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PIMCO zu Renditehöchstständen bei langlaufenden US-Staatsanleihen: Rückkäufe der Regierung lösen Grundproblematik nicht

Die Renditen lang­laufender US-Staats­anleihen erreichten kürzlich ein Rekord­hoch. Daraufhin – und zwar just an dem Tag, als die Staats­ver­schul­dung die 40 Billionen US-Dollar-Marke knackte, kündigte das Finanz­ministerium in der vergan­genen Woche weitere Rückkäufe an. PIMCOs Head of Public Policy, Libby Cantrill, bewertet diesen Schritt der Regierung. Welche kurzfristige Wirkung auf Anleihe­märkte und US-Haushalt darf erwartet werden? Machen die Extra-Rückkaufe einen Unterschied? 

Rückkäufe am langen Ende der Zinskurve können die Renditen zwar theoretisch senken. Eine grundlegende Ursache für die hohen Treasury-Renditen geht dadurch aber nicht weg: Das strukturell hohe US-Haushaltsdefizit benötigt zur Finanzierung umfangreiche Staatsanleihen-Emissionen. Und daran wird sich so schnell nichts ändern.

Die Ausgangslage

Der Renditeanstieg langfristiger US-Staatsanleihen erhöht die Zinslast und erschwert somit die Refinanzierung der US-Schulden. Dadurch könnten Mittel für andere wichtige Ausgaben verdrängt werden.

Rund 15 Prozent der US-Staatsausgaben 2025 gingen an den Zinsdienst. 2019 waren es noch 8 Prozent.

Hohe Zinszahlungen für US-Staatsanleihen verteuern ebenso die Kreditaufnahme für Verbraucher, da Konsumentenkredite häufig an die Renditen von Treasuries gekoppelt sind.

All das fällt in eine Zeit, in der Lebenshaltungskosten für die Wähler das wichtigste Thema ist.

Die Maßnahmen und ihre Wirksamkeit

Seit Mai 2024 kauft das US-Finanzministerium regelmäßig Staatsanleihen zurück. Dabei geht es vor allem um die Funktionsfähigkeit des Treasury-Marktes. Ältere, weniger liquide Anleihen werden zurückgekauft und in der Regel durch neue, liquidere ersetzt.

Das US-Finanzministerium emittiert jedes Jahr mehrere Billionen US-Dollar an Staatsanleihen. Die angekündigten Rückkäufe – mindestens 14 Milliarden US-Dollar über die kommenden zwei Monate – sind da vergleichsweise gering.

Dennoch könnten die Rückkäufe ein wichtiges Signal für das Vertrauen des Finanzministeriums in den Treasury-Markt sein und bei der Renditenentwicklung für Entspannung sorgen.

Anders als die Fed kann das Finanzministerium seine Bilanz nicht ausweiten – also keine quantitative Lockerung betreiben –, um damit US-Staatsanleihen und Hypothekenpapiere direkt aufzukaufen und so die Zinsen zu senken. Das Finanzministerium kann Geld nicht einfach erschaffen.

Rückkäufe ändern nichts an den Rahmenbedingungen. Der Renditeanstieg langfristiger US-Staatsanleihen liegt u.a. im höheren US-Wachstum, der Staatsverschuldung, der Flut von Anleiheemissionen auf Unternehmensseite zur Finanzierung von KI-Investitionen sowie in Inflationssorgen begründet.

www.fixed-income.org


 

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