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ENCAVIS: Ergebnis unter Vorjahr, Anpassung der Guidance für das laufende Geschäftsjahr

Der SDAX-notierte Wind- und Solar­park­betreiber Encavis AG liegt nach neun Monaten des Geschäfts­jahres 2024 bei Umsatz und Ergebnis aufgrund von nicht planbaren Ereignissen trotz gering­fügig gestiegener Strom­produktion und starkem Zuwachs im Segment Service deutlich unter den Werten des Vergleichs­zeitraumes des Vorjahres (ohne Hinzu­rechnung der Kosten des freiwilligen öffentlichen Übernahme­angebots durch die Elbe BidCo AG).

Die Stromproduktion, die im Vorjahreszeitraum bei 2.673 Gigawattstunden (GWh) lag, stieg nach drei Quartalen im Geschäftsjahr 2024 auf rund 2.677 GWh.

Die erzielten operativen Netto-Umsatzerlöse nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2024 in Höhe von rund 321,6 Mio. Euro lagen um rund 34,5 Mio. Euro (-10%) unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von 356,1 Mio. Euro (nach Abzug der Strompreisbremsen). Das operative bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (operatives EBITDA) verzeichnet in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024 mit 201,3 Mio. Euro einen deutlichen Rückgang um rund 44,8 Mio. Euro (-18%) gegenüber dem Vorjahreswert von 246,1 Mio. Euro. Daraus resultiert ein operatives bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) für die ersten drei Quartale 2024, das mit 109,3 Mio. Euro einen deutlichen Rückgang um rund 49,5 Mio. Euro (-31%) gegenüber dem Vorjahreswert von 158,9 Mio. Euro ausweist.

Dieses Ergebnis ist durch folgende Entwicklungen beeinflusst, die zum überwiegenden Teil nicht vorhersehbar waren: Die Umsatzrückgänge gehen zu einem großen Teil auf das zinsumfeldbedingt schwierige Geschäft des Encavis Asset Managements sowie verspätete Inbetriebnahmen zurück. Im laufenden Geschäftsjahr hat Encavis bereits sieben Projekte erfolgreich ans Netz angeschlossen; bei diesen und einigen weiteren Wind- und Solarparks ergaben sich teilweise technisch bedingte Verzögerungen, so dass geplante Umsätze in diesem Jahr noch nicht realisiert werden konnten.

Zum anderen erklären sich die Umsatzeinbußen durch ungünstigere meteorologische Bedingungen, insbesondere in Südeuropa. Nach einem überdurchschnittlich guten Wetter für Wind und Solar im Vorjahr, welches weit über dem von uns regelmäßig angenommenen Standardwetter (einem 30-Jahres-Durchschnitt) lag, war das Wetter in diesem Jahr in der europaweiten Betrachtung bislang deutlich schlechter als das erwartete Standardwetter. Zudem ist das gesamte Jahr 2024 durch ein geringeres Strompreisniveau geprägt als kriegs- und energiekrisenbedingt im Vorjahr. Außerdem kamen im ersten Halbjahr 2024 erstmals umsatzmindernde Abschaltungen von Parks aufgrund negativer Strompreise in Spanien und Finnland hinzu. Im Vorjahreszeitraum war zudem eine signifikante nachträgliche Vergütung in den niederländischen Solarparks für das Jahr 2022 enthalten, die sich umsatzerhöhend ausgewirkt hatte.

Diese Effekte, die sich dann in den Ergebnissen der anderen KPIs widerspiegeln, konnten nicht durch die neu erworbenen beziehungsweise ans Netz angeschlossenen Solar- und Windparks und auch nicht durch die im Segment Service deutlich gestiegenen Umsatzerlöse kompensiert werden. Hier wurden Umsätze in Höhe von 49,2 Mio. Euro erwirtschaftet, die den Vorjahreswert um 9,2 Mio. Euro (+23%) übertrafen (Vorjahr: 40,0 Mio. Euro).

Analog zur Ergebnisentwicklung in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024 reduzierte sich der operative Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um rund 10,2 Mio. Euro (-6%) auf rund 173,5 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreswert von 183,7 Mio. Euro. Daraus resultiert ein operativer Cashflow je Aktie nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2024 in Höhe von 1,07 Euro (Vorjahr: 1,14 Euro). Die Eigenkapitalquote zum 30. September 2024 sinkt auf 30,9% gegenüber dem Vorjahreswert von 33,8% und dem Jahresultimo 2023 von 33,2%.

Aufgrund der beschriebenen Entwicklungen passt der Vorstand die Guidance für das laufende Geschäftsjahr 2024 bei den folgenden KPIs wie folgt an:

Umsatz: 425 Mio. Euro (-8%, ursprüngliche Guidance: > 460 Mio. Euro)
EBITDA: 260-270 Mio. Euro ( -13%- -10%, ursprünglich: > 300 Mio. Euro)
EBIT: 135-145 Mio. Euro (-23% - -17% ursprünglich: > 175 Mio. Euro)
Operativer Cashflow: 225-235 Mio. Euro (-13% - -10%, ursprünglich: > 260 Mio. Euro)
Operativer Cashflow pro Aktie: 1,39 – 1,45 Euro (-14% - -10%, ursprünglich: 1,62 Euro)

Über ENCAVIS:
Die Encavis AG (Prime Standard; ISIN: DE0006095003; Börsenkürzel: ECV) ist ein im SDAX der Deutsche Börse AG notierter Produzent von Strom aus Erneuerbaren Energien. Als einer der führenden unabhängigen Stromerzeuger (IPP) erwirbt und betreibt ENCAVIS (Onshore-)Wind- und Solarparks in zwölf Ländern Europas. Die Anlagen zur nachhaltigen Energieerzeugung erwirtschaften stabile Erträge durch garantierte Einspeisevergütungen (FIT) oder langfristige Stromabnahmeverträge (PPA). Die Gesamterzeugungskapazität des Encavis-Konzerns beträgt aktuell rund 3,6 Gigawatt (GW), davon rund 2,2 GW durch die Encavis AG, das entspricht einer Einsparung von rund 0,8 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr allein durch die Encavis AG. Zudem sind aktuell im Konzern mehr als 1,2 GW an Kapazitäten im Bau, davon gut 900 MW im Eigenbestand.

Innerhalb des Encavis-Konzerns ist die Encavis Asset Management AG auf den Bereich der institutionellen Investoren spezialisiert. Die auch zum Encavis-Konzern gehörende Stern Energy S.p.A. mit Hauptsitz in Parma, Italien, ist ein spezialisierter Anbieter technischer Dienstleistungen für die europaweite Errichtung, den Betrieb, die Wartung sowie das Revamping und Repowering von Photovoltaik-Anlagen.

ENCAVIS ist Unterzeichner der UN Global Compact sowie des UN PRI-Netzwerks. Die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistungen der ENCAVIS AG wurden von zwei der weltweit führenden ESG Research- und Ratingagenturen ausgezeichnet. MSCI ESG Ratings bewertet die Nachhaltigkeitsleistung mit einem "AA"-Level, die international ebenfalls renommierte ISS ESG verleiht ENCAVIS den "Prime"- Status (A-), das Carbon Disclosure Project (CDP) verleiht ENCAVIS ihr Klima-Rating „B“ und Sustainalytics vergibt ein „geringes Risiko“ innerhalb ihres ESG-Risiko-Ratings.

www.green-bonds.com – Die Green Bond Plattform.
Foto: © ENCAVIS


 

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