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Inflation in der Eurozone klettert mit 4,0 Prozent auf den höchsten Stand seit September 2023

von Ulrike Kastens, Senior Economist, DWS

Ulrike Kastens © DWS

Der Aufwärts­trend der Inflation in der Euro­zone setzte sich im Oktober 2026 weiter fort. So kletterte die Inflations­rate von 3,8 Prozent im Sep­tember auf 4,0 Prozent im Oktober. Die Kernrate blieb aller­dings unver­ändert bei 2,5 Prozent, so dass sich eine Verbrei­terung des zugrunde liegenden Inflations­trends bisher nicht abzeichnet. Dies ist erst einmal eine gute Nachricht für die Europä­ische Zentral­bank (EZB). 

Insgesamt sind es weiterhin die Energiepreise, die den Anstieg der Lebenshaltungskosten in der Eurozone dominieren. Im Oktober stiegen sie um 20,8 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen nur um 1,6 Prozent. Beides zusammen verstärkt aber die Debatte um „Alles wird teurer“. Während die Inflationsrate in Italien durch die Verteuerung von Konsumgütern und steigende Transportpreise kräftig anzog, zeichnet sich dies in der Eurozone nicht ab. Die Preise für Dienstleistungen und Konsumgüter blieben nahezu unverändert. Wir rechnen auch in den kommenden Monaten mit Inflationsraten von deutlich über 4 Prozent, ohne dass es allerdings zu einem deutlichen Anstieg des zugrunde liegenden Inflationstrends kommen sollte. Dennoch ist gerade vonseiten der EZB weiter Wachsamkeit angesagt, denn je länger die Energiepreise auf dem derzeitigen Niveau verharren, desto größer ist das Risiko von Zweitrundeneffekten. Die Tendenz der EZB zur weiteren Straffung der Geldpolitik („Tightening Bias“) ist daher mehr als angemessen.

www.fixed-income.org 

 

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