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Deutsche Rohstoff AG: Umsatz und Ergebnis rückläufig, Bestätigung der Prognose für 2025

© Deutsche Rohstoff AG

„Das erste Halbjahr 2025 zeigt, dass die Deutsche Rohstoff AG ihre positive Entwicklung auch bei deutlich niedrigeren Ölpreisen fortsetzen konnte. Der Umsatz profitierte von der hohen Basis von mittler­weile 220 Bestands­bohrungen und der starken Förderung der neuen Bohrungen aus 2024. Damit wurden zur Jahres­mitte bereits mehr als die Hälfte der Prognose für Umsatz und EBITDA erwirt­schaftet, obwohl das laufende Bohr­programm erst im zweiten Halbjahr zur Produktion beitragen wird. Wir sehen uns daher stabil auf Kurs, unsere Guidance 2025 mit einem Umsatz von 170 bis 190 Mio. Euro und einem EBITDA von 115 bis 135 Mio. Euro zu erreichen.“ sagte Jan-Philipp Weitz, CEO.

Finanzielle Entwicklung

Der Konzern hat im ersten Halbjahr einen Umsatz in Höhe von 102,3 Mio. Euro generiert (Vorjahr: 112,2 Mio. Euro) und konnte sich damit im aktuellen Umfeld niedrigerer Ölpreise und einem schwächeren US-Dollar sehr gut behaupten. Der Rückgang zum Vorjahr von rund 9% begründet sich weitestgehend durch die geringeren Produktionsvolumen (-8%). Anders als in den Vorjahren werden die Fördermengen des laufenden Bohrprogramms erst im zweiten Halbjahr signifikante Volumen beisteuern. Der niedrigere Ölpreis konnte durch einen höheren Ölanteil von 64% (Vorjahr: 58%) und den gestiegenen Gaspreis (+43%) weitestgehend kompensiert werden.

Das EBITDA lag nach 6 Monaten bei 70,5 Mio. Euro (Vorjahr: 83,8 Mio. Euro) und war in Höhe von rund 5 Mio. Euro belastet, insbesondere durch Wechselkursveränderungen und Vorlaufkosten des Bohrprogramms auf den westlichen Flächen des Powder River Basin. Der Konzernüberschuss belief sich auf 15,5 Mio. Euro (Vorjahr: 24,8 Mio. Euro).

Der operative Cash Flow stieg auf 89,9 Mio. Euro (Vorjahr: 84,9 Mio. Euro) und der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit sank auf 64,9 Mio. Euro (Vorjahr: 113,8 Mio. Euro), davon entfielen 57 Mio. Euro auf Investitionen in neue Bohrungen. Der Free Cashflow war mit 25 Mio. Euro deutlich positiv. Das Eigenkapital lag bei 208,4 Mio. Euro. Die Nettoverschuldung sank von 157 Mio. Euro per 31. Dezember 2024 um über 10% auf 140,4 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote blieb trotz des schwächeren US-Dollar, der im Juni gezahlten Rekorddividende und dem laufenden Aktienrückkaufprogramm nahezu gleich bei 40,2% (30. Juni 2024: 41,5%).

Der Materialaufwand sank leicht auf 19,3 Mio. Euro (Vorjahr: 19,6 Mio. Euro). Je Barrel lagen die Betriebskosten im Vergleich zum Gesamtjahr 2024 auf einem leicht geringeren Niveau von 8,47 USD/BOE (Vorjahr: 9,00 USD/BOE). Die Abschreibungen für Öl- und Gasförderanlagen stiegen auf 17,01 USD/BOE (Vorjahr: 16,46 USD/BOE).

Durch die US-Steuerreform („One Beautiful Bill“) profitiert die Deutsche Rohstoff künftig von weiteren Sofortabschreibungsregelungen auf Investitionen in Öl- & Gasbohrungen sowie von einer höheren Abzugsfähigkeit von Schuldzinsen. Der Liquiditätsvorteil im laufenden Jahr wird aus heutiger Sicht in Höhe eines mittleren einstelligen Millionenbetrages erwartet.

Operative Entwicklung

Die Entwicklung des operativen Geschäfts in den USA verlief sehr erfreulich. Alle Bohrplätze aus dem Bohrprogramm des Vorjahres 2024 produzierten kumuliert bis Mitte 2025 mehr Öl als in den Basisannahmen, die für die Investitionsentscheidungen des Konzerns maßgeblich sind. Die letzten sieben Bohrungen aus 2024 auf dem Cottonwood-Pad förderten in den ersten 8 Monaten seit ihrem Produktionsstart die erwartete Ölmenge für das komplette erste Produktionsjahr. Auch die ersten vier Niobrara-Bohrungen des Bohrprogramms 2025 auf dem Chinook-Pad sind sehr vielversprechend angelaufen und produzieren seit Ende Juni homogen auf sehr hohem Niveau. Die Kosten der vier Chinook-Bohrungen konnten erneut gesenkt werden und lagen erstmalig für einen kompletten Bohrplatz durchschnittlich unter 9 Mio. USD pro Zwei-Meilen-Bohrung.

Nach umfangreichen Vorarbeiten läuft seit April auch erstmalig ein größeres Bohrprogramm auf den Flächen im Westen des Powder River Basins, wo insgesamt sechs Bohrungen geplant sind, jeweils drei davon in die Niobrara- und die Mowry-Formation. Die erste der drei geplanten Bohrungen in die tiefere Mowry-Formation konnte trotz einiger technischer Herausforderungen erfolgreich abgeteuft werden. Die zweite Bohrung in die Mowry-Formation war bereits signifikant schneller. Die sechs Bohrungen sollen nach Abschluss der Bohrungen im dritten Quartal fertiggestellt werden und im Laufe des vierten Quartals in die Produktion gehen.

Die vier Tochterunternehmen in den USA produzierten im ersten Halbjahr durchschnittlich 13.659 BOE pro Tag (Vorjahr: 14.763 BOE pro Tag), was einer Gesamtproduktion von 2,47 Mio. BOE (Vorjahr: 2,67 Mio. BOE) entspricht. 1.575.509 Barrel entfielen auf Erdöl (Vorjahr: 1.560.048 Barrel), der Rest auf Erdgas und Kondensate. Alle Mengenangaben entsprechen dem Nettoanteil des Konzerns.

Bestätigung der Prognose

Im ersten Halbjahr konnte der Konzern bereits deutlich mehr als die Hälfte des oberen Endes der jeweiligen Bandbreite für Umsatz und EBITDA erwirtschaften. Der Vorstand bestätigt deshalb die Prognose für 2025. Es wird weiterhin ein Umsatz von 170 bis 190 Mio. Euro und ein EBITDA von 115 bis 135 Mio. Euro erwartet. Basis für die Prognose ist ein WTI-Ölpreis von 60 USD, ein Gaspreis von 3 USD/mcf und ein USD/Euro-Wechselkurs von 1,10.

Der Halbjahresbericht der Deutsche Rohstoff AG kann ab sofort auf der Homepage der Gesellschaft abgerufen werden.

www.fixed-income.org 


 

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