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Homann Holzwerkstoffe steigert Umsatz, bereinigtes EBITDA durch Anlaufverluste in Litauen belastet

Ausblick 2026: Moderater Anstieg beim Umsatz und bereinigten EBITDA erwartet

© Homann Holzwerkstoffe

Die Homann Holz­werk­stoffe GmbH, einer der füh­renden europä­ischen Anbieter von dünnen, veredelten Holz­faser­platten für die Möbel-, Türen- und Beschich­tungs­industrie, hat heute ihren geprüften Konzern­ab­schluss für das Geschäfts­jahr 2025 ver­öffent­licht. In einem von geo­poli­tischen Spannungen, schwacher Kon­junktur und anhaltend gedämpfter Nachfrage nach MDF-/HDF-Platten geprägten Marktumfeld konnte die Gruppe ihre Umsatz­prognose erfüllen und den Konzern­umsatz bei weitgehend konstan­ten Preisen auf 383,1 Mio. Euro steigern (Vj.: 369,9 Mio. Euro).

Das um Währungskurseffekte bereinigte EBITDA belief sich auf 38,2 Mio. Euro (Vj.: 56,3 Mio. Euro) und lag damit – wie zuletzt prognostiziert – unter dem Vorjahreswert. Bezogen auf die Gesamtleistung entspricht dies einer EBITDA-Marge von 9,5% (Vj.: 15,3%). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die operativen Anlaufverluste in Höhe von 15,6 Mio. Euro (Vj.: 8,2 Mio. Euro) des im Mai 2025 in Betrieb genommenen Werkes in Pagiriai, Litauen, zurückzuführen. Bereinigt um diese Effekte ergibt sich für die Bestandswerke ein um Währungseffekte bereinigtes EBITDA von 53,9 Mio. Euro (Vj.: 64,4 Mio. Euro). Der verbleibende Rückgang gegenüber dem Vorjahr war hauptsächlich auf eine gestiegene Materialaufwandsquote sowie höhere sonstige betriebliche Aufwendungen zurückzuführen. Das Konzernergebnis belief sich auf –12,9 Mio. Euro (Vj.: 14,2 Mio. Euro). Ohne die operativen Anlaufverluste liegt das Ergebnis bei 12,5 Mio. Euro gegenüber 29,7 Mio. Euro im Vorjahr.

Zum 31. Dezember 2025 verringerte sich das Eigenkapital der Gruppe insbesondere aufgrund des Konzernergebnisses sowie der Reduzierung der negativen Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung auf 186,3 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 197,1 Mio. Euro). Die Bilanzsumme erhöhte sich, getrieben durch den Aufbau des Vorratsvermögens sowie eine Zunahme liquider Mittel infolge der Anleiheemission, auf 627,6 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 592,8 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote blieb trotz erhöhter Bilanzsumme auf einem soliden Niveau von 29,7% (Vj.: 33,2%).

Fritz Homann, Geschäftsführer der Homann Holzwerkstoffe GmbH: „Der Produktionsstart in Pagiriai war im Geschäftsjahr 2025 ein besonderer Meilenstein – gemeinsam mit den laufenden Investitionen in Losheim stärken wir damit die operative Basis der Gruppe nachhaltig und sehen uns für die Zukunft gut positioniert. Mit der erfolgreichen Platzierung unserer vierten Unternehmensanleihe und dem Listing an der Börse Oslo haben wir weiterhin unsere Finanzierungsbasis auf ein breiteres Fundament gestellt und unsere Sichtbarkeit am Kapitalmarkt ausgebaut.“

Refinanzierung und Stärkung der Finanzierungsstruktur
Im Juni 2025 hat die Homann Holzwerkstoffe GmbH eine neue Unternehmensanleihe über 120 Mio. Euro mit einer Laufzeit von sieben Jahren begeben und damit die Anleihe 2021/2026 vorzeitig abgelöst. Im Dezember 2025 erfolgte das Zweitlisting der Anleihe an der Börse Oslo. Ergänzend wurde die Finanzierung des Produktionswerks in Pagiriai durch die finanzierende Bank bis zum Jahr 2030 verlängert. Beide Maßnahmen verbessern die Fälligkeitsstruktur der Gruppe nachhaltig.

Produktionsstart in Litauen und Investitionen am Standort Losheim
Ein wichtiger Meilenstein des Geschäftsjahres 2025 war der Produktionsstart des Werks in Pagiriai am 8. Mai 2025. Die Hochlaufphase schreitet seitdem planmäßig voran. Mit der sukzessiven Erweiterung der Produktionsabläufe und der Integration zusätzlicher Nachbearbeitungsschritte wird der Umsatzbeitrag und die Etragskraft des Standortes schrittweise steigen.

Am deutschen Produktionsstandort in Losheim am See wurden die Investitionen in die Erneuerung und den Ausbau der Produktionsanlagen fortgesetzt. Im Juli 2025 erfolgte die Grundsteinlegung für einen neuen Lager- und Versandkomplex als Teil eines umfangreichen Investitionsplans.

Im November 2025 wurde das Joint Venture „Global MDF Industries B.V." in Ägypten durch Veräußerung der gehaltenen Anteile an den Joint-Venture-Partner beendet.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Homann Holzwerkstoffe GmbH einen moderaten Anstieg beim Umsatz und beim bereinigten EBITDA. Wesentlicher Treiber ist die weitere operative Entwicklung des Werkes in Pagiriai: Mit steigender Auslastung, optimierten Produktionsabläufen und dem Ausbau der Nachbearbeitungskapazitäten wird ein deutlich höherer Umsatzbeitrag und ein spürbarer Rückgang der Anlaufverluste – insbesondere im zweiten Halbjahr – erwartet. Diese Prognose steht unter dem Vorbehalt anhaltender geopolitischer Unsicherheiten insbesondere infolge des Nahost-Konflikts mit Kostensteigerungen bei Chemikalien und Transportkosten. Da das Geschäftsmodell der Gruppe maßgeblich auf die Weitergabe veränderter Rohstoff- und Transportkosten ausgerichtet ist, sollten negative Ergebniseffekte begrenzt bleiben – wenngleich Ausmaß und die Möglichkeit der Kostenweitergabe derzeit noch nicht abschließend zu beurteilen sind. Der Geschäftsbericht 2025 steht unter www.homann-holzwerkstoffe.de/investor-relations/presse-dokumente/finanzberichte/ zur Verfügung.

Über Homann Holzwerkstoffe
Die Homann Holzwerkstoffe GmbH mit Hauptsitz in München ist ein führender Hersteller von dünnen, hochveredelten, mitteldichten und hochdichten Holzfaserplatten (MDF/HDF). Mit den Produktionswerken in Deutschland in Losheim am See, an den polnischen Standorten Karlino und Krosno/Oder sowie am neuen Standort Pagiriai in Litauen beliefert die Gesellschaft die Möbel-, Türen- und Beschichtungsindustrie weltweit mit Schwerpunkt auf die europäischen Märkte. Das traditionsreiche Familienunternehmen ist seit 2012 am Kapitalmarkt etabliert und mit der Unternehmensanleihe 2025/2032 (ISIN: NO0013536169, WKN: A4DFTR) an der Frankfurter Wertpapierbörse sowie an der Börse Oslo notiert.

www.fixed-income.org 

 

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