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UBM Development: Ergebnis im Halbjahr 2023 unter dem Einfluss von Neubewertungen negativ

Abschreibungen führen zu Verlust im Halbjahr von 29,3 Mio. Euro nach Steuern, Ausblick: Trotz unverändert schwierigem Umfeld Halbierung des Verlusts erwartet

Auch an der UBM ist die aktuelle Entwicklung am Immobilienmarkt, beeinflusst vom gestiegenen Zinsniveau und den höheren Rendite-Erwartungen der Immobilieninvestoren, nicht spurlos vorüber gegangen. Im Zuge einer außerordentlichen Neubewertung der Projekte und Immobilien ist es zu einer Abschreibung in Höhe von 31,3 Mio. Euro gekommen, mit entsprechend negativer Auswirkung auf das Halbjahresergebnis. „Die UBM kann sich dem generellen Bewertungs-Trend, der sich auch bei anderen Marktteilnehmern auswirkt, nicht entziehen“, sagt UBM-CEO Thomas G. Winkler.

Solide Finanzposition

Das Cash-Polster der UBM ist eine wichtige Grundlage im aktuell „perfekten Sturm“ in der Immobilienbranche. Trotz der Ausgaben für die frühzeitige Rückzahlung einer Hybridanleihe, die verlässliche Ausschüttung der Dividende und eine Akquisition in Deutschland konnten die liquiden Mittel mit 214,3 Mio. Euro (per 30.06.2023) auf einem hohen Niveau gehalten werden. Die erfolgreiche Platzierung des ersten Green Bonds bringt 50 Mio. Euro an frischem Kapital, das UBM ermöglicht, rasch auf Gelegenheiten am Markt zu reagieren. Die Eigenkapitalquote erreichte per Ende Juni 2023 29,8% und lag damit noch immer knapp in der langfristigen angestrebten Bandbreite (30-35%). Ab dem Q4/23 werden keine Anleiherückzahlungen für 2 Jahre fällig.

Operative Erfolge

Die größte Vermietungsleistung in Frankfurt im ersten Halbjahr wurde von UBM realisiert: rund 10.000 Quadratmeter Bürofläche im Timber Pioneer, Frankfurts erstem Bürogebäude in Holz-Hybrid-Bauweise. Das Nachbargebäude, der F.A.Z. Tower, wurde im ersten Halbjahr an den Eigentümer übergeben, nachdem die Frankfurter Allgemeine Zeitung bereits Ende 2022 eingezogen war. Insgesamt konnte, auch aufgrund des noch einigermaßen befriedigend laufenden Verkaufs von 51 Wohnungen, im ersten Halbjahr operativ ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden.

Timber Offensive & ESG-Branchenführerschaft

In Wien soll mit dem Timber Marina Tower ein 113 Meter hoher Büroturm in nachhaltiger Holz-Hybrid-Bauweise entstehen – nach heutigem Stand das höchste Holzhochhaus der Welt. Dieses Projekt stellt für UBM einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zum führenden Entwickler von Holzbauprojekten in Europa dar und trägt zur Steigerung der Pipeline auf mehr als 300.000 Quadratmeter in Holz-Hybrid bei. Damit entfallen bereits 72% der Gesamt-Pipeline auf diese Bauweise. Die Strategie von UBM wurde zudem erneut durch Top-ESG-Ratings bekräftigt. Von der internationalen Ratingagentur ISS ESG erhielt UBM abermals den „Prime Status“ (Level „B-“) und ist damit innerhalb der Branche das nachhaltigste Unternehmen in Deutschland und Österreich. Zusätzlich wurde die Listung im VBV-Österreichischen Nachhaltigkeitsindex (VÖNIX) wieder bestätigt.

Ausblick

Auch für das zweite Halbjahr kann nicht mit einer maßgeblichen Verbesserung am Immobilienmarkt gerechnet werden. Damit werden auch in der zweiten Jahreshälfte 2023 voraussichtlich keine wesentlichen Verkäufe durch die UBM erfolgen, die die Haupteinnahmequelle für einen Developer darstellen. Allerdings wurde der Bauvorbescheid für die Timber Factory in der Münchner Baubergerstraße Ende Juli 2023 erteilt, der sich im Q3 2023 positiv auswirken sollte. Dieser führt dazu, dass der Kaufpreis für die zweite Hälfte des Anteils des Joint-Venture-Partners in der nunmehr genehmigten Form bezahlt wird. Der aktuelle Verlust könnte sich dadurch im Jahresabschluss 2023 etwa halbieren.

Die Ertrags- und Finanzkennzahlen im Detail

Im ersten Halbjahr 2023 erwirtschaftete die UBM eine Gesamtleistung von 116,2 Mio. Euro nach 206,2 Mio. Euro in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) lag mit -31,6 Mio. Euro unter der Vorjahresperiode mit 16,1 Mio. Euro; mit einem Periodenergebnis von -29,3 Mio. Euro (H1/22: 15,8 Mio. Euro) erzielte die UBM einen wesentlich niedrigeren Wert als im Halbjahr 2022. Der aus dem Periodenergebnis abgeleitete Gewinn pro Aktie sank von -0,15 Euro im ersten Quartal 2023 auf -4,34 Euro in der aktuellen Berichtsperiode.

www.green-bonds.com – Die Green Bond Plattform
Foto: © UBM Development AG / Studio Horak


 

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