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„Anleihegläubiger müssen aktiv werden und ihrer Bank die Weisung zum Bezug der neuen Wertpapiere erteilen“, Markus Ehret, CFO, SINGULUS TECHNOLOGIES AG

Die Restrukturierung der SINGULUS TECHNOLOGIES AG schreitet weiter voran. Die Gesellschaft hat ein Erwerbsangebot für den kostenfreien Bezug neuer Aktien und neuer Anleihen veröffentlicht. Das Erwerbsangebot sieht vor, dass Anleihegläubiger ohne weitere Zuzahlung für jede alte SINGULUS-Anleihe im Nennbetrag von je 1.000 Euro 96 Neue Aktien und zwei Neue Anleihen im Nennbetrag von je 100 Euro bekommen. Verzichtet der bisherige Anleihegläubiger auf diesen kostenlosen Umtausch oder übt die Erwerbsrechte nicht fristgemäß aus, verbleiben diese zunächst im Depot und werden durch die Abwicklungsstelle und den gemeinsamen Vertreter verwertet. Dem Anleihegläubiger wird ein eventueller Barausgleich ausgeschüttet. Es ist derzeit unklar, zu welchem Kurs die Erwerbsrechte verwertet werden können, der Barausgleich kann daher sehr gering sein. Die SINGULUS-Anleihen wurden entsprechend des Beschlusses der Gläubigerversammlung vom 15. Februar 2016 bereits am 23. Juni 2016 aus den Depots der Anleihegläubiger ausgebucht und dafür Erwerbsrechte auf neue Aktien und neue Schuldverschreibungen eingebucht. Um die kostenfreien Erwerbsrechte auszuüben und die neuen Aktien und neuen Anleihen zu erhalten, müssen Anleihegläubiger sich innerhalb der Erwerbsfrist an ihre Depotbank wenden und entsprechende Anweisungen erteilen. Die Erwerbsfrist läuft vom 29. Juni 2016 bis zum 13. Juli 2016. Im Gespräch mit dem BOND MAGAZINE erläutert SINGULUS-CFO Markus Ehret die Transaktion.

BOND MAGAZINE: Die Frist für den kostenfreien Bezug neuer Aktien und Anleihen hat begonnen. Worauf müssen Anleger achten?

Ehret: Der Begriff „Erwerbsrechte“ ist etwas irreführend. Denn es geht nicht darum, dass Anleihegläubiger das Recht haben, etwas zu erwerben, sondern sie bekommen etwas umsonst.  Es handelt sich bei den Erwerbsrechten eher um eine Art Gutscheine, die man tauschen kann. Die Erwerbsrechte berechtigen zum kostenfreien Umtausch in Neue Aktien und Neue Anleihen. Dies ist für die Anleger nicht mit Kosten verbunden. Es entstehen nur die üblichen Depotkosten. Die Anleger bekommen die Wertpapiere, die ihnen zustehen, sie haben das Recht für eine alte Anleihe zwei neue Anleihen und 96 neue Aktien zu beziehen.

BOND MAGAZINE: Die neuen Anleihen haben einen Nennwert von 100 Euro, also zusammen 200 Euro.

Ehret: Ja, das sind nominal 200 Euro plus 96 Aktien. Diese werden ab 21. Juli am Kapitalmarkt notieren. Der Bezug ist kostenlos. Aber die Anleihegläubiger müssen aktiv werden und ihrer Bank die Weisung zum Bezug der neuen Wertpapiere erteilen. Das ist ganz wichtig! Es ist natürlich auch eine Herausforderung für uns, dies gerade Privatanlegern zu kommunizieren, um eine möglichst hohe Umtauschquote zu erreichen.

BOND MAGAZINE: Also die Anleihegläubiger müssen aktiv werden?

Ehret: Ja, das ist richtig. Die neuen Anleihen werden vermutlich um 100 % notieren, bei den neuen Aktien wird sich ein Preis auf Basis der Markterwartung der Kapitalmarktteilnehmer und der Geschäftsentwicklung einspielen.

BOND MAGAZINE: Und was bekommen die Anleger, die nicht aktiv werden?

Ehret: Wenn Anleger nicht reagieren, dann werden die Erwerbsrechte weiterveräußert. Diese werden dann im Rahmen eines Bookbuilding-Verfahrens institutionellen Anlegern angeboten. Insbesondere wenn viele Privatanleger nicht reagieren, besteht das Risiko, dass der Preis möglicherweise nicht den wahren Wert widerspiegelt und dass andere den Gewinn abschöpfen.

BOND MAGAZINE: Vor einigen Tagen haben Sie ein positives Fazit von der Intersolar Europe gezogen. Welche Nachfrage spüren Sie im Photovoltaik-Geschäft?

Ehret: Wir haben im Bereich Photovoltaik zwei Technologiebereiche – Dünnschicht- und kristalline Zellen. Unser Unternehmen hat kürzlich einen wichtigen Auftrag über 110 Mio. Euro im Bereich CIGS-Dünnschichttechnologie erhalten. Wir sehen nun, dass weitere Unternehmen an der CIGS-Technologie Interesse haben. Das stimmt uns optimistisch für den weiteren Geschäftsverlauf. Auch unser Kunde aus China möchte den Bereich weiter ausbauen – das ist bekannt. Er hat Investition für 3 GW CIGS- Produktionskapazität angekündigt. Wir erwarten Folgeaufträge und wir sehen Interesse von anderen Unternehmen auch in China. Aber auch aus dem Mittleren Osten und aus Südostasien gibt es Interesse, denn die Technologie hat klare Vorteile gegenüber kristallinen Zellen. Bei der kristallinen Technologie wird in neue Zelltechnologien wie Hetereojunction investiert. Besonders mit unserer Nasschemie zählen wir inzwischen zu den Toplieferanten. Wir sprechen mit den TIER 1-Unternehmen, also mit den großen Herstellern von Solarzellen, über eine Technologieerweiterung. Wir gehen davon aus, dass wir im Nachgang der Messe entsprechende Aufträge erhalten. Im Bereich Optical Disc ist die Entwicklung hingegen eher verhalten. Hier ernten wir im Servicegeschäft unsere Cashflows, vielleicht gibt es auch das eine oder andere Maschinengeschäft im Bereich Ultra-HD Blu-ray. Vom 12. bis 14. Juli finden in San Francisco die Messen Intersolar North America und Semicon West statt, hier werden wir sehen, wie sich der Semiconductor Bereich weiter entwickelt und ob es uns gelingt, für laufende Projektgespräche die entsprechenden Aufträge zu erhalten. Unser Fokus ist klar bei Solar, der Bereich entwickelt sich gut. Wir sind hier verhalten optimistisch und glauben, dass wir entsprechende Abschlüsse tätigen können.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, www.fixed-income.org


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