsvorsitzender, Windreich AG

Die Windreich AG hat zwei Unternehmensanleihen in Bondm emittiert, die sich in den vergangenen Wochen recht volatil entwickelt haben. Im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE erläutert Vorstandschef und... [mehr]
10.02.2012, Investment

Börse Stuttgart veröffentlicht Risikoklassifizierung von Bondm Anleihen

Mehr Transparenz bei mittelständischen Unternehmensanleihen

Die Börse Stuttgart veröffentlicht ab sofort Risikokennzahlen für alle Bondm-Anleihen. Grundlegende Idee einer Risikoklassifizierung von Wertpapieren ist es, deren Risiken zu bewerten und... [mehr]
06.02.2012, Investment

„Verschiedene Faktoren deuten langfristig auf eine stärker deflationäre Entwicklung hin“

Eric Chaney, Chefstratege bei AXA Investment Managers

„Infolge der günstigeren Konjunktureinschätzung im produzierenden Gewerbe in Deutschland und Spanien haben sich eine Reihe zuverlässiger Konjunkturindikatoren in der Europäischen Währungsunion (EZB)... [mehr]
Anzeige
Neue Ausgabe jetzt online!



Aktuelle Ausgabe
kostenlos herunterladen