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Deutsche Rohstoff AG: Umsatz über Prognose, EBITDA am oberen Rand der Bandbreite

Jan-Philipp Weitz, CEO © Deutsche Rohstoff AG

Die Deutsche Roh­stoff AG, Mann­heim, hat die vor­läufigen Zahlen für das Geschäfts­jahr 2025 vorgelegt. Der Umsatz 2025 war mit 195,1 Mio. Euro um 3% über dem oberen Rand der Prognose­spanne von 170 bis 190 Mio. Euro (Vorjahr: 235,4 Mio. Euro). Das EBITDA 2025 betrug 132,0 Mio. Euro und war damit am oberen Ende der Prognose­spanne von 115 bis 135 Mio. Euro (Vorjahr: 167,6 Mio. Euro). Das Konzern­ergebnis betrug 28,9 Mio. Euro (Vorjahr: 50,2 Mio. Euro). Das Konzern­eigen­kapital lag bei rund 220 Mio. Euro (Vorjahr: 237,5 Mio. Euro). Der positive operative Free Cash Flow betrug rund 25 Mio. Euro.

Jan-Philipp Weitz, CEO, sagt: „2025 war für die Deutsche Rohstoff AG trotz der deutlich geringeren Ölpreise erneut ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir konnten unsere Kosten pro Bohrung weiter senken und haben einige der bisher besten Bohrungen in die Produktion gebracht. Mit der stabilen Produktion aus über 225 Bohrungen und den guten Ergebnissen 2025 haben wir es geschafft, unsere Öl- und Gasreserven um 46% zu steigern. Auch für 2026 haben wir allen Grund optimistisch zu sein. Mit dem Bohrprogramm wurde bereits begonnen und wir können aufgrund der bisher geringen Hedgingquote an den gestiegenen Ölpreisen partizipieren. Dazu kommt die sehr positive Entwicklung von Almonty Industries.“

Henning Döring, CFO, ergänzt: „Durch erneute Effizienzsteigerungen und Disziplin beim Bohrprogramm haben wir 2025 einen hohen Free Cash Flow erwirtschaftet. Zusammen mit der Liquidität aus der neuen Anleihe und der bilanziellen Stärke ist die Deutsche Rohstoff finanziell hervorragend aufgestellt.“

Finanzielle Entwicklung
Der Deutsche Rohstoff Konzern hat im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz in Höhe von 195,1 Mio. Euro (Prognose 170 bis 190 Mio. Euro; Vorjahr: 235,4 Mio. Euro) erzielt und konnte sich damit im Umfeld niedrigerer Ölpreise und eines schwächeren US-Dollar sehr gut behaupten. Obwohl im Geschäftsjahr 2025 nur zehn neue Bohrungen in die Produktion genommen wurden (Vorjahr: 27 neue Bohrungen, davon 17 Bohrungen als Betriebsführer und 10 Bohrungen in einer Minderheitsbeteiligung („Non-Op“)), lag die produzierte Ölmenge fast auf dem Vorjahreswert, was auf die hohe Produktionsbasis aus mittlerweile über 225 Bohrungen zurückzuführen ist.

Der Umsatzrückgang zum Vorjahr von 17% ist vor allem durch den gesunkenen Ölpreis (-14%) und den schwächeren USD-Wechselkurs (-4%) begründet. Teilweise kompensiert wurde der Rückgang durch die starken Ölmengen bzw. den gestiegenen Ölanteil an der Produktion von jetzt 65% (+5%P vs. VJ) sowie den höheren realisierten Gaspreisen (+57%).

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) 2025 lag bei 132,0 Mio. Euro (Prognose 115 bis 135 Mio. Euro; Vorjahr: 167,6 Mio. Euro). In Höhe von rund 10 Mio. Euro belasteten Wechselkursveränderungen, Vorlaufkosten des Bohrprogramms auf den westlichen Flächen des Powder River Basins und die Überarbeitung von zahlreichen älteren Bohrungen, darunter des größten Bohrplatzes in Colorado, das Ergebnis. Der Konzernüberschuss nach Minderheiten belief sich auf 28,9 Mio. Euro bzw. 6,03 Euro pro Aktie (Vorjahr: 50,2 Mio. Euro bzw. 10,26 Euro pro Aktie). Der Umsatz liegt damit leicht oberhalb und das EBITDA am oberen Rand der im April 2025 veröffentlichten Prognosebandbreite (vgl. Meldung vom 23. April 2025).

Der vorläufige operative Cash Flow belief sich im Jahr 2025 auf rund 135 Mio. Euro (Vorjahr: 143,6 Mio. Euro). Die Auszahlungen für Investitionen in neue Bohrungen,  Infrastruktur und neue Flächenakquisitionenlagen mit rund 110 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahr (180,4 Mio. Euro). Der operative Free Cash Flow fiel mit rund 25 Mio. Euro klar positiv aus. Das Eigenkapital lag bei 220,4 Mio. Euro (Vorjahr: 237,5 Mio. Euro). Liquide Mittel (Bankguthaben und Wertpapiere des Umlaufvermögens) standen dem Konzern am 31. Dezember 2025 in Höhe von rund 65,2 Mio. Euro (Vorjahr: 19,7 Mio. Euro) zur Verfügung. Die Nettoverschuldung sank von 157 Mio. Euro per 31. Dezember 2024 auf rund 150 Mio. Euro. Der Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten in Relation zum EBITDA) lag bei 1,1 (Vorjahr: 0,9). Die Eigenkapitalquote sank auf 38% (Vorjahr: 43%), begründet durch die Bilanzverlängerung infolge der Anleiheemission im November 2025 und den schwächeren US-Dollar.

Der Materialaufwand sank auf 43,3 Mio. Euro (Vorjahr: 44,9 Mio. Euro). Je Barrel lagen die Betriebskosten im Vergleich zum Gesamtjahr 2024 auf einem leicht höheren Niveau von 9,90 USD/BOE (31. Dezember 2024: 9,00 USD/BOE). Die Abschreibungen für Öl- und Gasförderanlagen sanken leicht auf 16,31 USD/BOE (31. Dezember 2024: 16,46 USD/BOE).

Operative Entwicklung
Der Umsatz im vierten Quartal 2025 lag bei 45,0 Mio. Euro, das EBITDA belief sich auf 30,3 Mio. Euro, das Konzernergebnis auf rund 6,9 Mio. Euro.

Die vier Tochterunternehmen in den USA produzierten im Jahr 2025 durchschnittlich rund 13.550 BOE pro Tag (Vorjahr: 14.700 BOE pro Tag), was einer Gesamtproduktion von 4,94 Mio. BOE (Vorjahr: 5,39 Mio. BOE) entspricht. 3.199.967 Barrel entfielen auf Erdöl (Vorjahr: 3.245.980 Barrel), der Rest auf Erdgas und Kondensate. Alle Mengenangaben entsprechen dem Nettoanteil des Konzerns. Für das Gesamtjahr wurden nach Hedges für Öl 64,77 USD/BBL (Vorjahr: 73,04 USD/BBL) realisiert. Der durchschnittlich realisierte Preis nach Hedges für Erdgas betrug rund 3,13 USD/mcf (Vorjahr: 2,13 USD/mcf). Der Ölanteil stieg im Jahresdurchschnitt 2025 auf 65% (Vorjahr: 60%).

Alle Zahlen für 2025 sind vorläufig und ungeprüft. Den geprüften Konzernabschluss und den Geschäftsbericht wird die Deutsche Rohstoff AG voraussichtlich am 23. April 2026 veröffentlichen.

www.fixed-income.org

 

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