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ProCredit setzt Wachstums- und Transformationsstrategie weiter entschieden um und erzielt gute Finanzergebnisse

Starkes Kreditwachstum von 504 Mio. Euro bzw. 7,2% (bereinigt um Wechselkurseffekte) – breit diversifiziert über alle Kundensegmente hinweg

Hubert Spechtenhauser, CEO, ProCredit Holding © Institutional Investment Publishing GmbH

Die vor allem in Südost- und Osteuropa tätige deutsche Impact-Banking-Gruppe ProCredit hat ihren ambitionierten Wachstums- und Trans­formations­kurs in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 weiter sehr erfolgreich umgesetzt. Das Kredit­portfolio der Gruppe wuchs im ersten Halbjahr währungs­bereinigt um 7,2%, insbesondere bei Kleinst- und Kleinunternehmen sowie Privatkund*innen. Die strategischen Investitionen in Wachstums- und Skalierungsinitiativen wurden dabei weiter entschieden umgesetzt. Der Anstieg der Kostenbasis im Zusammenhang mit diesen strategischen Wachstums­investitionen konnte im ersten Halbjahr 2025 weitestgehend abgeschlossen werden und führte zu einem vorübergehend erhöhten Kosten-Ertrags-Verhältnis von 70,9%. Das Konzernergebnis für das erste Halbjahr 2025 von 47,0 Mio. Euro entspricht einer annualisierten Eigenkapitalrendite von 9,0%. Die Eigenkapitalrendite der Gruppe, ohne Berücksichtigung des Berichtssegments Südamerika, belief sich auf 10,0%.

Das Kreditportfolio der Gruppe wuchs im ersten Halbjahr 2025 deutlich um 504 Mio. Euro bzw. 7,2% (währungsbereinigt) – über alle Kundensegmente hinweg und besonders stark in einigen der kleineren Banken der Gruppe. Ohne Währungsbereinigung wuchs das Kreditportfolio um 347 Mio. Euro oder 4,9% (H1 2024: 429 Mio. Euro oder 6,9%). Im Einklang mit der Geschäftsstrategie steuerten die kleinvolumigen Kundensegmente der Kleinst- und kleinen Unternehmen und Privatkund*innen mehr als 70% des Gesamtwachstums bei. Die Einlagen der Gruppe wuchsen währungsbereinigt um 120 Mio. Euro oder 1,5%, was hauptsächlich auf Privatkund*innen zurückzuführen war. Aufgrund von saisonalen Effekten und Wechselkursveränderungen gingen die Einlagen insgesamt leicht um 72 Mio. Euro oder 0,9% zurück (H1 2024: 295 Mio. Euro oder 4,1%).

„Die ehrgeizige Wachstums- und Transformationsstrategie, mit deren Umsetzung wir Anfang 2024 begonnen und die wir im vergangenen Jahr konsequent umgesetzt haben, nimmt zunehmend Gestalt an. Wir erzielen breit angelegtes, granulares Wachstum in allen Kundensegmenten, Branchen und Regionen. So verdeutlicht beispielsweise das Wachstum unseres Kreditportfolios in den strategisch wichtigen kleinvolumigen Segmenten um hervorragende 30% seit Ende 2023 die Fortschritte der Gruppe. Darüber hinaus konnten die Kostensteigerungen aus unseren strategischen Investitionen entsprechend unserer Erwartungen für das laufende Jahr weitestgehend abgeschlossen werden. Diese strategischen Investitionen zielen darauf ab, eine nachhaltige Grundlage für das Erreichen unseres mittelfristig angestrebten Kreditvolumens von über 10 Mrd. Euro zu schaffen. Während wir weiterhin wichtige IT-Entwicklungen vorantreiben, sind wir nun an einem Punkt angelangt, an dem wir die ersten Elemente unseres weiterentwickelten Angebots für das Privatkund*innengeschäft ausrollen können. Wichtig ist, dass all die strategischen Fortschritte dieses Übergangsjahrs bei gleichzeitig guter Rentabilität erzielt werden; dies insbesondere vor dem Hintergrund eines herausfordernden geopolitischen und makroökonomischen Umfelds.

Mit unseren Wachstumsinitiativen wollen wir unser Geschäft nicht nur stärker skalieren, sondern auch unsere Bilanzstruktur verändern und die Bilanz auf beiden Seiten granularer machen, um so die langfristige Margenentwicklung zu stützen und ein nachhaltiges Wachstum zu ermöglichen. Angesichts des anhaltenden Rückgangs der globalen Zinssätze fühlen wir uns in der strategischen Ausrichtung der Gruppe bestärkt. Wir erwarten, dass diese Ausrichtung zu dem attraktiven mittelfristigen Rentabilitätsniveau führt, von dem wir in unserer Prognose ausgehen“, kommentiert Hubert Spechtenhauser, Vorstandsvorsitzender der ProCredit Holding AG.

Kostensteigerungen aus strategischen Investitionen in Wachstumskatalysatoren weitestgehend abgeschlossen

Der Nettozinsertrag sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,2 Mio. Euro auf 171,3 Mio. Euro (H1 2024: 180,6 Mio. Euro), da positive Volumeneffekte durch negative Preiseffekte aus niedrigeren Leitzinsen mehr als ausgeglichen wurden. Die Nettozinsmarge lag im ersten Halbjahr 2025 bei 3,2% (H1 2024: 3,6%) und blieb im Vergleich zum Vorquartal weitgehend stabil.

