Die Formycon AG hat gestern zahlungsunwirksame Wertminderungen auf FYB201 und FYB202 bekannt gegeben und die Prognose für das bereinigte EBITDA angepasst. Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2026 unverändert Umsatzerlöse von 60 Mio. bis 70 Mio. EUR und ein EBITDA von 0 Mio. bis 10 Mio. EUR, jeweils am unteren Ende der Spanne der bisherigen Prognose, sowie ein Nettoumlaufvermögen (Working Capital) zum Jahresende von 20 Mio. bis 30 Mio. EUR. Das bereinigte EBITDA erwartet der Vorstand nunmehr bei -15 Mio. bis -5 Mio. EUR (bisher 5 Mio. bis 15 Mio. EUR). Grund hierfür ist das Ergebnis der Beteiligung an der Bioeq AG, das im bereinigten EBITDA enthalten ist und mit den Umsatzerwartungen für FYB201 sinkt.
Formycon hat im Juni letzten Jahres einen vierjährigen Nordic Bond im Volumen von 70 Mio. Euro emittiert. Der Kupon liegt 700 bp über dem 3-Monats-Euribor. Aktuell beträgt der Kupon bei 9,636% p.a. (ISIN NO0013586024, WKN A4DFJH). Die Anleihe wurde von IKB Deutsche Industriebank AG und Pareto Securities AS begleitet.
An der Börse Frankfurt werden gegen 8.30 Uhr Kurse von 75,50% zu 85,00% gestellt.
Die Formycon-Anleihe reiht sich damit in eine Serie von Enttäuschungen bei Nordic Bonds ein. In den letzten Monaten hatten bereits LR Health & Beauty, Booster Precision Components und Homann Holzwerkstoffe enttäuscht. Auch die Anleihe von The Platform Group notiert sehr weit unter dem Emissionspreis. Auf die Mitarbeiter von Nordic Trustee könnte in den nächsten Monaten viel Arbeit zukommen.
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