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SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA weist im Geschäftsjahr 2024/2025 einen Jahresfehlbetrag von 7,4 Mio. Euro aus

© SV Werder Bremen

Der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA Konzern blickt auf eine sportlich erfolg­reiche Saison 2024/25 zurück. Um die positive Entwicklung der letzten Jahre fort­setzen zu können, sind die Verant­wortlichen ein kalkulier­bares wirtschaft­liches Risiko eingegangen. Dieses hat sich sportlich ausgezahlt, führte allerdings dazu, dass das abgeschlossene Geschäftsjahr 2024/2025 einen Jahresfehl­betrag von 7,4 Mio. Euro ausweist.

Konzernumsatz sinkt leicht auf 142,7 Mio. Euro (Vorjahr: 145,6 Mio. Euro)
Aufwendungen für die betriebliche Leistung steigen auf 151,7 Mio. Euro (Vorjahr: 144,7 Mio. Euro)
Konzernjahres­fehlbetrag von 7,4 Mio. Euro (Vorjahr: Konzernjahres­überschuss von 2,2 Mio. Euro)

„Wir konnten uns seit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga vor drei Jahren sportlich in jedem Jahr steigern und haben diese positive Entwicklung in der letzten Saison mit 51 Punkten und Platz 8 in der Abschlusstabelle sowie dem Erreichen des Viertelfinals im DFB-Pokal sehr erfolgreich fortgesetzt. Mit Blick auf das wirtschaftliche Ergebnis, das wir im nun abgeschlossenen Geschäftsjahr erreicht haben, können wir im Vergleich zur sportlichen Entwicklung hingegen nicht zufrieden sein. Allerdings sind wir dieses Risiko auf Basis einer gemeinsamen Entscheidung bewusst und transparent eingegangen. Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre hat uns die Freiheit gegeben, punktuell ein kalkulierbares wirtschaftliches Risiko eingehen zu können, um darüber die Wahrscheinlichkeit auf sportlichen Erfolg zu erhöhen. Der sportliche Erfolg dient dann als Hebel, um die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Konzerns nachhaltig zu stärken“, erklärt Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA.

Der leichte Umsatzrückgang ist dabei im Wesentlichen auf deutlich gesunkene Transfererlöse (-17,9 Mio. Euro) zurückzuführen. „Nachdem im Vorjahr insbesondere der Transfer von Niclas Füllkrug zu Borussia Dortmund für die hohen Transfererlöse verantwortlich zeichnete, wurden im Berichtsjahr mit dem Transfer von Eren Dinkci und Zahlungen aus Weitertransferbeteiligungen oder bedingten Transferzahlungen deutlich geringere Erlöse erzielt. In den anderen relevanten Erlösbereichen Mediale Verwertungsrechte (+7,2 Mio. Euro), Spielbetrieb (+4,7 Mio. Euro) und Sponsoring (+2,0 Mio. Euro) wurden überall relevante Umsatzsteigerungen erzielt, die den hohen Rückgang der Transfererlöse nahezu kompensieren konnten. Auch im Bereich der Sonstigen Erlöse und Erträge ist ein Wachstum in Höhe von 0,9 Mio. Euro zu verzeichnen, das insbesondere durch steigende Erlöse im Bereich Frauenfußball erreicht wurde. Unsere vielfältigen Maßnahmen wie die erfolgte Modernisierung und Erweiterung unserer Hospitalitybereiche oder die Durchführung des Diego-Abschiedsspiels aber natürlich auch das Erreichen des Viertelfinals im DFB-Pokal haben zu einem Umsatzwachstums in diesen Kernbereichen beigetragen“, führt Filbry aus.

Neben den leicht gesunkenen Umsatzerlösen verzeichnet der SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA Konzern um 7,0 Mio. Euro auf 151,7 Mio. Euro gestiegene Aufwendungen für die betriebliche Leistung. „Hierfür sind Steigerungen in verschiedenen Bereichen verantwortlich. Die Personalkosten haben sich um 2,9 Mio. Euro erhöht. Im Bereich der Lizenzmannschaft sind die Kosten nahezu unverändert. Gesunkenen Grundgehältern stehen in nahezu gleicher Höhe gestiegene Prämienzahlungen für die erfolgreiche sportliche Saison gegenüber. Im Bereich des Leistungszentrums, dem Frauenfußball und der Verwaltung haben sich die Kosten im Einklang mit der konsequenten Umsetzung unseres Strategieplans erhöht. Die um 3,1 Mio. Euro gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus umsatzabhängigen Kosten wie beispielsweise Verbandsabgaben, Stadionmiete oder einmaligen Kosten“, ordnet Filbry weiter ein.

Durch das erwirtschaftete Ergebnis hat sich das Eigenkapital auf 14,9 Mio. Euro reduziert, die Konzerneigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 15,8%.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung blickt optimistisch in die Zukunft und positiv auf das laufende Geschäftsjahr. „Der Wechsel auf der Schlüsselposition des Cheftrainers ist sehr gut verlaufen. Nach 10 Spieltagen steht die Mannschaft mit 15 Punkten auf dem 8. Tabellenplatz. Mit der Integration mehrerer eigener Nachwuchsspieler als Stammspieler in die Lizenzmannschaft wird der Weg der Durchlässigkeit für eigene Talente konsequent umgesetzt und dadurch werden auch Marktwerte geschaffen. Die wichtigen Infrastrukturprojekte im Bereich des Leitungszentrums kommen gut voran und liegen vollständig im Zeit- und Kostenrahmen. Die diesbezügliche Finanzierung konnte entsprechend der Planungen erfolgreich umgesetzt werden. Wirtschaftlich streben wir für das laufende Geschäftsjahr nach dem Fehlbetrag im Berichtsjahr wieder ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis an. Hierfür sind noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen, wir sind aber zuversichtlich diese bis zum Ende des laufenden Geschäftsjahres auch entsprechend umgesetzt zu haben“, so Filbry abschließend.

Der geprüfte Konzernabschluss zum 30.06.2025 ist unter www.werder.de/business/anleihe/finanzberichte  abrufbar.

www.fixed-income.org

 

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