YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Fed sendet ein klares Signal der Vorsicht

von Serge Nussbaumer, Head Public Solutions, Maverix Securities AG

Serge Nussbaumer © Maverix

Die US-Noten­bank hat die Leit­zinsen wie erwar­tet um 25 Basis­punkte gesenkt. Doch die eigent­liche Bot­schaft der Sitzung war eine andere. Zwar setzt die Fed ihren Lockerungs­kurs fort und reagiert damit auf eine spürbare Abküh­lung des Arbeits­markts und eine nur zöger­lich sinkende Inflation. Doch Fed-Chef Jerome Powell nahm den Märkten sofort die Hoffnung auf eine auto­matische Fort­setzung dieser Politik. Weitere Zins­senkungen seien keines­wegs garantiert, betonte er ungewohnt deutlich. Der neue Dot-Plot zeigt, für 2026 und 2027 rechnen die meisten Notenbanker lediglich mit jeweils einem zusätzlichen Zinsschritt nach unten.

Damit sendet die Fed ein klares Signal der Vorsicht. Sie will die Wirtschaft stützen, ohne die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen, also ohne zu früh oder zu stark zu lockern. Der Kauf kurzfristiger Staatsanleihen durch die Zentralbank ist weniger ein expansiver Kraftakt als eine technische Maßnahme, um zum Jahresende Liquidität im Finanzsystem zu sichern. Es ist ein Eingriff, der Stabilität schaffen soll, aber kein Zeichen für einen neuen, breit angelegten Stimulus.

Für die Märkte bedeutet dies, dass der Zinsschritt bereits eingepreist war und keine zusätzlichen Überraschungseffekte zu verzeichnen waren. Die vorsichtig-taubenhaften Untertöne der Pressekonferenz sprechen jedoch gegen eine Phase ungebremsten Optimismus. Aktien profitieren zwar kurzfristig von niedrigeren Finanzierungskosten, doch der geldpolitische Rückenwind könnte schwächer ausfallen als erhofft. Die Fed erkennt die konjunkturellen Risiken, befindet sich aber nicht im Krisenmodus.

Gleichzeitig schwingt eine zusätzliche Unsicherheit mit. Ab Mai übernimmt ein neuer Fed-Vorsitzender die Führung der Notenbank. Mit diesem personellen Wechsel könnte sich der Tonfall der Geldpolitik verändern, je nachdem, wie stark der neue Vorsitzende bereit ist, das aktuelle Gleichgewicht zwischen Inflationsbekämpfung und Wachstumsstützung neu zu gewichten. Die heutige Vorsicht muss also nicht die Linie der kommenden Monate bleiben. Die Marktteilnehmer werden künftige Kommentare und Personalentscheidungen der neuen Führung entsprechend intensiv analysieren.

Unter dem Strich zieht die US-Notenbank eine feine Linie: genug Lockerung, um eine konjunkturelle Abkühlung abzufedern, aber nicht genug, um einen neuen Risiko-Exzess zu entfachen. Doch mit dem anstehenden Führungswechsel steigt die geldpolitische Unsicherheit – und damit der Bedarf, Entscheidungen der Fed in den kommenden Monaten noch genauer zu lesen.

www.fixed-income.org 

 

Investment

von Charlotte Peuron, Portfolio Manager Thematic Equities, Crédit Mutuel Asset Management

Gold, das häufig als eine Form von „Währung“ betrachtet wird, profitierte seit der COVID-Krise erheblich von den hohen Haus­halts­defiziten in den…
Weiterlesen
Investment

von Cathy Hepworth, Head of PGIM Fixed Income's Emerging Markets Debt Team

In unserer kurz­fristigen Ein­schätzung der Spreads von Staats­anleihen aus Schwellen­ländern in Hart­währungen sind wir konstruktiv-vorsichtig. Das…
Weiterlesen
Investment
BlackRock legt heute vier neue iShares iBonds UCITS ETFs auf und erweitert sein Angebot an Anleihen-ETFs mit fester Laufzeit um die Fällig­keits­jahre…
Weiterlesen
Investment
Trotz der jüngsten Turbu­lenzen an den Finanz­märkten bleibt Lazard Asset Manage­ment opti­mistisch für Wandel­anleihen. „Die jüngsten…
Weiterlesen
Investment
Anleihen aus dem Öl- und Gas­bereich sind Profiteure aus dem Preis­schock in Folge des Iran-Krieges, wie Norbert Schmidt und Gerhard Mayer,…
Weiterlesen
Investment

von Josh Shipley, Head of Europe Direct Lending bei PGIM

Während eines Groß­teils des ver­gangenen Jahr­hunderts wurden euro­päische Fußball­vereine weniger wie Unter­nehmen behandelt, sondern eher wie…
Weiterlesen
Investment

von Jason DeVito & Mohammed Elmi, beide Senior Portfoliomanager bei Federated Hermes

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat die weltweite Ölver­sorgung erheb­lich beein­trächtigt – was sich schließlich auch in den Preisen…
Weiterlesen
Investment
Lowie Debou, Fonds­manager bei DPAM, beurteilt die Ent­wicklung von Preisen und Inflations­er­wartungen infolge des Iran­konflikts: 1.  „Unmittelbar…
Weiterlesen
Investment
Infolge des Iran­kriegs erwartete die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) bereits im April einen Inflationsschock und weitere…
Weiterlesen
Investment

von Jan Felix Glöckner, Senior Investment Specialist bei Insight Investment

Auch wenn derzeit ein brüchiger Waffen­still­stand herrscht, gibt es keine ein­deutigen oder unmittel­baren Anzeichen für eine Beilegung des Konflikts…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!