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VERBUND AG: Gute Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr

Bereits Ende 2022 setzte eine leichte Entspannung an den Energiemärkten ein, die sich in den Quartalen 1–2/2023 fortsetzte. Die Großhandelspreise für Gas sanken im Vergleich zum Vorjahr in der ersten Jahreshälfte 2023 deutlich. Neben den hohen Füllständen der Gasspeicher ist dies auch mit  der schwächeren Nachfrage nach Gas begründet. Damit einhergehend sanken auch die Großhandelspreise für Strom. Das Markumfeld ist jedoch nach wie vor sehr volatil.

Innerhalb der drei Stoßrichtungen der Mission V – dem langfristigen und umfassenden Transformationsprogramm von VERBUND – konnten in den Quartalen 1–2/2023 weitere Erfolge sowohl im Bereich der Wasserkraft als auch im Bereich der neuen erneuerbaren Energien und im Netzbereich erzielt werden. Die zur Stärkung unserer erneuerbaren Stromerzeugung im Bau befindlichen Wasserkraftwerksprojekte (Reißeck II plus, Limberg III, Gratkorn) laufen planmäßig. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der neuen Erneuerbaren konnten ebenfalls Erfolge erzielt werden. VERBUND schloss im Juni 2023 die Akquisition der Solarpower Holding GmbH ab. Mit diesem Schritt stärkt VERBUND seine Positionierung am Photovoltaik-Markt für Großkunden in Österreich und erweitert seine Aktivitäten auf allen Wertschöpfungsstufen im Photovoltaik-Bereich. Die Umsetzung der Wind- und Photovoltaik-Projekte in Spanien wie auch in weiteren Auslandsmärkten lagen weitestgehend im Plan. Im Juni 2023 wurde in der Nähe von Sevilla (Spanien) das 39-MW-Wind-Projekt Loma de los Pinos in Betrieb genommen. Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Energiewende sind starke und stabile Stromnetze. Um die Energiewende sowie die Dekarbonisierung von Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft zu ermöglichen, erreichte die Austrian Power Grid AG im abgeschlossenen Quartal 2/2023 einen bedeutenden Meilenstein: Die oberösterreichische Landesregierung, als verfahrensführende UVP-Behörde, bestätigte die Umweltverträglichkeit für das Projekt „Sichere Stromversorgung Zentralraum Oberösterreich“. Zudem werden Bauprojekte wie die 380-kV-Salzburgleitung, die 220-kV-Reschenpassleitung sowie diverse Umspannwerk-Projekte planmäßig umgesetzt.

Das VERBUND-Ergebnis konnte in den Quartalen 1–2/2023 gesteigert werden. Das EBITDA stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 63,6% auf 2.255,2 Mio. Euro. Das berichtete Konzernergebnis erhöhte sich um 57,5% auf 1.287,2 Mio. Euro, das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis (Einmaleffekte Q1–2/2023: –20,2 Mio. Euro; Q1–2/2022: +82,6 Mio. Euro) stieg um 78,0%. Der Erzeugungskoeffizient der Laufwasserkraftwerke lag mit 0,95 um 5 Prozentpunkte unter dem langjährigen Durchschnitt aber um 5 Prozentpunkte über dem Vergleichswert des Vorjahres. Die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke stieg in den Quartalen 1–2/2023 gegenüber der Vorjahresberichtsperiode um 6,2%. Die Erzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich somit um 947 GWh auf 15.054 GWh. Deutlich positiv auf die Ergebnisentwicklung wirkten die für die Berichtsperiode relevanten stark gestiegenen Terminmarktpreise auf dem Großhandelsmarkt für Strom. Die Spotmarktpreise waren in den Quartalen 1–2/2023 hingegen rückläufig. Der durchschnittlich erzielte Absatzpreis im Bereich der Eigenerzeugung aus Wasserkraft konnte um 69,6 Euro/MWh auf 182,1 Euro/MWh gesteigert werden. Positive Effekte resultierten darüber hinaus aus der gestiegenen Erzeugung aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen, insbesondere aus den Inbetriebnahmen in Spanien. Zusätzlich positiv wirkte der höhere Ergebnisbeitrag der Gas Connect Austria GmbH im Segment Netz. Ergebnismindernd wirkten hingegen die deutlich geringere thermische Erzeugung und der negative Ergebnisbeitrag des Segments Absatz, bedingt unter anderem durch die hohen Beschaffungskosten. Auch die in Österreich seit Dezember 2022 wirksamen Maßnahmen zur Umsetzung der inframarginalen Erlösabschöpfung bzw. die Gewinnabschöpfung in Rumänien wirkten mit insgesamt rund 172 Mio. Euro negativ auf das Ergebnis.

Ergebnisausblick für 2023 angepasst

Auf Basis einer durchschnittlichen Eigenerzeugung aus Wasser-, Wind- und PV-Produktion in den Quartalen 3–4/2023 sowie der Chancen- und Risikolage wird für das Geschäftsjahr 2023 ein EBITDA zwischen rund 3.800 und 4.200 Mio. Euro und ein berichtetes Konzernergebnis zwischen rund 2.050 und 2.300 Mio. Euro erwartet. VERBUND plant für das Geschäftsjahr 2023 eine Ausschüttungsquote zwischen 45% und 55% bezogen auf das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis in Höhe von zwischen rund 2.070 und 2.320 Mio. Euro.

Der Ergebnisausblick und die Angabe über die voraussichtliche Ausschüttungsquote erfolgt unter dem Vorbehalt keiner weiteren negativen Auswirkungen von möglichen energiepolitischen Maßnahmen zur teilweisen Abschöpfung von Gewinnen bei Energieunternehmen.

www.green-bonds.com – Die Green Bond Plattform.
Foto: © VERBUND AG


 

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