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„Standardisierung, Modularisierung und der konsequente Einsatz von Holz als Baustoff sind die zentralen Hebel für die Zukunft“, Thomas G. Winkler, UBM Development AG

Thomas G. Winkler, CEO, UBM Development AG © Philipp Horak

Die UBM Develop­ment AG ist einer der führenden Entwickler von Holzbau-Projekten in Europa. Ein wesent­licher Bestandteil dieses neuen Modells ist die Standar­disierung. Dabei geht es im Kern um die Verlagerung von der Baustelle in die Fabrik, wie UBM-CEO Thomas G. Winkler im Gespräch mit GREEN BONDS erläutert. Holz ist nach seiner Ein­schätzung der Baustoff des 21. Jahr­hunderts. Mit dem geplanten Timber Marina Tower in Wien entwickelt UBM das weltweit höchste Holz-Hybrid-Hochhaus und treibt damit die Grenzen des Machbaren weiter voran. Potenzial sieht Winkler insbesondere in der Assetklasse Wohnen, die knapp 60% der Pipeline von UBM ausmacht. Mit über 200 verkauften Wohnungs­einheiten im ersten Halbjahr 2025 wurde die Zahl des Vergleichs­zeitraums 2024 mehr als verdoppelt und im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 sogar vervierfacht.

GREEN BONDS: Sie begeben einen neuen 5-jährigen Green Bond im Volumen von 100 Mio. Euro – mit der Möglichkeit, diesen auf 120 Mio. Euro aufzustocken. Wie sind die Eckpunkte der neuen grünen Anleihe?

Winkler: Wir bieten – wie auch schon in der Vergangenheit – einen vergleichsweise attraktiven Kupon von 6,75% für eine Laufzeit von 5 Jahren. Die Mindestinvestition beträgt 500 Euro. Alle weiteren Details gibt es auf https://www.ubm-development.com/de/ubm-green-bond-2025/.

GREEN BONDS: Wie können Anleger in die neue Anleihe zeichnen?

Winkler: Es wird dieses Mal ein DirectPlace-Angebot an der Frankfurter Börse geben, ansonsten aber auch über alle gängigen Brokerplattformen oder in Österreich bei den meisten Banken. 

GREEN BONDS: Welche Bedeutung haben grüne Finanzierungen für UBM?

Winkler: Das UBM Green Finance Framework ist ein zentraler Baustein unserer Unternehmensstrategie „green. smart. and more“. Es definiert klare Kriterien für die Emission grüner Finanzierungsinstrumente, deren Nettoerlöse ausschließlich zur (Re-)Finanzierung von Projekten mit eindeutigem Umweltnutzen eingesetzt werden. Das Rahmenwerk basiert auf der EU-Taxonomie und wurde von der ESG-Rating- und Researchagentur ISS ESG im Rahmen einer Second Party Opinion geprüft. Heute verfügen nahezu alle unsere Anleihen – mit Ausnahme einer einzigen – über einen klaren Nachhaltigkeitsbezug und unterstützen damit unsere konsequente Ausrichtung auf ökologische Verantwortung und nachhaltige Wertschöpfung.

GREEN BONDS: Sie sind einer der führenden Entwickler von Holzbau-Projekten in Europa. Welche Vorteile bietet der Holzbau aus Ihrer Sicht?

Winkler: Holz ist der Baustoff des 21. Jahrhunderts. Als Developer ist unser größter Hebel zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks der Einsatz von Holz anstatt Stahl und Beton – dort, wo es sinnvoll möglich ist. Die Beton- und Stahlproduktion allein verursacht sechs Prozent aller CO2-Emissionen weltweit. Holz hingegen wächst nach und bindet CO2. Die ökologische Materialwahl, die straffe Baustellenlogistik, der modulare Aufbau und der energieeffiziente Betrieb addieren sich zu besonders nachhaltigen Bauwerken. Vom Entwurf über die Errichtung bis hin zu Rückbau und Recycling schonen wir Ressourcen. Holz reguliert außerdem die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit, und es hat hervorragende Dämmeigenschaften.

GREEN BONDS: In welchem Umfang können Sie Holzbau standardisieren und modularisieren?

Winkler: Die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells hat in den vergangenen zwölf Monaten spürbare Fortschritte gemacht. Ein wesentlicher Bestandteil dieses neuen Modells ist die Standardisierung, die für UBM Holzbau bedeutet – im Kern geht es um die Verlagerung von der Baustelle in die Fabrik. So lag die Vorfertigungsrate bei unserem ersten großen Holz-Hybrid-Projekt, dem Timber Pioneer in Frankfurt, noch bei 23%. Im LeopoldQuartier Office in Wien erreichen wir bereits 43%.

GREEN BONDS: Welche Einschränkungen gibt es beim Holzbau? 

