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GRENKE: Gewinnziel in 2021 erreicht und Verdopplung des Neugeschäfts bis 2024 angestrebt

Guidance 2022: Leasingneugeschäft zwischen 2,0 und 2,2 Mrd. Euro; Gewinn nach Steuern zwischen 75 und 85 Mio. Euro

GRENKE, globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen, erzielte im Geschäftsjahr 2021 einen Nachsteuergewinn von 95,2 Mio. Euro (2020: 88,4 Mio. Euro) und trifft damit die am 10. November 2021 veröffentlichte Prognose von 90 bis 100 Mio. Euro. Enthalten ist darin - wie angekündigt - der außerordentliche Gewinn in Höhe von 23,0 Mio. Euro durch den Verkauf der Beteiligung an der viafintech GmbH. Der Gewinn des vergangenen Geschäftsjahres entspricht einem Ergebnis je Aktie von 1,94 Euro (2020: 1,86 Euro). Das Leasingneugeschäft lag im vergangenen Geschäftsjahr bei 1,7 Mrd. Euro (2020: 2,0 Mrd. Euro).

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, die Dividende gegenüber dem Vorjahr auf 0,51 Euro je Aktie nahezu zu verdoppeln (2020: 0,26 Euro). Dieser Betrag entspricht einer Ausschüttungsquote von ca. 25 Prozent des Nachsteuergewinns und liegt damit im Rahmen der bisherigen Ausschüttungsquote von 25 bis 30 Prozent.

Gleichzeitig gibt GRENKE als Ziel die Verdoppelung sowohl des Leasingneugeschäfts als auch des Gewinns nach Steuern im Jahr 2024 gegenüber dem gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr bekannt. Basis dafür sind das Leasingneugeschäft 2021 in Höhe von 1,7 Mrd. Euro sowie der Gewinn nach Steuern in Höhe von 72,2 Mio. Euro ohne den Veräußerungsgewinn der viafintech.

"Die avisierte Verdoppelung unseres Gewinns nach Steuern und unseres Neugeschäfts ist ambitioniert. Wir schaffen dieses kontinuierlich hohe Wachstum, indem wir an die historischen und einzigartigen Stärken von GRENKE anknüpfen und gleichzeitig die Skalierung unseres Geschäfts beschleunigen", betont Michael Bücker, Vorstandsvorsitzender der GRENKE AG. Dr. Sebastian Hirsch, Finanzvorstand der GRENKE AG, ergänzt: "Gestärkt durch den Erneuerungsprozess der vergangenen beiden Jahre haben wir uns in eine sehr gute Ausgangslage gebracht. Unsere hohe Finanzkraft verschafft uns zusätzliche Resilienz und Flexibilität. Das ist mit Blick auf die aktuelle geopolitische Situation wichtig, vor allem aber die notwendige Basis zur Umsetzung unserer Ziele. Deshalb sind wir für 2022 und die folgenden Jahre insgesamt sehr zuversichtlich."

Zinsergebnis nach Risikovorsorge steigt

Die erhaltenen Zahlungen aus Leasingverträgen blieben im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2021 konstant bei 2,3 Mrd. Euro (2020: 2,3 Mrd. Euro). Dabei profitierte GRENKE zum einen von dem starken Neugeschäft der Vorjahre, da Leasingverträge im Schnitt etwa vier Jahre Laufzeit haben. Positiv wirkte zum anderen die geringe Ausfallquote des Neugeschäfts der vergangenen zwei Jahre. Die risikoorientierte Steuerung des Geschäfts führte zu einem sehr robusten Portfolio. Gleichzeitig wurde während der Covid-19-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 weniger Neugeschäft generiert, sodass das zugrundeliegende Portfolio an Leasingforderungen rückläufig war. Folglich sank das Zinsergebnis im Berichtsjahr 2021 um 9,9 Prozent auf 366,8 Mio. Euro (2020: 407,1 Mio. Euro).

Durch die stärkere Risikoselektion sowie ein konstant gutes Zahlungsverhalten der Kunden sanken die Aufwendungen für Schadensabwicklung und Risikovorsorge trotz der Covid-19-Pandemie im Jahr 2021 um 29,5 Prozent auf 142,8 Mio. Euro (2020: 202,4 Mio. Euro). Die Schadenquote ging im Jahr 2021 auf 1,6 Prozent zurück (2020: 2,3 Prozent). Das Zinsergebnis nach Schadensabwicklung und Risikovorsorge stieg um 9,4 Prozent auf 224,0 Mio. Euro (2020: 204,7 Mio. Euro).

