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NZWL: Umsatz und EBITDA 2025 rückläufig

© Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH

Die Neue ZWL Zahn­rad­werk Leipzig GmbH (NZWL), ein intern­ational tätiger Produzent von Motor- und Getriebe­teilen, Zahn­rädern, Getriebe­bau­gruppen und komplett montierten Getrieben für alle Antriebs­arten in der Auto­mobil­industrie sowie für alle Fahrzeug­typen bis zum Lkw, hat das Geschäfts­jahr 2025 trotz eines weiterhin anspruchs­vollen und von hoher Volatilität geprägten Markt­umfelds mit einem Umsatz von 160,2 Mio. Euro nach 174,7 Mio. Euro im Vorjahr abgeschlossen. Das operative EBITDA belief sich auf 16,2 Mio. Euro nach 20,2 Mio. Euro, während das Konzernergebnis -0,6 Mio. Euro nach +1,6 Mio. Euro im Vorjahr betrug.

Insbesondere aufgrund einer deutlich volatilen Nachfrageentwicklung im zweiten Halbjahr, verzögerter Serienanläufe im Bereich Elektromobilität sowie einer spürbaren Nachfrageschwäche im Premium-Sportwagensegment konnte damit die Prognose eines Umsatzwachstums sowie einer leichten Ergebnisverbesserung nicht erreicht werden. Während sich das erste Halbjahr noch weitgehend stabil entwickelte, führten diese Effekte im weiteren Jahresverlauf zu einer spürbar schwächeren Auslastung. Zudem wurde die Profitabilität im Geschäftsjahr 2025 durch positive und negative Einmaleffekte beeinflusst. Hierzu zählen Kompensationszahlungen in Höhe von 1,8 Mio. Euro sowie Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen in Höhe von 1,4 Mio. Euro. Belastend wirkten hingegen Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro aus der erfolgreichen Emission der Unternehmensanleihe 2025/2030 sowie vorsorgliche Wertberichtigungen auf noch in Verhandlung befindliche Kompensationsansprüche.

Gleichzeitig entwickelte sich das Zukunftsgeschäft im Geschäftsjahr 2025 weiterhin positiv. Der Umsatzanteil von Komponenten für Elektro- und Hybridantriebe stieg auf 28,6 Mio. Euro bzw. rund 18 % des Konzernumsatzes nach 12 % im Vorjahr. Auch das Nutzfahrzeuggeschäft wuchs weiter, insbesondere bei Wellen, Zahnrädern und Nebenantrieben für moderne Getriebesysteme. Ergänzend konnte NZWL zusätzliche Serien- und Entwicklungsaufträge im Bereich alternativer Antriebssysteme gewinnen.

Die Finanz- und Liquiditätslage entwickelte sich 2025 weiterhin stabil. Zum Jahresende verfügte die NZWL-Gruppe über liquide Mittel von 19,4 Mio. Euro nach 13,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der operative Cashflow belief sich auf 18,0 Mio. Euro (2024: 20,6 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr 2025 investierte NZWL insgesamt 13,7 Mio. Euro (2024: 10,2 Mio. Euro) hauptsächlich in den Anlauf neuer Produkte und Aufträge in Europa. Gleichzeitig konnte die langfristige Finanzierungsstruktur des Konzerns durch den Umtausch bestehender Anleihen in die neue Unternehmensanleihe 2025/2030 weiter gestärkt werden.

Der Auftragseingang summierte sich im Geschäftsjahr 2025 auf 154,5 Mio. Euro (Vorjahr: 169,0 Mio. Euro). Der Auftragsbestand belief sich zum Bilanzstichtag auf 135,7 Mio. Euro (31.12.2024: 141,4 Mio. Euro) und bildet weiterhin eine solide Grundlage für die kommenden Geschäftsjahre. Besonders erfreulich entwickelte sich das Geschäft im Nutzfahrzeugbereich, in dem zusätzliche Neuaufträge für Wellen, Zahnräder und Nebenantriebe gewonnen werden konnten.

Dr. Hubertus Bartsch, Geschäftsführer der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH: „Das Geschäftsjahr 2025 war erneut von einem anspruchsvollen Marktumfeld geprägt. Insbesondere die hohe Volatilität der Kundenabrufe im zweiten Halbjahr, die schwächere Nachfrage im Premium-Sportwagensegment sowie verzögerte Anläufe im Bereich der Elektromobilität haben unsere Geschäftsentwicklung beeinflusst. Gleichzeitig ist es uns gelungen, unser Zukunftsgeschäft weiter auszubauen, insbesondere im Bereich Elektro- und Hybridantriebe sowie im Nutzfahrzeugsegment. Unsere breite technologische Aufstellung und die Flexibilität unserer internationalen Produktionsstandorte haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir uns in einem schwierigen Marktumfeld behaupten konnten. Mit der weiter gestärkten Finanzierungsbasis und einer stabilen operativen Entwicklung sehen wir uns gut positioniert, um die Transformation der Mobilität aktiv zu nutzen und wieder nachhaltig zu wachsen.“

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet die Geschäftsführung auf Basis des bestehenden Auftragsbestands und gesicherter Serienanläufe ein Umsatzwachstum von 3 % bis 5 %. Gleichzeitig sollen sich der betriebliche Rohertrag, das EBITDA sowie das Konzernergebnis gegenüber 2025 verbessern. Wachstumstreiber bleiben insbesondere Synchronisierungen für moderne Doppelkupplungsgetriebe, Komponenten für Elektro- und Hybridantriebe, das Nutzfahrzeuggeschäft sowie neue Projekte im Bereich Einzelteile und Baugruppen. Die internationale Kundenbasis, die hohe Wertschöpfungstiefe und kontinuierliche Investitionen in neue Produkte und Fertigungstechnologien bilden dabei die Grundlage für die prognostizierte positive Entwicklung der NZWL-Gruppe.

www.fixed-income.org

 

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