Winkler: Holzbau hat sich in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt, dennoch gibt es derzeit noch technische und regulatorische Rahmenbedingungen, die berücksichtigt werden müssen. So ist der Einsatz von Holz in tragenden Konstruktionen besonders in Kombination mit Beton – als Holz-Hybrid-Bauweise – sinnvoll, um Stabilität, Brandschutz und Schallschutz auch in größeren Gebäuden sicherzustellen.

In der Praxis wurden Holz-Hybrid-Gebäude bislang meist im Bereich von 8–12 Stockwerken realisiert. Mit dem geplanten Timber Marina Tower in Wien entwickeln wir das weltweit höchste Holz-Hybrid-Hochhaus und treiben damit die Grenzen des Machbaren weiter voran. Unsere Erfahrung zeigt, dass die maximale Höhe heute weniger durch das Material selbst, sondern vor allem durch bauordnungsrechtliche Vorgaben und die Weiterentwicklung von Normen bestimmt wird.

GREEN BONDS: Wie groß ist Ihre Projektpipeline? Um welche Projekte (Assetklassen) handelt es sich und in welchen Regionen sind die Projekte?

Winkler: In den nächsten 4 Jahren umfasst die Pipeline der UBM-Projekte ein Volumen von rund 1,9 Mrd. Euro, das zu über 90% in Österreich und Deutschland, und zu knapp 60% aus der Assetklasse Wohnen beisteuert. Mit rund 2.800 Wohneinheiten in Entwicklung, Umsetzung oder bereits im Vertrieb ist die UBM im boomenden Wohnungsmarkt optimal positioniert. Standardisierung, Modularisierung und der konsequente Einsatz von Holz als Baustoff sind dabei die zentralen Hebel für die Zukunft.

GREEN BONDS: Wie entwickelt sich die Nachfrage nach Wohnungen?

Winkler: Mit über 200 verkauften Wohnungseinheiten im ersten Halbjahr 2025 wurde die Zahl des Vergleichszeitraums 2024 mehr als verdoppelt und im Vergleich zum ersten Halbjahr 2023 sogar vervierfacht. Auch im dritten Quartal werden wir den Trend fortsetzen können und über 100 Wohnungen verkaufen. In den nächsten 4 Jahren umfasst unsere Pipeline 2.800 Wohneinheiten. Wir sind damit positioniert und partizipieren schon heute vom Aufschwung im Wohnen.

GREEN BONDS: Welchen Ausblick können Sie für 2025 geben?

Winkler: Wir befinden uns auf dem Weg zurück zur Profitabilität und haben gleichzeitig unsere Kapitalstruktur gestärkt. Im zweiten Quartal konnten wir bereits eine schwarze Null erzielen und unsere Eigenkapitalquote liegt wieder über 30%. Im ersten Halbjahr 2025 konnten wir die Zahl der verkauften Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr erneut mehr als verdoppeln. Damit haben sich unsere Verkaufszahlen innerhalb von zwei Jahren vervierfacht. Wohnen ist aus der Krise – und unsere Projekte treffen dabei genau die Nachfrage.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, www.green-bonds.com


Eckdaten der neuen UBM-Anleihe

EmittentinUBM Development AG
StatusSenior unsecured
Kupon6,75% p.a.
Zinszahlunghalbjährlich
Emissionspreis98,00%–100,00%
Umtauschfrist29.09.–16.10.2025
Zeichnungsfrist20.10.–24.10.2025
Emissionsvolumenbis zu 100 Mio. Euro (mit Aufstockungsmöglichkeit auf bis zu 120 Mio. Euro)
Stückelung500 Euro
Valuta30.10.2025
Laufzeit30.10.2030 (5 Jahre)
ISINAT0000A3PGY9
ListingAmtlicher Handel der Wiener Börse – Corporates Prime Segment, Börse Frankfurt – Open Market
Joint BookrunnerRaiffeisen Bank International und Montega Markets
Internet/Wertpapierprospektwww.ubm-development.com/de/ubm-green-bond-2025/

Mittelstandsanleihen – aktuelle Neuemissionen

Emittent

Zeichnungsfrist

Kupon

Green Bond

PNE

22.05.-09.06.2026 (Umtausch), 22.05.-11.06.2026 (Zeichnung)

6,750%-7,750%

nicht fgormal

LEEF Blattwerk

02.03.2026-26.02.2027

7,250%

nicht formal

Aream Infrastruktur Finance

19.08.2025-18.08.2026

7,250%

ja

FCR Immobilien

02.04.2026-30.03.2027

6,250%

nein

ASG EnergieInvest

10.03.2026-09.03.2027

7,000%

nicht formal

reconcept Green Global Energy Bond II

20.11.2025-19.11.2026

7,750%

ja

EVERYIELD

n.bek.

n.bek.

nicht formal

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