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PNE AG schließt Geschäftsjahr 2025 operativ erfolgreich ab und fokussiert sich auf Kernmärkte und Profitabilität

Höchste Gesamtleistung der Unternehmensgeschichte erzielt, EBITDA vor Sondereffekten bei 87,0 Mio. Euro, Normalised EBITDA von 110 bis 140 Mio. Euro für 2026 erwartet

© PNE AG

Die PNE AG hat das Geschäfts­jahr 2025 operativ erfolg­reich abge­schlossen und trotz eines herausf­ordernden Markt­umfelds ihre Profi­tabilität im Kern­geschäft bestätigt. Die Gesamt­leistung stieg auf 376,4 Mio. Euro (Vorjahr: 342,6 Mio. Euro) und befindet sich damit auf dem höchsten Niveau der Unter­nehmens­geschichte.

Das um Sonder­effekte bereinigte EBITDA („normalised EBITDA“) erreichte 87,0 Mio. und bewegt sich innerhalb der ursprünglichen Guidance-Spanne von 70 bis 110 Mio. Euro. Mit 55,3 Mio. Euro (Vorjahr: 69,0 Mio. Euro) liegt das EBITDA in der Spanne der im Januar 2026 angepassten Guidance von 45 bis 60 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte das Unternehmen ein Betriebsergebnis (EBIT) von 12,9 Mio. Euro (Vorjahr: 34,4 Mio. Euro). Neben einer Wertberichtigung der Projektpipeline hat auch das ausgesprochen geringe Windangebot des Jahres 2025 das Ergebnis gedrückt. Den Bericht für das Geschäftsjahr 2025 hat PNE heute veröffentlicht.

„Vor dem Hintergrund eines nach wie vor herausfordernden Marktumfelds sind wir mit den Ergebnissen des Geschäftsjahres 2025 zufrieden“, sagt Heiko Wuttke, CEO der PNE AG. „Davon zeugen unter anderem die zahlreichen Projekt- und Projektrechtsverkäufe. National und international schlossen wir im Jahr unseres 30-jährigen Jubiläums Verkäufe mit einer Gesamtleistung von 428 MW ab. Darüber hinaus wuchs auch unser Eigenbetriebsportfolio auf 497 MW. Zudem erhielten wir Genehmigungen für 29 Windpark- und Photovoltaikprojekte mit einer Gesamtleistung von rund 1.082 MW – eine vielversprechende Basis für weitere Erfolge.“

Entwicklung und weitere Fortschritte in der Projektentwicklung

Ende 2025 hat die PNE-Gruppe eine Bereinigung ihrer Projektpipeline vorgenommen, die eine entsprechende Wertberichtigung zur Folge hatte. Ursache der Bereinigung sind deutlich veränderte Marktbedingungen vor allem in den internationalen Märkten Kanada, Spanien und Rumänien. Projekte mit einer geringen Realisierungswahrscheinlichkeit und einer niedrigen Profitabilität hat PNE aus der Pipeline herausgenommen.

Nach der Bereinigung enthält die Pipeline der Windenergie an Land Projekte mit einer Gesamtleistung von 14,6 GW (Vorjahr: 16,0 GW) und die Photovoltaikpipeline 7,2 GWp (Vorjahr 9,5 GWp). Die Pipeline ist nun risikominimierter als vor der Bereinigung. Die Pipeline an Land wird durch 2,0 GW aus Windenergie auf See in Vietnam ergänzt, deren Realisierbarkeit im ersten Quartal 2026 überprüft wird. Damit umfasst die Projektpipeline nun insgesamt rund 23,8 GW (Vorjahr 27,9 GW). Dies schließt Projekte aus frühen Explorationsphasen ein.

Eigenbetriebsportfolio erneut deutlich gewachsen

Nach der Fertigstellung und Übernahme weiterer Windparks hat sich die Nennleistung des Eigenbetriebs von 429 MW auf 497 MW erhöht. Mit der Vergrößerung des Eigenbetriebs trägt PNE der strategischen Vorgabe eines ausgewogenen Mixes zwischen dem Verkauf von Projekten und dem Ausbau des Eigenbetriebs Rechnung. Gemäß dieser Strategie kann der Eigenbetrieb zwischenzeitlich auch reduziert werden. Perspektivisch strebt PNE weiter den Aufbau des Eigenbetriebs an.

