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paragon AG: Umsatz soll 2018 um rund 40% auf etwa 175 Mio. Euro steigen, EBIT-Marge von rund 9,0% angestrebt

Elektromobilität wächst 2017 um 73% auf 24,7 Mio. Euro

Die paragon AG [ISIN DE0005558696] hat heute ihre Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2017 und die Prognose für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht.

Die Gesellschaft hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Konzernumsatz von 124,8 Mio. Euro (Vorjahr: 102,8 Mio. Euro) erwirtschaftet und mit dem um 21,4 Prozent gestiegenen Umsatz das Jahr 2017 am oberen Rande des Prognosekorridors abgeschlossen. Der Umsatzanstieg ging maßgeblich auf die sehr gute operative Entwicklung in den jungen Segmenten Elektromobilität und Mechanik (Geschäftsbereich Karosserie-Kinematik) zurück, die einen Umsatzanstieg mit Dritten um jeweils 73,0 Prozent bzw. 188,0 Prozent verzeichneten und damit ihren kumulierten Umsatzanteil auf 27,3 Prozent (Vorjahr: 17,0 Prozent) steigerten. Im Segment Elektromobilität war die Serienproduktion von Batteriemodulen für Gabelstapler der größte Wachstumstreiber. Das Segment Mechanik profitierte im Wesentlichen von der anlaufenden Serienproduktion neuer Generationen von frei einstellbaren Heckspoilern zur Optimierung der Aerodynamik für mehrere Fahrzeugmodelle. Elektronik bleibt das umsatzstärkste Segment mit einem Umsatz mit Dritten von 90,8 Mio. Euro (Vorjahr: 85,3 Mio. Euro), was einer Steigerung von 6,5 Prozent entspricht. Dafür war vor allem eine neue Instrumentengeneration im Geschäftsbereich Cockpit sowie eine Steigerung der Ausbringungsmengen der aktuellen Version der Premium-Freisprechmikrofone im Geschäftsbereich Akustik verantwortlich.

"Jahr für Jahr halten wir unsere Prognosen ein und wachsen schneller als der Markt, was unsere Investoren sehr an uns schätzen", sagt Klaus Dieter Frers, Gründer und Vorstandsvorsitzender der paragon AG. "Wir sind in einem dynamischen Umfeld der Maßstab, wir treiben unsere neuesten Innovationen voran und wandeln uns immer mehr zum integrierten Systemanbieter. Eine unserer Stärken ist das ausgewogene Wachstum über alle Segmente hinweg. Der wichtige Geschäftsbereich Elektronik wächst kontinuierlich, während die Segmente Elektromobilität und Mechanik mit einer äußerst dynamischen Entwicklung überzeugen."

Der Materialaufwand erhöhte sich im Berichtsjahr um 23,4 Prozent auf 71,2 Mio. Euro (Vorjahr: 57,7 Mio. Euro), was einem veränderten Produkt-Mix infolge des Aufbaus der neuen Geschäftsbereiche Rechnung trägt und auf diverse einmalige Anlaufkosten zurückgeht. Die Materialeinsatzquote erhöhte sich entsprechend auf 57,1 Prozent (Vorjahr: 56,2 Prozent). In der Folge stieg der Rohertrag auf 70,2 Mio. Euro (Vorjahr: 60,5 Mio. Euro), was eine Rohertragsmarge von 56,3 Prozent bedeutet (Vorjahr: 58,9 Prozent).

Die aktivierten Entwicklungskosten sind aufgrund von mehreren Neuprojekten um 7,0 Prozent auf 16,4 Mio. Euro (Vorjahr: 15,3 Mio. Euro) gestiegen.

"Die Anforderungen der Privatkunden an ihr Fahrzeug ändern sich rasant. Damit ist auch die Automobilindustrie von immer kürzeren Innovationszyklen geprägt. paragon konzentriert sich vor allem im Elektroniksegment darauf, die veränderte Nachfrage der Privatkunden so früh wie möglich zu erkennen und schon in die Entwicklung einzubeziehen", sagt Dr. Stefan Schwehr, Vorstand Elektronik.

