Die Multitude AG, ein europäisches FinTech-Unternehmen, das digitale Kredit- und Online-Banking-Dienstleistungen anbietet, hat ihren Geschäftsbericht, die Erklärung zur Unternehmensführung sowie den ESG- und Vergütungsbericht für das am 31. Dezember 2025 endende Geschäftsjahr veröffentlicht.
Mit dem geprüften Jahresabschluss bestätigt Multitude die am 12. März 2026 veröffentlichten positiven vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025. Damit hat Multitude seine Kapitalmarktprognose zum fünften Mal in Folge erreicht und die für 2025 abgegebene Prognose leicht übertroffen.
Die Konzernumsatzerlöse und der Nettobetriebsertrag blieben mit 256,9 Mio. Euro bzw. 214,8 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr (263,7 Mio. Euro bzw. 219,0 Mio. Euro) relativ stabil. Der Nettogewinn stieg um 31,7 Prozent deutlich von 20,2 Mio. Euro auf 26,6 Mio. Euro.
Die Qualität des Kreditportfolios verbesserte sich ebenfalls erheblich. Die Wertminderungen auf Kundenforderungen sanken um 15,4 Prozent auf 81,6 Mio. Euro, verglichen mit 96,4 Mio. Euro im Jahr 2024. Da die Nettoforderungen aus Krediten und Investitionen im Jahresvergleich um 23,2 Prozent auf 939,1 Mio. Euro stiegen, wuchs auch die Bilanzsumme der Gruppe um 26,1 Prozent auf 1.385,6 Mio. Euro (2024: 1.098,7 Mio. Euro). Zudem legten die Kundeneinlagen um 29,2 Prozent auf 1.034,5 Mio. Euro zu. Da das Eigenkapital der Gruppe um 7,4 Prozent auf 208,0 Mio. Euro stieg, beträgt die Eigenkapitalquote 21,8 Prozent.
Ergebnisse der Geschäftseinheiten
In der Geschäftseinheit Consumer Banking (Ferratum) beliefen sich die Umsatzerlöse auf 199,6 Mio. Euro (2024: 216,5 Mio. Euro). Die Zinserträge gingen leicht zurück, was jedoch weitgehend durch einen Anstieg der Gebühreneinnahmen kompensiert wurde. Die Qualität des Kreditportfolios verbesserte sich deutlich, wobei die Wertminderungen im Vergleich zum Vorjahr um 18,1 Prozent zurückgingen. Das EBT blieb mit 32,6 Mio. Euro stabil. Die Nettoforderungen aus Krediten und Investitionen stiegen stetig auf 529,8 Mio. Euro, was einem Wachstum von um 8,4 Prozent entspricht.
Die Geschäftseinheit SME-Banking (CapitalBox) verzeichnete Umsatzerlöse von 34,6 Mio. Euro (+2,8 Prozent im Vergleich zu 2024). Das EBT verbesserte sich deutlich auf minus 4,6 Mio. Euro gegenüber einem Defizit von 10,7 Mio. Euro im Jahr 2024, was auf Maßnahmen zur Reduzierung der Portfolio- und Kreditrisiken sowie auf eine verbesserte operative Effizienz zurückzuführen ist. Die Nettoforderungen aus Krediten und Investitionen konnten um 17,5 Prozent auf 165,4 Mio. Euro gesteigert werden.
Die Geschäftseinheit Wholesale Banking, die Anfang 2024 den Betrieb aufnahm, wuchs sowohl mit Blick auf die Umsatzerlöse als auch Rentabilität weiterhin dynamisch. Die Umsatzerlöse stiegen um 67,7 Prozent auf 22,7 Mio. Euro und das EBT stieg von 1,1 Mio. Euro auf 2,8 Mio. Euro, was die starke Skalierbarkeit des Geschäftsbereichs unterstreicht. Die Nettoforderungen aus Krediten und Investitionen stiegen um 83,7 Prozent auf 243,9 Mio. Euro.
Dividende und Prognose – Wachstum und Shareholder Value für Investoren
Der Konzern strebt an, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre, zwischen 25 und 50 Prozent des erwirtschafteten Gewinns an die Aktionäre auszuschütten. Auf Grundlage der hervorragenden Performance wird der Vorstand von Multitude der Hauptversammlung am 24. April 2026 eine Dividende von 0,55 Euro pro Aktie vorschlagen.
Multitude bestätigt zudem erneut seine Kapitalmarktprognose von 30 Mio. Euro Nettogewinn im Jahr 2026 sowie ein jährliches Nettogewinnwachstum von 20 Prozent in den Jahren 2027 und 2028.
„Unser geprüfter Jahresabschluss bestätigt die hervorragenden Leistungen von Multitude und den Erfolg unserer Strategie. Wir freuen uns, für das Geschäftsjahr 2025 eine weitere Steigerung der Rentabilität vermelden zu können und unseren Erfolg durch unseren Dividendenvorschlag von 0,55 Euro pro Aktie mit unseren Investoren zu teilen“, kommentiert CEO Antti Kumpulainen.
Der Geschäftsbericht enthält den Konzernabschluss, den Corporate Governance Report sowie den Einzelabschluss der Multitude AG. Der nichtfinanzielle Teil des Geschäftsberichts umfasst den ESG-Bericht sowie einen Überblick über das rechtliche und regulatorische Umfeld. Der ESG-Bericht hebt das Engagement der Gruppe sowie ihre Fortschritte im Umgang mit Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen hervor und bietet Einblicke, wie daraus positiver Impact entsteht.
Multitude hat den Konzernabschluss sowie den Zusammengefassten Lagebericht gemäß den Anforderungen des European Single Electronic Format (ESEF) erstellt. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers AG hat einen unabhängigen Prüfungsbericht mit hinreichender Sicherheit zu den ESEF-Finanzberichten von Multitude gemäß ISAE 3000 (Revised) ausgestellt.
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