Industrieaktien zeigten im zweiten Quartal eine solide Performance und hielten weitgehend mit dem Gesamtmarkt Schritt. Der Sektor profitierte vom steigenden Unternehmervertrauen sowie von nachlassenden Befürchtungen eines anhaltenden Nahostkonflikts und eines Ölpreisschocks. Die Energiepreise gaben gegenüber ihren Höchstständen zu Quartalsbeginn nach, was dazu beitrug, die Unsicherheit für viele Industrieunternehmen zu verringern. Zum Quartalsende verlagerte sich der Fokus der Anleger von geopolitischen Risiken und Rohstoffpreisen hin zu den potenziellen Auswirkungen eines höheren Zinsumfelds auf die Konjunktur und die Industrienachfrage.
David Chung, Research-Analyst bei Janus Henderson Investors, sagt: „Wir sind weiterhin von der Widerstandsfähigkeit des Industriesektors überzeugt. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Institute for Supply Management (ISM) blieb über der kritischen 50er-Marke, die Wachstum signalisiert, und setzte damit die zuvor in diesem Jahr einsetzende Verbesserung fort. Diese Entwicklung hat die Erwartungen hinsichtlich einer allmählichen Erholung der Industrie gestützt. Auch wenn weiterhin kurzfristige Unsicherheiten bestehen, sind wir optimistisch, dass nachlassende geopolitische Spannungen und eine wiedergewonnene Stabilität auf den Energiemärkten ein günstigeres Umfeld für Industrieunternehmen schaffen könnten. Gleichzeitig sind wir uns weiterer Unsicherheitsfaktoren bewusst – etwa Zinssätze, Rohstoffpreise, Zölle, die Frachtnachfrage, das Verbraucher- und Unternehmervertrauen, die US-Zwischenwahlen sowie die anstehenden Verhandlungen zum USMCA-Abkommen.“
Und weiter: „Wir legen weiterhin den Schwerpunkt auf Unternehmen, die von starken langfristigen Trends profitieren, wie der zivilen Luft- und Raumfahrt und der Elektrifizierung sowie dem KI-bedingten Strombedarf und Investitionen in Rechenzentren. Zudem halten wir Ausschau nach gut geführten Unternehmen, die operative Verbesserungen vornehmen oder über einzigartige Wachstumsfaktoren verfügen, die ein stabiles Gewinnwachstum vorantreiben könnten. Auch wenn die Bewertungen in einigen dieser Bereiche anspruchsvoller geworden sind, sehen wir weiterhin langfristige Wachstumsaussichten, starke Umsatzchancen und das Potenzial für eine deutliche Margenausweitung.“
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