Der Anstieg des Personalaufwands um 20,6 Prozent auf 35,3 Mio. Euro (Vorjahr: 29,2 Mio. Euro) geht vor allem auf das starke Wachstum in den Geschäftssegmenten Elektromobilität und Mechanik sowie auf den Ausbau der Strukturen in Konzern-Zentralfunktionen zurück. Dennoch sank die Personalaufwandsquote leicht auf 28,2 Prozent (Vorjahr: 28,5 Prozent). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen auf 17,9 Mio. Euro (Vorjahr: 15,2 Mio. Euro), im Wesentlichen bedingt durch das operative Wachstum im Konzernverbund. Damit erhöhte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 5,8 Prozent auf 17,0 Mio. Euro (Vorjahr: 16,1 Mio. Euro), was einer EBITDA-Marge von 13,6 Prozent entspricht (Vorjahr: 15,7 Prozent).

Die Abschreibungen erhöhten sich wie geplant deutlich auf 9,4 Mio. Euro (Vorjahr: 7,1 Mio. Euro). Bereinigt um einmalige Sondereffekte im Geschäftsbereich Karosserie-Kinematik in Höhe von 1,4 Mio. Euro sowie nicht an Kunden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterberechnete Sonderaufwendungen in Höhe von 2,2 Mio. Euro ergibt sich eine bereinigte EBIT-Marge in Höhe von 9,0 Prozent. Vor dem Hintergrund der um 2,7 Mio. Euro gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierte sich das unbereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 14,5 Prozent auf 7,6 Mio. Euro (Vorjahr: 8,9 Mio. Euro). Die EBIT-Marge sank damit unbereinigt auf 6,1 Prozent (Vorjahr: 8,7 Prozent).

Wegen des verringerten Finanzergebnisses in Höhe von -4,4 Mio. Euro (Vorjahr: -3,2 Mio. Euro) ging auch das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf 3,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,8 Mio. Euro) zurück. Gleichzeitig stiegen die Ertragsteuern auf 3,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro). Insgesamt erwirtschaftete der paragon Konzern im Berichtszeitraum einen Konzernjahresfehlbetrag in Höhe von -0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,6 Mio. Euro). Das entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,15 Euro (Vorjahr: 0,84 Euro).

Die Vermögenswerte der paragon AG haben sich zum Bilanzstichtag deutlich auf 311,8 Mio. Euro erhöht (31. Dezember 2016: 115,6 Mio. Euro). Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf die Aktivierung von Entwicklungskosten, die Anleihebegebung 2017/2022 in Höhe von 50 Mio. Euro zum Halbjahr 2017 sowie den Börsengang der Tochtergesellschaft Voltabox AG, den Unternehmenskauf der HS Genion GmbH (heute paragon movasys GmbH) und den Forderungsanstieg im Segment Elektromobilität im vierten Quartal.

Das Eigenkapital der paragon AG stieg entsprechend um 410,6 Prozent auf 177,1 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 34,7 Mio. Euro). Der Gewinnvortrag erhöhte sich aufgrund des erfolgten Börsengangs der Voltabox AG auf 106,0 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 12,9 Mio. Euro). Vor dem Hintergrund der damit deutlich erhöhten Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag auf 56,8 Prozent (31. Dezember 2016: 30,0 Prozent).

