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Mutares prüft Börsengang von Nord Gas Solutions (NGS)

© Pixabay

Die Mutares SE & Co. KGaA prüft einen möglichen Börsen­gang ihrer Tochter­gesell­schaft Nord Gas Solutions (NGS) in den kommenden Monaten. Das Unter­nehmen verzeichnet seit der Übernahme eine stark steigende Nachfrage nach seinen Gas­lösungen und profitiert von Investi­tionen in LNG- und Energie­infra­struktur.

NGS entstand aus dem Gasgeschäft von Wärtsilä und beschäftigt rund 500 Mitar­beitende an neun Standorten weltweit. Das Unter­nehmen ist auf Gas­handling, Kraftstoff­versorgung sowie Regasifizierungs- und Ver­flüssigungs­systeme spezialisiert.

Starkes Wachstum und solide Finanzkennzahlen
In den ersten neun Monaten 2026 steigerte NGS den Umsatz auf 459 Mio. Euro (Vorjahr: 283 Mio. Euro) und das bereinigte EBITDA auf 43 Mio. Euro (Vorjahr: 20 Mio. Euro). Der Auftragsbestand belief sich zum 30. September 2026 auf 880 Mio. Euro, ergänzt durch eine Projektpipeline von 1,8 Mrd. Euro. Für 2026 erwartet das Management einen Umsatz von über 575 Mio. Euro und ein bereinigtes EBITDA von rund 50 Mio. Euro.

Das Wachstum wird durch den steigenden Energiebedarf, Investitionen in LNG-Infrastruktur und das zunehmende Bedürfnis nach Versorgungssicherheit unterstützt. Auch das Service- und Aftermarket-Geschäft bietet weiteres Potenzial.

Positive Aussichten für 2027
Für 2027 strebt NGS ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum und eine zweistellige bereinigte EBITDA-Marge an. Bereits Ende September 2026 waren rund 92 % des geplanten Jahresumsatzes durch feste Aufträge abgedeckt. Mittelfristig soll der Umsatz auf über 800 Mio. Euro und das bereinigte EBITDA auf mehr als 100 Mio. Euro steigen.

Möglicher Börsengang als strategische Option
Mutares sieht NGS gut für die weitere Entwicklung positioniert und prüft verschiedene Exit-Möglichkeiten, darunter einen Börsengang in den nordischen Ländern. Im Falle eines IPOs beabsichtigt Mutares, vorbehaltlich marktüblicher Lock-up-Vereinbarungen, weiterhin als bedeutender Aktionär beteiligt zu bleiben.

Mutares prüft Börsengang der Tochtergesellschaft Nord Gas Solutions (NGS)
Die Mutares SE & Co. KGaA gibt bekannt, dass ihr Portfoliounternehmen Nord Gas Solutions (NGS), ein führender unabhängiger Spezialist für Gashandling, Kraftstoffversorgung, Regasifizierung und Verflüssigungssysteme, seit der Übernahme durch Mutares eine stark steigende Nachfrage nach seinen Gaslösungen verzeichnet. Dies zeigt sich unter anderem in neuen Projektaufträgen.

NGS ist aus dem Geschäftsbereich Wärtsilä Gas Solutions hervorgegangen und hat seinen Hauptsitz in Asker, Norwegen. Das Unternehmen beschäftigt rund 500 Mitarbeitende an neun Standorten weltweit. NGS ist ein globaler Technologieführer für Gaslösungen und liefert Gas- und Energietechnologien an internationale Werften, Gasproduzenten, Entwickler von Energieinfrastruktur und Industriekunden. Die wichtigsten operativen Standorte befinden sich in Norwegen, Schweden und Polen.

Peter Wagner, CEO von NGS, kommentiert: „Seit wir als eigenständiges Unternehmen agieren, haben wir unseren Auftragsbestand deutlich gesteigert. Er beläuft sich inzwischen auf EUR 880 Mio. Unsere Kunden investieren in neue Gasinfrastruktur, und wir sind gut aufgestellt, um unsere Ziele für 2026 und 2027 zu erreichen.“

Das Wachstum von NGS wird von drei zusammenwirkenden Megatrends getragen. Der weltweite Energiebedarf steigt stark, unter anderem durch den Ausbau von KI- und Rechenzentrumskapazitäten. Dies führt zu einem neuen Investitionszyklus in LNG- und Gasinfrastruktur, Schifffahrt und Regasifizierung. Gleichzeitig haben zunehmende geopolitische Spannungen den Fokus auf die Sicherung einer zuverlässigen und diversifizierten Energieversorgung verstärkt. Dies erhöht die Nachfrage nach Versorgungssicherheit und schnell einsetzbaren Lösungen wie schwimmender Infrastruktur. Darüber hinaus schafft die anhaltende Ausrichtung auf langfristige Dekarbonisierung, Energiewende und Effizienz Nachfrage nach emissionsärmeren Gaslösungen. Gemeinsam treiben diese Trends die Nachfrage nach NGS-Technologien entlang der gesamten Gaswertschöpfungskette.

NGS: Deutliche Fortschritte in der operativen Entwicklung
In den ersten neun Monaten 2026 erzielte NGS einen Umsatz von rund EUR 459 Mio. (Vorjahr: EUR 283 Mio.) und ein bereinigtes EBITDA von 43 Mio. Euro (Vorjahr: 20 Mio. Euro). Zum 30. September 2026 beträgt die Bilanzsumme von NGS 493 Mio. Euro, einschließlich eines sehr hohen Bestands an liquiden Mitteln von EUR 194 Mio. und einer berichteten Nettoliquidität von 84 Mio. Euro. Das Unternehmen hat keine Finanzverbindlichkeiten.