Hohe Liquiditätsposition und Eigenkapitalquote

In Summe wurden im Geschäftsjahr 2021 durch die hohe Liquiditätsposition, die starken Rückflüsse aus dem Bestandsportfolio sowie das geringere Neugeschäftsniveau weniger Liquidität über den Kapitalmarkt und das Einlagengeschäft aufgenommen als in 2020. Insgesamt verringerten sich dadurch die Finanzschulden zum 31.12.2021 auf 5,1 Mrd. Euro (2020: 5,8 Mrd. Euro). Das Einlagengeschäft der GRENKE Bank macht hierbei 27,8 Prozent der Finanzschulden aus, nach 26,5 Prozent im Vorjahr.

Auch im Jahr 2021 entsprachen die Verbindlichkeiten in ihrer Höhe und Fälligkeit weitestgehend den refinanzierten Forderungen. Zum Bilanzstichtag am 31.12.2021 standen 3,2 Mrd. Euro langfristigen Leasingforderungen (2020: 3,6 Mrd. Euro) insgesamt 3,0 Mrd. Euro langfristige Finanzschulden (2020: 3,9 Mrd. Euro) gegenüber. Die kurzfristigen Leasingforderungen von 2,0 Mrd. Euro (2020: 2,1 Mrd. Euro) lagen ebenfalls auf einem ähnlichen Niveau wie die kurzfristigen Finanzschulden von 2,1 Mrd. Euro (2020: 1,9 Mrd. Euro).

Insgesamt bestand zum Stichtag 31.12.2021 eine unverändert hohe Liquiditätsposition mit 853,1 Mio. Euro (2020: 944,7 Mio. Euro). Dies hat es GRENKE auch ermöglicht, im Februar dieses Jahres planmäßig eine 280-Millionen-Euro-Anleihe aus eigener Kraft zurückzuführen. Die Eigenkapitalquote von GRENKE lag per 31.12.2021 bei 19,1 Prozent (2020: 16,3 Prozent) und damit deutlich über dem selbst gesteckten Ziel von mindestens 16 Prozent.

Ausblick: Verdopplung des Neugeschäfts bis 2024

Nach dem offiziellen Abschluss der institutsbezogenen Maßnahmen aus der zwischen Herbst 2020 und Frühjahr 2021 durchgeführten Sonderprüfung ist 2022 für GRENKE ein Jahr des Aufbruchs, hin zu einem dauerhaft zweistelligen Wachstumskurs. Im laufenden Geschäftsjahr geht das Unternehmen - trotz der Risiken, die sich derzeit absehbar aus der anhaltenden Pandemie und dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ergeben - von einem Leasingneugeschäft zwischen 2,0 und 2,2 Mrd. Euro aus, nach 1,7 Mrd. Euro im Vorjahr. Das durch die Covid-19-Pandemie in den Jahren 2020 und 2021 reduzierte Neugeschäftsvolumen wird die operativen Erträge in 2022 erwartungsgemäß mindern. Zudem geht das Unternehmen von insgesamt leicht steigenden Kosten aus. Demgegenüber sollten die geringeren Aufwendungen für die Risikovorsorge infolge eines anhaltend guten Zahlungsverhaltens der Kunden positiv wirken. Der Gewinn nach Steuern soll 2022 zwischen 75 und 85 Mio. Euro liegen, nach 72,2 Mio. Euro im Vorjahr (ohne den viafintech-Veräußerungsgewinn).

Im Jahr 2024 plant GRENKE die Verdoppelung sowohl des Leasingneugeschäfts als auch des Gewinns nach Steuern gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 (ohne den viafintech-Veräußerungsgewinn).

Einblick in die Wachstumsstrategie gibt das Unternehmen im Rahmen des Capital Markets Update am 13. Mai 2022.

Die GRENKE Gruppe (GRENKE) ist ein globaler Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen. Kunden erhalten alles aus einer Hand: vom flexiblen Small-Ticket-Leasing über bedarfsgerechte Bankprodukte bis zum praktischen Factoring. Die schnelle und einfache Abwicklung sowie der persönliche Kontakt zu Kunden und Partnern stehen dabei im Mittelpunkt. 1978 in Baden-Baden gegründet, ist die Gruppe heute mit über 1.900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 33 Ländern weltweit aktiv. Die GRENKE Aktie ist an der Frankfurter Börse im SDAX gelistet (ISIN: DE000A161N30).

www.fixed-income.org
Foto: © GRENKE


 

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