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23.08.19

Bundesanleihen so riskant wie noch nie

sentix Asset Management mit short-Positionierungen im Bund-Future - Absicherung der Rentenposition

Am Anleihemarkt drohen nach Einschätzung von Patrick Hussy massive Kursverluste. "Nie zuvor waren Bundesanleihen so teuer und so riskant wie aktuell", erklärt der Fondsmanager von sentix Asset Management und Geschäftsführer der auf Sentimentanalyse und Behavioral Finance spezialisierten sentix GmbH. Gemäß der sentix-Positionierungsdaten sind Anleger so hoch in Anleihen investiert wie zuletzt 2008. "In ihrem Allmachtsglauben an die Notenbanken haben sie sich den Rentenmarkt neu erschlossen und unterliegen nun entweder einer spekulativen Übertreibung - oder sie vertrauen ihr Geld Staaten an, die sich schon bald massiven ökonomischen Problemen gegenübersehen."

Sentix hat in seinem Multi-Asset-Fonds sentix Risik Return -M- Fonds in dieser Woche daher den Rentenbestand abgesichert und Short-Positionen im Bund-Future aufgebaut. Gleichzeitig wurde die Schwäche am Aktienmarkt für kleinere taktische Aufstockungen von Aktien genutzt, auch wenn der Fonds im defensiven Bereich bleibt. Komplett abgebaut wurde nach dem rasanten Goldpreisanstieg die Goldposition.

"Nicht nur der Tod ist sicher, sondern auch der fehlende Ertrag"
Die Renditen von sicheren Anleihen wie Bundesanleihen oder US-Treasuries fallen immer weiter: Seit Jahresanfang ist zum Beispiel die Rendite zehnjähriger Bunds von plus 0,24% auf minus 0,71% im Tief vergangene Woche zurückgegangen, die von dreißigjährigen von plus 0,88% bis auf minus 0,27%. Aktuell sind es kaum mehr. Hussy rechnet vor, was Anleger damit derzeit verlieren: "Eine unverzinste Bundesanleihe mit Fälligkeit im August 2029 kostet aktuell 107%, so dass bereits bei Kauf ein garantiertes Minus von 7% für den Anleger feststeht." Hinzu komme die Inflation von 1 bis 2% im Jahr. "Mit Bundesanleihen wird man binnen zehn Jahren also locker 15 bis 20% verlieren - mit Bundesgarantie."

Bei dreißigjährigen Anleihen, die mittlerweile ebenfalls Negativrenditen aufweisen, stelle sich bei einer durchschnittlichen Inflation von 1,5 % nach 30 Jahren ein Minus von 37 % ein. Für einen Daueranleger in Bunds bedeute das aktuelle Umfeld somit einen garantierten Kapitalverlust. "Nicht nur der Tod ist sicher, sondern auch der fehlende Ertrag", bemerkt Hussy.

Opfer des "greater fool"-Syndroms
Es gebe nur zwei Gründe, solche Anleihen zu halten: "Entweder sind Anleger Opfer einer spekulativen Übertreibung und unterliegen dem ,greater fool'-Syndrom." Das bedeutet, dass sie überteuerte Assets kaufen, weil sie glauben, diese zu noch höheren Preisen an einen anderen "Narren" weiterverkaufen zu können. Oder der Markt habe doch recht und gebe Hinweise auf kommende größere Verwerfungen. "Dann läge zwar keine Blase bei Bonds vor, aber ein massives Risikosignal." In diesem Fall stünden die Stabilität des Finanzsystems, die Zukunft der Banken- und Versicherungsbranche sowie die Ertragskraft der Unternehmen im Risiko.

Allerdings rechnet der Fondsmanager damit eher nicht. "Uns scheint es sehr wahrscheinlich, dass es zu einer Umkehr in der Politik und damit zu wieder steigenden Staatsverschuldungen kommen wird, auch in Deutschland", bemerkt Hussy mit Blick auf mögliche Verwendungsfelder von Staatsgeldern in den Bereichen Klimawandel, Flüchtlingskrise und Rezessionsbekämpfung. Dadurch werde sich das Angebot an Anleihen wieder erhöhen und die Wahrscheinlichkeit für Inflation steigen. "Auch in diesem Szenario wären spürbare Zinssteigerungen und entsprechende Kursverluste am Anleihenmarkt zu erwarten."

Durch die von sentix im Fonds vorgenommen Absicherungen soll das Risiko von Kursverlusten in Bondbeständen minimiert und erst bei deutlich höheren Renditen wieder investiert werden. "Bessere Chancen ergeben sich bei Aktien, wobei das Thema Rezession noch nicht ausgestanden ist", erklärt Hussy. Seit Jahresanfang kommt der Fonds auf ein Plus von 3,6%, Hussy sieht dies als Beleg für eine Fortsetzung der guten Performance aus dem Krisenjahr 2018.

Über sentix Asset Management
Menschen machen Märkte - dieser Überzeugung haben sich die Behavioral Finance Fachleute von sentix Asset Management verschrieben. Die Investmentboutique ist darauf spezialisiert, wiederkehrende Muster im Anlegerverhalten zu identifizieren und den hieraus entstehenden "Sentiment Value" in intelligente Strategien zu nutzen. Über die sentix Kapitalmarktumfrage gewinnen die Behavioral Finance-Experten die wertvollen Informationen zum Anlegerverhalten. Seit 2001 ist damit die größte Datenbank zum Anlegerverhalten entstanden, die den Fachleuten erlaubt, die Erkenntnisse der Behavioral Finance in Echtzeit umzusetzen und ihre Expertise für Produkte mit unterschiedlichen Risiko-/ Rendite-Profilen einzusetzen. Die Methodik eröffnet die Chance, frühzeitig Wendepunkte an den Märkten zu erkennen und gewinnbringend und effizient in Fondsprodukten umzusetzen. Konträres Denken und konsequentes Handeln sind die Erfolgsfaktoren der Investmentboutique, die den innovativen Behavioral-Finance-Ansatz seit vielen Jahren erfolgreich im Publikums- wie auch im Spezialfondsmanagement für ihre Kunden umsetzt. Die Fondspalette umfasst neben zahlreichen Individualmandaten insgesamt drei Publikumsfonds: sentix Risk Return -A- (Aktien weltweit), sentix Risk Return -M-(Multi-Assets) und den sentix Fonds Deutsche Aktien (ETF Ersatz mit Plus). Die sentix Fonds überzeugen mit außergewöhnlichen Diversifikationseigenschaften.

https://www.fixed-income.org/
(Foto: Patrick Hussy © sentix Asset Management)



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