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BOOSTER Precision Components: Umsatz 2025 rückläufig, EBITDA kann gesteigert werden

Reduzierung der Gesamtverbindlichkeiten um 14,1 Mio. Euro auf 80,1 Mio. Euro; planmäßige Anleihetilgungen

© Booster Precision Components GmbH

Die BOOSTER Precision Com­ponents Holding GmbH hat ihren geprüften Konzern­abschluss für das Geschäfts­jahr 2025 veröffent­licht. Die Booster Gruppe erzielte im Geschäfts­jahr 2025 Umsatz­erlöse von 161,7 Mio. Euro und lag damit 4,5% unter dem Vorjahr (2024: 169,3 Mio. Euro). Maßgeblich für diese Ent­wicklung war das anhaltend schwache Nachfrage­umfeld im Automobil­sektor, das vor allem den Geschäfts­bereich Automotive Internal Combustion Engine (ICE) belastete. Die neuen Geschäfts­bereiche konnten dem Marktumfeld hingegen mit einem leichten Umsatz­wachstum entgegenwirken und ihren Anteil am Konzern­umsatz auf 11% ausbauen.

Trotz des Umsatzrückgangs verbesserte sich die operative Rentabilität deutlich. Das EBITDA stieg um 22,8% auf 16,3 Mio. Euro (2024: 13,3 Mio. Euro). Diese Entwicklung wurde maßgeblich durch Kostenoptimierungsmaßnahmen und operative Effizienzgewinne im Rahmen des “Accelerate”-Programms des Unternehmens sowie durch fortgesetzte Automatisierungsinitiativen einschließlich KI-gestützter Prozessintegration getragen. Die EBITDA-Marge stieg folglich auf 10,0% (2024: 8,0%). Das EBIT erhöhte sich dementsprechend – nur leicht gedämpft durch höhere Abschreibungen – deutlich auf 7,4 Mio. Euro (2024: 4,7 Mio. Euro). Der Konzernfehlbetrag verringerte sich auf 0,3 Mio. Euro (2024: 5,1 Mio. Euro) und verdeutlicht die starke Verbesserung der operativen Rentabilität.

Zum 31. Dezember 2025 verringerte sich die Bilanzsumme der Booster Gruppe auf 93,4 Mio. Euro (31. Dezember 2024: 108,9 Mio. Euro). Treiber dieser Entwicklung war im Wesentlichen die Rückführung der Gesamtverbindlichkeiten um 14,1 Mio. Euro auf 80,1 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken von 12,8 Mio. Euro auf 9,7 Mio. Euro; die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sind von 6,5 Mio. Euro auf 4,8 Mio. Euro zurückgegangen. Entsprechend dem geplanten Tilgungsprofil wurde das ausstehende Anleihevolumen um 5,0 Mio. Euro auf 41,5 Mio. Euro reduziert. Aufgrund des Jahresfehlbetrags sank das Eigenkapital um 1,2 Mio. Euro auf 6,9 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote blieb mit 7,4% stabil (31. Dezember 2024: 7,5%). Der Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente von 13,6 Mio. Euro auf 6,5 Mio. Euro war im Wesentlichen auf die Verringerung der Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen, die hauptsächlich durch Zinszahlungen für die Anleihe und planmäßige Anleihetilgungen bedingt war.

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erreichte 11,8 Mio. Euro (2024: 19,5 Mio. Euro). Ursächlich hierfür war in erster Linie ein geringerer Beitrag aus dem Vorratsabbau (2,3 Mio. Euro gegenüber 5,8 Mio. Euro im Vorjahr), der den proaktiven Bestandsaufbau zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit bei erwarteter stärkerer Kundennachfrage zu Jahresbeginn widerspiegelt.

Robert Lackermeier, CEO von Booster Precision Components Holding GmbH: „Trotz eines weiterhin herausfordernden Marktumfelds haben wir 2025 operativ klare Fortschritte erzielt: Mit einem EBITDA-Anstieg von rund 23% und einem deutlich reduzierten Konzernverlust zeigt sich die Wirkung unseres ‚Accelerate'-Programms deutlich. Eine zentrale Rolle spielte dabei der konsequente Ausbau unserer Automatisierung – von KI-gestützten Robotiksystemen bis hin zu unserem eigenentwickelten Inline-Qualitätskontrollsystem. Parallel haben wir die strategische Verbreiterung unserer Geschäftsbasis vorangetrieben – mit dem Markteintritt in stationäre Wasserstoffanwendungen sowie neuen Kunden im Bereich industrieller Kompressoranwendungen, unter anderem für den wachsenden Datacenter-Markt. Unsere Produkte aus den neuen Geschäftsfeldern E-Mobilität, Wasserstoff und industrielle Anwendungen tragen bereits 11% zum Konzernumsatz bei und belegen den Fortschritt unserer strategischen Neuausrichtung.“

Ausblick 2026
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management mit einem Umsatzanstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr (2025: 161,7 Mio. Euro). Das EBITDA wird sich voraussichtlich in vergleichbarem Umfang verbessern (2025: 16,3 Mio. Euro), sodass ein ausgeglichenes Konzernergebnis erreicht werden dürfte. Dabei wird davon ausgegangen, dass sich die Nachfrage stabilisiert und die im letzten Jahr eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung sich weiterhin positiv auswirken werden. Die weltweite Umsetzung weiterer Automatisierungsprojekte, einschließlich der KI-gesteuerten Prozessintegration, soll in den kommenden Jahren zu zusätzlichen Prozess- und Effizienzsteigerungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette führen.

Parallel dazu intensiviert das Unternehmen seine Vertriebsaktivitäten und treibt das Umsatzwachstum durch eine verstärkte Vertriebs- und Geschäftsentwicklungsorganisation weiter voran. Neben den etablierten Transformationsbereichen wie E-Mobilität und Brennstoffzellentechnologie bieten aufstrebende Segmente wie Robotik und stationäre Wasserstoffanwendungen zusätzliche Wachstumsperspektiven. Hinzu kommt der wachsende Markt für Industriekompressoren – insbesondere im Bereich Energie und Gebäudemanagement. Für Boosters Kernkomponenten, wie beispielsweise Kompressorräder, Laufräder und Diffusoren, eröffnen sich dadurch erhebliche Geschäftsmöglichkeiten, die sowohl eine Kunden- als auch eine Produktdiversifizierung ermöglichen.

Für die Booster Precision Components GmbH-Anleihe 22/26 (ISIN: NO0012713520, WKN: A30V3Z) werden aktuell in Frankfurt Kurse von 69,00% zu 79,90% gestellt.

www.fixed-income.org 

 

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