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Amprion: Umsatz steigt um 9% auf 6,1 Mrd. Euro, EBITDA steigt um 25% auf 1,5 Mrd. Euro

© Amprion

Der Über­tragungs­netz­be­treiber Amprion hat 2025 alle wesent­lichen Finanz­kenn­zahlen deutlich gesteigert und die Investi­tionen auf das Rekord­niveau von 5,4 Mrd. Euro im Jahr erhöht. Bis 2030 plant das Unter­nehmen rund 42 Mrd. Euro in den Ausbau des Über­tragungs­netzes und damit in die Energie­wende in Deutschland zu investieren. Darüber hinaus hat Amprion sein Management­team gestärkt und die Zahl der Mit­arbeitenden strategisch ausgebaut.

Die positive Entwicklung von Amprion spiegelt sich deutlich in den Geschäftszahlen 2025 wider. „Wir schauen auf ein sehr erfolgreiches Jahr zurück. Die Energiewende im Übertragungsnetz ist endgültig in der Bauphase angekommen. Wir stehen kurz vor der Fertigstellung von mehreren großen Leitungsprojekten“, sagte Dr. Christoph Müller, CEO der Amprion GmbH.

Investitionen treiben Konzernergebnis

Treiber für die starke Entwicklung der Ergebniskennzahlen sind vor allem höhere Erlöse aus der gestiegenen Investitionstätigkeit. In Folge steigerte das Unternehmen alle wesentlichen Finanzkennzahlen deutlich. Die Umsatzerlöse gemäß IFRS stiegen um rund 9 Prozent auf rund 6,1 Mrd. Euro. Das adjustierte Konzernergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen („EBITDA“) lag bei rund 1,5 Mrd. Euro, was einem Anstieg von rund 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Zusätzlich wirkt die Neubewertung von Steuerpositionen aufgrund des im Juli 2025 von der Bundesregierung verabschiedeten Steuerentlastungspakets als positiver Einmaleffekt. Das adjustierte Konzernergebnis nach Steuern („Net Income“) stieg somit sehr deutlich um gut 72 Prozent auf 672 Millionen Euro.

Amprion hat im vergangenen Jahr 5,4 Mrd. Euro in den Netzausbau zur Umsetzung der Energiewende in Deutschland investiert. Aufgrund dieser Investitionen ist die Regulated Asset Base (RAB) deutlich um etwa 42 Prozent auf 16,5 Mrd. Euro gewachsen. Die RAB bildet die Basis für künftige Erlöse des Unternehmens.

Wettbewerbsfähige Regulierungsbedingungen erforderlich

Im Dezember 2025 hat das Unternehmen erfolgreich eine Eigenkapitalerhöhung um 2,2 Mrd. Euro durchgeführt. Zudem hat Amprion im vergangenen Jahr Anleihen im Gesamtvolumen von 2,5 Mrd. Euro am internationalen Kapitalmarkt platziert und die zugeflossenen Mittel zur Finanzierung der Investitionen eingesetzt.

„Wir haben Rekordsummen bei den Investitionen in den Netzausbau sowie bei der Aufnahme von Fremdkapital erzielt. Darüber hinaus bekommen wir regelmäßig Eigenkapitalzuführungen unserer Anteilseigner. Zuletzt haben wir eine signifikante Eigenkapitalerhöhung von 2,2 Mrd. Euro erfolgreich durchgeführt. Das zeigt klar das Vertrauen und die kontinuierliche Unterstützung unserer Anteilseigner für unseren Wachstumspfad. Zudem werden wir unsere Finanzierungsstrategie weiter diversifizieren. Bis 2030 planen wir mit einem Investitionsvolumen von rund 42 Mrd. Euro“, kündigte Peter Rüth, CFO von Amprion, an.

Ebenso seien aber langfristig wettbewerbsfähige Regulierungsbedingungen erforderlich: „Investitionen in die deutsche kritische Infrastruktur müssen nachhaltig attraktiv für internationale Investoren bleiben. Das ist die Grundlage, damit wir die nötigen Investitionen für die nächste, dynamische Phase der Energiewende stemmen können“, betonte der Amprion-CFO.

Erfolge beim Netzausbau

Die steigenden Investitionen werden in den Netzausbauprojekten sichtbar: Hier verzeichnete Amprion im vergangenen Jahr viele Fortschritte. Das Unternehmen wird bis 2028 jährlich ein Großprojekt in Betrieb nehmen: Im Dezember plant Amprion die Fertigstellung des Gleichstromprojektes Ultranet. Beim Gleichstromprojekt A-Nord fand 2025 das Richtfest für den Konverter in Emden statt, und der technisch anspruchsvolle Bau der Rheinquerung wurde abgeschlossen. Bei den Offshore-Projekten BalWin 1 und 2 erfolgte der Spatenstich auf Norderney für die Verlegung der Seekabel.

„Wir haben im vergangenen Jahr rund 320 Leitungskilometer gebaut – rund 50 Prozent mehr als im Vorjahr“, betonte Amprion-CEO Müller. Insgesamt hat das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr an 1.380 Leitungskilometern gearbeitet, rund 1.200 Kilometer sind fertiggestellt. Die Fortschritte beim Netzausbau werden auch dazu beitragen, die Kosten für die Eingriffe ins Netz zu senken.

Blick auf das Gesamtsystem notwendig

„Die Bundesregierung hat wichtige Grundlagen geschaffen. Der Umbau des Energiesystems gelingt aber nur, wenn Erzeugung, Verbrauch und Netzausbau im Gleichklang laufen – wir brauchen das richtige Netz zur richtigen Zeit“, sagte Müller. Die erneuerbaren Energien, aber auch Batterien und andere Speicher müssen einen Beitrag zur Stabilität des Systems leisten. „Wichtig ist, nun klare Regeln für alle Marktteilnehmer zu schaffen, damit wir das Stromsystem auch in Zukunft sicher steuern können“, betonte der Amprion-CEO.

Auch der strategische Personalaufbau bei Amprion ist weiter vorangeschritten. Dabei hat das Unternehmen die Geschäftsführung um ein viertes Ressort erweitert: Seit dem 1. März 2026 verstärkt Katrin Hilmer als Chief Operating Officer (COO) und Arbeitsdirektorin das Gremium. Insgesamt wuchs die Belegschaft auf rund 3.400 Mitarbeitende. Das entspricht einer Steigerung von gut 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Amprion-Anleihen

EmittentKuponLaufzeitWKN / ISINKursRendite
Amprion3,625%21.05.2031A383BP / DE000A383BP6100,183,6%
Amprion3,162%15.01.2031A460EX DE000A460EX098,253,6%
Amprion2,750%30.09.2029A460N2/ DE000A460N20 / 97,893,4%
Amprion4,072%15.01.2038A460EY / DE000A460EY898,824,2%

Kurse von der Börse Frankfurt, Stand: 01.04.2026, Stückelung je 100.000 Euro

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