Services: Steigerung des Volumens und Markteintritt bei BESS

Das Segment Services ist 2025 erneut über das gesamte Dienstleistungsportfolio hinweg gewachsen. Durch weitere Auftragseingänge von Drittkunden, sowohl im Kernmarkt Deutschland als auch international, wurde die Unabhängigkeit im Betriebsmanagement durch die von PNE entwickelten Projekte erneut ausgebaut. So nahm das Volumen im Bereich Betriebsmanagement um 250 MW zu. Zudem wurde zum Jahresende der erste Betriebsmanagementvertrag für einen deutschen Batteriespeicher-Park (BESS-Park) mit über 100 MW Leistung unterschrieben und damit erfolgreich der Markteintritt in diesen Zukunftsmarkt erreicht.

Insgesamt betrug die Nennleistung der von der PNE-Gruppe betreuten Windparks mehr als 3,1 GW. Knapp 1.000 Anlagen sind derzeit im Betriebsmanagement.

Dividende vorgeschlagen

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, für das Geschäftsjahr 2025 aus dem Bilanzgewinn von 151.043.635,97 Euro der PNE AG eine Dividende in Höhe von 0,04 Euro je dividendenberechtigte Stückaktie auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Kosten- und Effizienzprogramm gestartet

Das Marktumfeld in der Erneuerbaren-Branche ändert sich derzeit rasant. Die Zinsen sind stark gestiegen und die Strompreise deutlich gesunken. Zudem haben sich die Kosten für Maschinen und Material erhöht. Die politischen Rahmenbedingungen sind nicht mehr so konsistent wie in der Vergangenheit.

„Um unsere Wettbewerbsfähigkeit auch unter den aktuell herausfordernden Bedingungen zu sichern, haben wir 2025 unter dem Namen „Focus & Deliver“ ein Kosten- und Effizienzprogramm mit zwei Zielrichtungen gestartet. Es soll erstens die interne Organisation optimieren, also Strukturen und Prozesse effizienter machen. Zweitens soll es die wirtschaftliche Performance, Profitabilität und Liquidität stärken. Das schließt auch Personalmaßnahmen ein, die wir bereits durchgeführt haben“, ergänzt Heiko Wuttke.

Fokussierung auf Kernkompetenzen und Kernmärkte

„Wir schaffen eine schlanke, flexible und agile PNE, die sich auf ihre Kernkompetenzen konzentriert. Wichtiger Hebel dabei ist die Fokussierung auf für unser Geschäftsmodell ausgerichtete und profitable Kernmärkte“, so Heiko Wuttke. „Märkte, die die Renditeerwartungen nicht erfüllen, hat PNE verlassen oder wird dies tun.”

Normalised EBITDA wird führende Steuerungsgröße der PNE AG

Als neue führende finanzielle Erfolgsgröße für die Guidance der PNE AG dient ab dem Geschäftsjahr 2026 das normalised EBITDA. Es wird bereinigt um einmalige, nicht operative Ergebniseffekte, die nicht der (betriebs-)gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der PNE-Gruppe zuzuordnen sind (Sondereffekte). So wird der operative Erfolg transparent sichtbar und die Vergleichbarkeit und Entwicklung über die Jahre hinweg verbessert.

Ausblick mit Zuversicht für 2026

Mit dem Programm Focus & Deliver sieht sich PNE sehr gut für die kommenden Herausforderungen aufgestellt. Wie auch in den vergangenen 30 Jahren nimmt das Unternehmen die Herausforderungen des Markts nicht nur an, sondern sieht sie als Ansporn.

PNE rechnet daher im Rahmen der Guidance im Konzern für das Geschäftsjahr 2026 mit einem EBITDA von 90 bis 120 Mio. Euro und einer Steigerung des normalised EBITDA auf 110 bis 140 Mio. Euro.

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