Für das Geschäftsjahr 2026 wird ein Gesamtumsatz von NGS von über 575 Mio. Euro bei einem bereinigten EBITDA von rund 50 Mio. Euro erwartet.

Seit der Übernahme hat Mutares gemeinsam mit dem Management von NGS gezielte Maßnahmen zur Stärkung der operativen Leistungsfähigkeit und strategischen Positionierung von NGS eingeleitet und erfolgreich umgesetzt. Diese Maßnahmen festigen die führende Marktposition entlang der Wertschöpfungskette für Gaslösungen und unterstützen den Ausbau der Umsätze im Aftermarket- und Servicegeschäft. Verbesserungen im Vertrieb und in der Projektabwicklung steigern die vertriebliche Leistungsfähigkeit und operative Effizienz und unterstützen damit die Margenentwicklung.

NGS: Starker Auftragsbestand
Die Marktposition von NGS spiegelt sich im fest beauftragten Auftragsbestand wider, der sich zum 30. September 2026 auf 880 Mio. Euro belief. Hinzu kommt eine Pipeline potenzieller Projekte in Höhe von 1,8 Mrd. Euro.

Das Kerngeschäft von NGS im Marinebereich macht weiterhin einen wesentlichen Teil des Auftragsbestands aus, während der Bereich Midstream-Infrastruktur stark wächst. Im Marinebereich erhielt NGS im August 2026 einen Auftrag zur Lieferung von Cargo-Handling- und LPG-Brennstoffversorgungssystemen für acht neue Flüssiggastanker von BW LPG mit einer Kapazität von jeweils 90.000 m³. Die Schiffe werden bei HD Hyundai gebaut, wodurch die langjährige Zusammenarbeit mit der Werftengruppe und BW LPG weiter gestärkt wird. Ein weiterer im Juni 2026 unterzeichneter Auftrag umfasst entsprechende Systeme für zwei Flüssiggastanker für Byzantine Maritime mit einer Kapazität von jeweils 40.000 m³. Die Auslieferung ist für April 2027 vorgesehen.

Für das Gesamtjahr 2027 ist das Management von NGS zuversichtlich, ein prozentual zweistelliges Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr sowie eine zweistellige bereinigte EBITDA-Marge zu erreichen. Zum 30. September 2026 waren bereits rund 92 % des für 2027 geplanten Umsatzes durch den fest beauftragten Auftragsbestand von NGS abgedeckt. NGS liegt zudem auf Kurs, seine mittelfristigen Ziele von über 800 Mio. Euro Jahresumsatz und einem bereinigten EBITDA von über EUR 100 Mio. zu erreichen.

NGS: Wachstumschancen in den Geschäftsbereichen Midstream-Infrastruktur und Services
Die Midstream-Infrastruktur ist ein wesentlicher Wachstumstreiber für NGS. Im Mittelpunkt stehen Projekte für schwimmende Speicher- und Regasifizierungseinheiten („FSRU“), bei denen der Leistungsumfang zunimmt und Kunden verstärkt umfassende Umbauleistungen nachfragen. NGS liefert das Regasifizierungsmodul für den Umbau des LNG-Tankers „Methane Patricia Camila“ durch Excelerate Energy zu einer FSRU. Die Lieferung ist für das erste Halbjahr 2028 geplant. Zudem hat NGS von Exmar einen weiteren Auftrag für ein Regasifizierungssystem für ein Umrüstprojekt im Zusammenhang mit der Erweiterung des EemsEnergyTerminals in den Niederlanden erhalten. Diese Projekte unterstreichen die etablierte Positionierung von NGS im Bereich der internationalen LNG-Importinfrastruktur. Gleichzeitig erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten der Midstream-Technologie des Unternehmens.

Für das Projekt Texas GulfLink in den USA liefert NGS Systeme zur Rückgewinnung flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) für zwei speziell konzipierte Offshore-Versorgungsschiffe. Diese Systeme fangen Emissionen beim Verladen von Rohöl auf und ermöglichen die Wiederverwendung der zurückgewonnenen Stoffe. Im Bereich des Ammoniak-Crackings haben NGS und Höegh Evi die erste Phase der Leistungstests einer Pilotanlage abgeschlossen, die Ammoniak in Wasserstoff umwandelt. Dabei wurde eine Wasserstoffreinheit von mehr als 99,5% erreicht.

Parallel dazu legt NGS einen starken Fokus auf sein margenstarkes Service- und Aftermarket-Geschäft, in dem das Management erhebliches Potenzial sieht. Mit einer installierten Basis von mehr als 1.600 Systemen weltweit ist NGS gut aufgestellt, um wiederkehrende Umsätze aus Vor-Ort-Service, Wartung, Ersatzteilen, Nachrüstungen und digitalen Dienstleistungen auszubauen.

Strategische Optionen
Mutares prüft mögliche strategische Exit-Optionen für NGS, darunter einen möglichen Börsengang in den Nordics in den kommenden Monaten. Mutares ist von den Perspektiven von NGS überzeugt und geht davon aus, im Falle eines möglichen Börsengangs vorbehaltlich marktüblicher Lock-up-Vereinbarungen ein bedeutender Aktionär zu bleiben.

www.fixed-income.org
 

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