Die allgemeine Abschwächung der Inflation – die Gesamtinflation ist im Juni wieder unter 3% gesunken – spricht dafür, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinssätze bei ihrer Sitzung im Juli unverändert lassen wird.
Unsere Erwartungen:
• Nach der Anhebung um 25 Basispunkte im Juni gehen wir davon aus, dass die EZB den Einlagensatz unverändert bei 2,25 % belassen wird.
• Der EZB-Rat dürfte erneut betonen, dass künftige geldpolitische Entscheidungen weiterhin datenabhängig sein werden, und dabei jegliche Hinweise auf den künftigen Kurs der Zinssätze vermeiden.
• Präsidentin Christine Lagarde könnte zudem bestätigen, dass derzeit Gespräche über eine Anhebung der Mindestreservepflicht geführt werden, die seit 2012 bei 1 % liegt.
Fazit:
Angesichts der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit gehen wir davon aus, dass die EZB über den Sommer hinweg vorsichtig bleiben wird, sich aber die Möglichkeit einer weiteren Zinserhöhung im September offenhält.
Quelle: Bloomberg, Zahlen zum Ende Juni.
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