YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Energiewende eröffnet 2026 weltweit Chancen / Ausblick von Lorenzo van der Vaeren, DPAM

Lorenzo van der Vaeren © DPAM

Die Energie­wende bietet Investoren weltweit Chancen – auch im neuen Jahr. Fonds­manager Lorenzo van der Vaeren von DPAM sieht beso­nders viel Poten­zial bei Unter­nehmen, denen eine Neu­positio­nierung für eine CO2-arme Welt gelingt:

In der EU löst der Clean Industrial Deal reichlich Nachfrage nach umwelt­freund­licheren Produkten aus. Die Überarbeitung des Rahmens für staatliche Beihilfen mit Schwerpunkt auf schwer zu reduzierenden Sektoren, die Einführung des CO2-Grenzausgleichsmechanismus im kommenden Jahr sowie das Emissionshandelssystem 2 (bis 2027) stützen die Nachfrage zusätzlich.

Auch in den USA schreitet die Energiewende allen politischen Turbulenzen zum Trotz voran und wird sowohl von den Republikanern als auch von den Demokraten unterstützt. So wurde im Mai 2025 ein Gesetzentwurf blockiert, der eine Rücknahme der Anreize für saubere Energien aus dem Inflation Reduction Act vorsah. Bundesstaaten wie Kalifornien haben zusätzliche Initiativen ergriffen.

2024 investierte China rund 818 Milliarden US-Dollar in grüne Sektoren wie erneuerbare Energien, Energiespeicherung, Kernenergie, Elektrofahrzeuge und Wasserstoff. Das waren fast 40 % der weltweiten Gesamtinvestitionen und mehr als doppelt so viel wie in jedem anderen Land. Chinas Rohölimporte gingen 2024 erstmals zurück, während der Sektor für saubere Energie mit 1,9 Billionen US-Dollar rund ein Zehntel zum BIP beitrug.

Ohne substanzielle Beteiligung des Privatsektors lassen sich die ehrgeizigen Ziele nicht erreichen: In Europa beispielsweise bilden emissionsintensive Unternehmen einen wesentlichen Bestandteil der Value-Benchmarks. Gelingt ihnen die Neupositionierung, könnte dies ihre Bewertungen verbessern. Der Privatsektor muss jedoch nicht nur die Umweltauswirkungen bewerten, sondern auch die Zuverlässigkeit und Erschwinglichkeit der gewählten Lösungen. Investoren sollten die Übergangsstrategien der Unternehmen genau analysieren:

•  Inwiefern unterstützt oder behindert die Gesetzgebung deren Dekarbonisierungspläne?

•  Gibt es eine echte Nachfrage nach umweltfreundlicheren Produkten im Vergleich zu CO2-intensiven Alternativen?

•  Ist die erforderliche Technologie leicht verfügbar oder muss sie noch weiterentwickelt werden?

Letztendlich müssen Investoren für jedes einzelne Unternehmen die Auswirkungen der Dekarbonisierung auf Umsatz und Gewinn sowie die erforderlichen Investitionen und Renditen verstehen, um beurteilen zu können, was der Übergang für den Cashflow des Unternehmens bedeutet.

Investoren können die Energiewende vorantreiben, indem sie in Unternehmen aus emissionsintensiven Sektoren investieren und mit ihnen zusammenarbeiten, um ehrgeizige Dekarbonisierungsziele und -pläne festzulegen und das erforderliche Kapital bereitzustellen. Das Engagement sollte jedoch über Verpflichtungen und Zielsetzungen hinausgehen und auf konkrete und quantifizierbare Kennzahlen abzielen. Nur dann lassen sich Glaubwürdigkeit und Durchführbarkeit von Übergangsstrategien bewerten und steuern. Dazu gehört die Ausrichtung der Vergütung der Führungskräfte an Klimazielen, eine auf die Dekarbonisierung abgestimmte Kapitalallokation sowie eine Rechnungslegung, die wichtige Parameter und Annahmen auch für neue Technologien offenlegt.

Niemand weiß genau, wie die Energiewende sich entwickeln wird. Sie sollte aber Teil jedes Investitionsvorhabens sein, bei dem wesentliche Risiken bewertet werden müssen. Die Dekarbonisierung schwer zu reduzierender Industrien kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie einen Mehrwert für die Aktionäre schafft. Nur dann können Investoren die Energiewende glaubwürdig vorantreiben.

www.green-bonds.com – Die Green Bond-Plattform.

 

Investment

von Mohammed Elmi, Senior Portfolio Manager bei Federated Hermes

Zölle werden zweifel­los langfristige Auswir­kungen auf die globalen Kapital- und Handels­ströme in Schwellen­ländern haben. Vor dem Beitritt Chinas…
Weiterlesen
Investment

von Bent Lystbaek, Jacob Ellinge Nielsen, Thomas Haugaard und Sorin Pirău, Portfoliomanager, Janus Henderson Investors

Die globale Markt­stimmung für Anfang 2026 baut auf dem starken Funda­ment des Jahres 2025 auf. Dieses war geprägt von einer robusten Perfor­mance von…
Weiterlesen
Investment
Schwellen­länder werden den Industrie­nationen immer ähnlicher. Im kom­menden Jahr wird sich diese Konver­genz fort­setzen, erwarten die beiden…
Weiterlesen
Investment
Die Energie­preise sind derzeit niedrig – sowohl für ein Barrel Öl als auch für Erdgas. Für Öl ist dies durch ein der­zeitiges Über­angebot am Markt…
Weiterlesen
Investment

von Jenna Barnard, Head of Global Bonds, Janus Henderson Investors

Seit Ende der Zinser­höhungen in den Industrie­ländern Mitte bis Ende 2023 wird an den Märkten für Staats­anleihen über das Aus­maß der Zins­senkungen…
Weiterlesen
Investment

von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Die Botschaft der Euro­pä­ischen Zentral­bank (EZB) dürfte sich bei ihrer Dezember-Sitzung nicht grund­legend ändern. Es wird erwartet, dass die EZB…
Weiterlesen
Investment

von Michael Graham, Head of US High Yield bei AXA IM & Jack Stephenson, US Fixed Income Investment Specialist bei AXA IM

Seit fast drei Jahren trotzt die US-Wirt­schaft den Rezes­sions­erwar­tungen und über­trifft weiterhin andere entwickelte Volks­wirt­schaften. Im…
Weiterlesen
Investment

von Serge Nussbaumer, Head Public Solutions, Maverix Securities AG

Die US-Noten­bank hat die Leit­zinsen wie erwar­tet um 25 Basis­punkte gesenkt. Doch die eigent­liche Bot­schaft der Sitzung war eine andere. Zwar…
Weiterlesen
Investment

von Jeff Schulze, Leiter Wirtschafts- und Marktstrategie bei Clearbridge Investments, zur Sitzung der Fed

Da die Senkung um 25 Basis­punkte allgemein erwartet wurde, konzen­trieren sich die Märkte auf die Prog­nosen der Fed für 2026 und darüber hinaus. Die…
Weiterlesen
Investment

von Svein Aage Aanes, Head of Fixed Income bei DNB Asset Management

Die geo­politischen und poli­tischen Nach­richten waren im Jahr 2025 recht massiv – anhaltender Krieg in der Ukraine, instabiles Zoll­system der USA,…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!