Die 4finance Holding S.A., eine der größten digitalen Konsumentenkreditgruppen Europas, hat die ungeprüften Konzernergebnisse für die sechs Monate bis zum 30. Juni 2025 bekannt gegeben.
Operative Highlights
Im April 2025 überschritt das Online-Kreditvolumen der Gruppe seit ihrer Gründung die Marke von 11 Mrd. Euro.
Das Online-Kreditvolumen blieb im Berichtszeitraum mit 256,7 Mio. Euro stabil und sank im Vergleich zum Vorjahr um 8%. Dies entspricht dem Fokus der Gruppe auf nachhaltige Profitabilität statt Volumenwachstum.
Neue Märkte: Fortsetzung des gezielten schrittweisen Ansatzes. Das britische Joint Venture (ondal.co.uk) entwickelt sich gut, mit positiven Betriebskosten und deutlich steigenden Kreditvolumina. Im Februar 2025 startete in Georgien ein Pilotprojekt, das das Produktangebot um Autokredite weiter diversifiziert. Das Geschäft in Mexiko (kimbi.mx) bleibt herausfordernd und ist noch nicht skalierbar. Im Rahmen seiner strategischen Wachstumspläne prüft die Gruppe Möglichkeiten in anderen Schwellenländern.
Die Kreditvergabe der TBI Bank stieg im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 23% auf 653,2 Mio. Euro, verglichen mit 531,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Finanzielle Highlights
Die Zinserträge stiegen im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 11% auf 235,5 Mio. Euro, verglichen mit 212,7 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2024.
Die Aufwand-Ertrags-Relation lag im Berichtszeitraum bei 39,2%, eine Verbesserung gegenüber 42,4% im Vorjahreszeitraum. Kostendisziplin und operative Effizienz stehen weiterhin im Fokus des Unternehmens.
Das bereinigte EBITDA der Gruppe belief sich im Berichtszeitraum auf 89,6 Mio. Euro, ein Plus von 19% gegenüber dem Vorjahr, was einer bereinigten EBITDA-Marge von 38% entspricht. Das bereinigte Online-EBITDA stieg im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 14% auf 23,7 Mio. Euro. Der Zinsdeckungsgrad beträgt zum Zeitpunkt dieses Berichts das 2,1-Fache.
Der Konzernüberschuss stieg im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 14% auf 26,0 Mio. Euro. Der Online-Überschuss stieg im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 12% auf 5,4 Mio. Euro.
Die fundamentalen Indikatoren zur Vermögensqualität auf Produktebene blieben weitgehend stabil. Die Netto-Wertberichtigungen der Gruppe in Höhe von 90,6 Mio. Euro im Berichtszeitraum spiegeln das größere Portfolio wider. Die Gesamtrisikokosten lagen im ersten Halbjahr 2025 bei 11,9%, eine Verbesserung gegenüber 13,0% im Vorjahreszeitraum.
Die Nettoforderungen stiegen zum 30. Juni 2025 um 6% auf 1.394,4 Mio. Euro, verglichen mit 1.315,9 Mio. Euro zum Jahresende 2024.
Die Brutto-NPL-Quote lag zum 30. Juni 2025 bei 10,2% (13,8% für Online-Geschäfte), verglichen mit 9,6% zum 31. Dezember 2024 (12,4% für Online-Geschäfte). Die NPL-Quote der TBI lag zum 30. Juni 2025 bei 9,7% (9,2% zum 31. Dezember 2024).
Liquidität und Finanzierung
Robuste Liquiditätslage mit 59,7 Mio. Euro liquiden Mitteln im Online-Geschäft zum Ende des Berichtszeitraums. Im April 2025 gab der Konzern den Verkauf der TBI Bank bekannt. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der endgültigen behördlichen Genehmigungen.
Kieran Donnelly, CEO von 4finance, kommentierte:
„Wir haben im ersten Halbjahr 2025 erneut eine solide Leistung erzielt. Die Profitabilität verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr weiter auf 26 Millionen Euro und das bereinigte EBITDA stieg im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 19% auf 90 Millionen Euro. Die Kreditnachfrage bleibt stark, wobei wir der Kreditqualität Vorrang vor dem Volumen geben, um eine nachhaltige Profitabilität zu gewährleisten.
„Der Verkauf der TBI Bank verläuft planmäßig und steht unter dem Vorbehalt der endgültigen behördlichen Genehmigungen, die wir voraussichtlich im vierten Quartal 2025 erhalten werden. Unser strategischer Fokus liegt auf der Stärkung unseres Online-Kerngeschäfts und der Nutzung langfristiger Wachstumschancen.“
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