Der Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit reduzierte sich im Berichtszeitraum auf -8,4 Mio. Euro (Vorjahr: 16,8 Mio. Euro). Neben dem geringeren Ergebnis vor Steuern (EBT) ist diese Entwicklung insbesondere auf den deutlichen Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Zunahme der Vorräte zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit reduzierte sich bereinigt um Transaktionsinvestitionen im Berichtszeitraum um 3,2 Prozent auf 21,3 Mio. Euro (Vorjahr: 22,0 Mio. Euro). Diese Entwicklung resultiert aus der deutlichen Abnahme der Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen um 39,0 Prozent auf 4,7 Mio. Euro (Vorjahr: 7,7 Mio. Euro), während die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte um 18,7 Prozent auf 17,1 Mio. Euro zunahmen (Vorjahr: 14,4 Mio. Euro). Die auf 15,9 Mio. Euro erhöhten Transaktionsinvestitionen führten im Berichtsjahr schließlich zu einem Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von -37,2 Mio. Euro (Vorjahr: -23,2 Mio. Euro).

Der Finanzmittelbestand erhöhte sich zum Bilanzstichtag auf 145,8 Mio. Euro (Vorjahr: 14,3 Mio. Euro), was im Wesentlichen auf die Begebung der Anleihe 2017/2022 sowie auf den Börsengang der Voltabox AG zurückzuführen ist.

Aufgrund der guten Auftragslage für 2018 erwartet der Vorstand, erneut deutlich schneller als der Automobilsektor zu wachsen. Für den Konzernumsatz wird ein weiterer Sprung um mehr als 40 Prozent auf rund 175 Mio. Euro bei einer Konzern-EBIT-Marge von rund 9 Prozent prognostiziert. Angesichts der robusten Auftragsvorlage der Voltabox AG für 2018 rechnet der Vorstand im Segment Elektromobilität mit einer signifikant höheren Wachstumsrate. Das Segment Elektromobilität soll den Umsatz mit geplanten rund 60 Mio. Euro mehr als verdoppeln und mit einer EBIT-Marge von ca. 10 Prozent nachhaltig zur Profitabilität des Konzerns beitragen. Auch der Geschäftsbereich Karosserie-Kinematik soll überproportional zur Umsatzsteigerung beitragen.

Der Vorstand will das Investitionsvolumen auf rund 35 Mio. Euro erhöhen. Die geplante weitere signifikante Ausweitung des Segments Elektromobilität soll paragon unabhängiger von konjunkturellen Einflüssen im Automobilsektor machen und die Kundenstruktur verbreitern.

In dieser Prognose noch nicht berücksichtigt sind mehrere vielversprechende Akquisitionen der paragon AG und der Voltabox AG, die derzeit in unterschiedlichen Projektphasen sind. Unter www.paragon.ag/investoren.html steht der Geschäftsbericht mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 zum Download bereit.


Die im Regulierten Markt (Prime Standard) der Deutsche Börse AG in Frankfurt a.M. notierte paragon AG (ISIN DE0005558696) entwickelt, produziert und vertreibt zukunftsweisende Lösungen im Bereich der Automobilelektronik, Elektromobilität und Karosserie-Kinematik. Zum Portfolio des marktführenden Direktlieferanten der Automobilindustrie zählen im Segment Elektronik innovatives Luftgütemanagement, moderne Anzeige-Systeme und Konnektivitätslösungen sowie akustische High-End-Systeme. Darüber hinaus ist der Konzern mit der ebenfalls im Regulierten Markt (Prime Standard) der Deutschen Börse AG in Frankfurt a.M. notierte Tochtergesellschaft Voltabox AG (ISIN DE000A2E4LE9) im schnell wachsenden Segment Elektromobilität mit marktprägenden Lithium-Ionen Batteriesystemen tätig. Im Segment Mechanik entwickelt und produziert die paragon AG aktive mobile Aerodynamiksysteme. Neben dem Unternehmenssitz in Delbrück (Nordrhein-Westfalen) unterhält die paragon AG bzw. deren Tochterfirmen Standorte in Suhl (Thüringen), Nürnberg und Landsberg am Lech (Bayern), St. Georgen (Baden-Württemberg), Bexbach (Saarland), Aachen (Nordrhein-Westfalen), sowie in Kunshan (China) und Austin (Texas, USA).


http://www.fixed-income.org/ (Foto: © Voltabox AG)


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