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Amprion: Adjustiertes Konzernergebnis steigt um 19% auf 343 Mio. Euro

Erfolgreiche Begebung der ersten Hybrid-Anleihe

© Amprion

Die Umsatz­erlöse nach IFRS sanken beim Über­tragungs­netz­betreiber Amprion im ersten Halbjahr 2026 um rund 11% auf 2,7 Mrd. Euro im Vergleich zum Vor­jahres­zeitraum. Dieser Rückgang ist wesent­lich bedingt durch geplante regulato­rische Aus­gleichs­effekte.

Auf Ebene des EBITDA und Konzernergebnisses werden aufgrund von regulatorischen Schwankungen Adjustierungen vorgenommen, um eine periodengerechtere Geschäftsentwicklung darzustellen. Vor diesem Hintergrund stieg das adjustierte EBITDA um rund 16% auf rund 920 Mio. Euro und das adjustierte konsolidierte Konzernergebnis um rund 19% auf 343 Mio. Euro. Dieses enthält erstmals auch Adjustierungen aufgrund regulatorischer Änderungen bzgl. der Aktivierung von Fremdkapitalzinsen, die bisher im berichteten Konzernergebnis direkt enthalten waren. Auch der um regulatorische Effekte bereinigte FFO lag mit 702 Mio. Euro etwa 26% über dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Erste Energiekorridore vor der Fertigstellung

Die Investitionen gemäß HGB betrugen rund 2,0 Mrd. Euro und stiegen damit um rund 4% im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum. Ab Ende des Jahres 2026 plant Amprion jedes Jahr die Fertigstellung eines Großprojekts – die sogenannten Energie-Korridore, die den stromerzeugenden Norden Deutschlands mit den Industriezentren im Westen und Süden des Landes verbinden. Die Fertigstellung des Projektes Ultranet ist für Ende 2026 geplant.

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 werden insgesamt Investitionen in den Um- und Ausbau des Übertragungsnetzes von rund 7 Mrd. Euro erwartet. Bis Ende 2030 liegt das geplante Investitionsvolumen bei rund 42 Mrd. Euro.

Weiterentwicklung der Finanzierungsstrategie

Amprion hat seine grüne Finanzierungsstrategie im ersten Halbjahr 2026 erfolgreich weiterentwickelt und die Diversifizierung seiner Finanzierungsinstrumente konsequent vorangetrieben. Zum Jahresauftakt platzierte das Unternehmen eine grüne Triple-Tranche-Senior-Anleihe in einem Gesamtvolumen von 2,6 Mrd. Euro.

Im April folgte die erstmalige Platzierung einer grünen Dual-Tranche-Hybridanleihe in einem Gesamtvolumen von 1,0 Mrd. Euro. Hybridkapital stellt für Amprion fortan einen wesentlichen Baustein in der Kapitalstruktur für die Wachstumsfinanzierung dar.

Der bestehende Konsortialkreditvertrag wurde frühzeitig refinanziert und das Volumen mehr als verdoppelt. Die neue syndizierte Kreditlinie über 6,5 Mrd. Euro wurde mit insgesamt 15 Banken abgeschlossen. Mit dem erweiterten und stärker international ausgerichteten Bankenkreis stärkt Amprion seinen finanziellen Handlungsspielraum für die Umsetzung des Investitionsprogramms. Das erweiterte Volumen des Konsortialkreditvertrags trägt gleichzeitig den Anforderungen der internationalen Ratingagenturen Rechnung, die Amprions Kreditwürdigkeit weiterhin mit soliden Investmentgrade-Ratings bewerten.

Erwartete Eigenkapitalzuführungen in großen Teilen gesichert

Ebenfalls im ersten Halbjahr hat die RWE AG (RWE) einen indirekten Anteil von rund 35% an Amprion vom Mehrheitsgesellschafter M31 Beteiligungsgesellschaft mbH & Co Energie KG erworben. Zusammen mit den Anteilen aus der RWE Alkaios Holding GmbH, dem Joint Venture zwischen der RWE und Apollo Global Management, hält RWE nun insgesamt einen indirekten Anteil an Amprion von rund 55%. Die direkte Eigentümerstruktur von Amprion bleibt unverändert. Über diese Beteiligungen stellt RWE bis zum Jahr 2031 Eigenkapital in Höhe von etwa 6,5 Mrd. Euro zur Verfügung. Das deckt mehr als die Hälfte des von Amprion für die kommenden Jahre geplanten Eigenkapitalbedarfs ab.

Peter Rüth, CFO von Amprion: „Wir konnten zum Halbjahr 2026 wichtige Meilensteine im Rahmen unserer Finanzierungsstrategie und in einigen Großprojekten erreichen, begleitet von einem sehr guten operativen Ergebnis. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen unserer Anteilseigner und des Kapitalmarktes, um diesen erfolgreichen Pfad mit uns weiterzugehen.“

Green Finance Investor Report 2025

Im Zuge der Halbjahresberichterstattung hat Amprion auch seinen jährlich erscheinenden Green Finance Investor Report veröffentlicht. Der Bericht bietet Investoren umfassende Informationen und ein hohes Maß an Transparenz über die sachgerechte Verwendung der Mittelzuflüsse aus den grünen Anleihen. Amprion verfolgt bei der Allokation der Mittel einen Projektportfolioansatz. Zum Stichtag 31.12.2025 belief sich das grüne Projekt-Portfolio auf 14,7 Mrd. Euro. Demgegenüber stehen eingeworbene Mittel von 7,6 Mrd. Euro.

Die zufließenden Mittel werden ausschließlich für nachhaltige Projekte verwendet, die den Kriterien des Amprion Green Finance Frameworks entsprechen.

www.green-bonds.com – Die Green Bond-Plattform.

 

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