Der Provisionsüberschuss entwickelte sich im Berichtszeitraum weiterhin positiv und stieg um 2,7 Mio. Euro bzw. 6,2% auf 47,0 Mio. Euro (H1 2024: 44,3 Mio. Euro) an, was vor allem auf die gute Entwicklung der Erträge aus dem Transaktionsgeschäft und dem Devisengeschäft zurückzuführen ist. Die sonstigen betrieblichen Nettoerträge trugen mit -5,3 Mio. Euro (H1 2024: -5,1 Mio. Euro) zum Gesamtergebnis bei.

Der Personal- und Verwaltungsaufwand stieg um 10,4 Mio. Euro oder 7,4%. Dieser Anstieg ist vor allem auf die strategischen Investitionen des Vorjahres zurückzuführen. Diese Investitionen führten im Jahr 2024 unter anderem zu einem Anstieg der Mitarbeitendenzahl um 738 bzw. 19% sowie zu einer Erweiterung der Filialen und Servicestellen um 47 Standorte. Die durch diese Investitionen bedingten Kostensteigerungen konnten im zweiten Quartal 2025 weitgehend abgeschlossen werden, was sich in einem seit Jahresbeginn nahezu stabilen Personal- und Filialbestand sowie einem nur moderaten Anstieg der Kostenbasis der Gruppe gegenüber dem Vorquartal widerspiegelt. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis lag mit 70,9% auf einem erhöhten Niveau (H1 2024: 64,1%). Dies wurde unter anderem durch eine niedrigere Verzinsung kurzfristiger Aktiva, insbesondere von Einlagen bei Zentralbanken, in Verbindung mit weiterhin hohen Marktzinsen für Kund*inneneinlagen beeinflusst.

Der Anteil notleidender Kredite blieb stabil auf dem niedrigen Niveau von 2,1% (Q4-2024: 2,3%). Die Risikovorsorge war mit 0,3 Mio. Euro gering (H1 2024: 5,7 Mio. Euro), was Risikokosten von einem Basispunkt (H1 2024: 18 Basispunkte) entsprach. Neben der hohen Portfolioqualität der Gruppe wurde diese Entwicklung vor allem auch durch anhaltend hohe Erträge aus bereits abgeschriebenen Krediten in Höhe von 6,1 Mio. Euro begünstigt.

Die harte Kernkapitalquote der Gruppe blieb mit 13,1% gegenüber dem Jahresende 2024 stabil (Q4 2024: 13,1%). Die Auswirkungen auf die Kapitalquoten aus dem durch das starke Geschäftswachstum getriebenen Anstieg der risikogewichteten Aktiva in den ersten sechs Monaten des Jahres wurden dabei im Wesentlichen durch Gewinnanrechnungen ausgeglichen. Im Einklang mit der Dividendenpolitik der Gruppe wird ein Drittel des Zwischenergebnisses zu Ende Juni für die geplante Dividendenausschüttung im nächsten Jahr zurückgestellt.

Gute regionale Entwicklung in Südost- und Osteuropa

In ihren Schwerpunktregionen Südost- und Osteuropa entwickelte sich die Gruppe positiv. Ohne Berücksichtigung des regionalen Segments Südamerika erzielte die Gruppe ein Kreditwachstum von 7,7% (währungsbereinigt), eine Eigenkapitalrendite von 10,0% und ein Kosten-Ertrags-Verhältnis von 67,9%. Die Geschäftstätigkeit der Gruppe in Ecuador wirkte sich mit -5,4 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2025 (H1 2024: -4,6 Mio. Euro) weiterhin negativ auf das Konzernergebnis aus. In der Ukraine war das erste Halbjahr 2025 von einem starken Kreditwachstum von 13% (währungsbereinigt) geprägt. Dieses wiederaufgenommene Wachstum im Land steht im Zusammenhang mit der im Dezember 2024 erhaltenen Investitionsgarantie durch die deutsche Bundesregierung. 

Vorstand bestätigt Prognosen des Geschäftsjahres 2025 für Kreditwachstum, Eigenkapitalrendite und harte Kernkapitalquote und aktualisiert Prognose für das Kosten-Ertrags-Verhältnis

Vor dem Hintergrund der starken Geschäftsentwicklung und des guten Finanzergebnisses im ersten Halbjahr 2025 bestätigte der Vorstand die Prognosen für das Kreditwachstum, die Eigenkapitalrendite und die harte Kernkapitalquote für das laufende Geschäftsjahr. Das Kreditportfolio soll währungsbereinigt um rund 12% wachsen, während die Eigenkapitalrendite bei rund 10% liegen soll. Die harte Kernkapitalquote wird zum Jahresende 2025 voraussichtlich auf einem komfortablen Niveau von rund 13% liegen. Bezüglich des Kosten-Ertrags-Verhältnisses hat der Vorstand seine Prognose für 2025 aktualisiert und geht nun davon aus, dass die Quote im Jahr 2025 bei rund 70% liegen wird (bisher: auf dem Niveau von 2024, 68,1%).

Der Konzernzwischenbericht der ProCredit Gruppe zum 30. Juni 2025 ist ab heute auf der Website der ProCredit Holding unter Investor Relations www.procredit-holding.com/en/investor-relations/reports-publications/financial-reports verfügbar. Der Finanzkalender der ProCredit Holding ist abrufbar unter www.procredit-holding.com/de/investor-relations/finanzkalender/.

www.fixed-income.org


 

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