Die EPH Group AG, Wien, begibt eine 7-jährige Anleihe im Volumen von bis zu 50 Mio. Euro. Die Anleihe hat einen Kupon von 10,00% p.a., die Zinszahlung soll monatlich erfolgen (ISIN AT0000A3XVE4). Das Unternehmen entwickelt nach eigenen Angaben hochwertige Hotelimmobilien an ausgewählten europäischen Top-Destinationen.
Parallel zur Anleiheemission plant die EPH Group, den Inhabern der Anleihen 2023/2030 (ISIN DE000A3LJCB4) und 2025/2032 (ISIN: DE000A3L7AM8) ein Umtauschangebot im Verhältnis 1:1 zu unterbreiten. Die konkreten Bedingungen sollen gesondert bekannt gegeben werden, voraussichtlich nach Ablauf der stückzinsfreien Zeichnungsfrist.
An der Börse Frankfurt werden aktuell (21.10.2026, 13:00 Uhr) für die EPH-Anleihe 2023/2030 Kurse von 55% zu 70% und für die EPH-Anleihe 2025/2032 Kurse von 35% zu 45% gestellt. Der letzte Kurs der EPH-Anleihe 2025/2032 wurde mit 40% festgestellt.
Aus Investorensicht macht es vermutlich wenig Sinn, eine neue Anleihe eines Unternehmens zum Preis von 100% zeichnen, wenn die Altanleihen so weit unter dem Emissionspreis von 100% notieren. Zudem macht es wohl auch keinen Sinn, Altanleihen in die neuen Anleihen zu tauschen.
Bei einem Blick in den Jahresabschluss 2025 wird die Kursentwicklung schnell klar. Bei einer Bilanzsumme von 8,0 Mio. Euro beträgt das negative Eigenkapital über 4,1 Mio. Euro. Den größten Teil der Verbindlichkeiten machen Anleihen mit einem Volumen von 11,87 Mio. Euro aus.
Wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Unternehmensfortführung
Der Abschlussprüfer GrantThornton führt u.a. aus: „Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf die Ausführungen des Vorstands im Anhang in Kapitel "3.2.1. Erläuterungen zur Bilanz - Anlagevermögen", Kapitel "3.2.1. Erläuterungen zur Bilanz - Negatives Eigenkapital" sowie Kapitel "3.3.5. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, wo der Vorstand beschreibt, dass eine positive Entwicklung der Gesellschaft erwartet wird, das negative Eigenkapital durch Bar- und Sacheinlagen abgebaut bzw. ins Positive gedreht werden soll und dadurch sowie durch weitere Anleihezeichnungen die weitere Finanzierung bestehender Projekte sowie die Akquise neuer Projekte gesichert ist und somit durch den Vorstand die Unternehmensfortführung bekräftigt wird. Sollten bestehende oder zukünftige Projekte allerdings nicht positiv realisiert werden, können aufgrund damit einhergehender fehlender Liquidität erhebliche Zweifel am Fortbestand der Gesellschaft bestehen und das Unternehmen möglicherweise nicht in der Lage sein, im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebs seine Vermögenswerte und Schulden zu realisieren bzw. zu tilgen.“
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