Jeff Schulze, Head Investment Strategist beim Franklin Templeton Institute kommentiert die Fed-Sitzung: „Die Fed hielt sich an den Plan und hob die Zinsen um 25 Basispunkte auf einen Zielkorridor von 3,75% bis 4,00% an, was mit den Fed-Funds-Futures übereinstimmte, die eine Wahrscheinlichkeit von über 90% für eine Zinserhöhung einpreisten.
Der Kern-PCE liegt seit 65 Monaten in Folge über dem Zielwert, und der jüngste Anstieg der Ölpreise hat die Fed dazu veranlasst, einen neuen Zinserhöhungszyklus einzuleiten, der vielleicht am besten als Anpassung in der Mitte des Zyklus beschrieben werden kann.
Warshs Pressekonferenz spiegelte weitgehend den hawkischen Ton seiner Äußerungen in Jackson Hole wider und stellte die Zinserhöhung als Beweis dafür dar, dass der Ausschuss seinen Worten Taten folgen lässt, um die Inflation wieder auf das Zielniveau zu bringen.
Warsh betonte, dass auf dem Arbeitsmarkt Vollbeschäftigung herrscht, und merkte an, dass die Preisstabilität – die andere Seite des doppelten Mandats – nun die ungeteilte Aufmerksamkeit der Fed genießt und die oberste Priorität des Ausschusses darstellt.
Warsh bekräftigte, dass er „nicht im Geschäft mit Forward Guidance“ sei, und lehnte es ab, sich auf einen konkreten Kurs für die künftige Geldpolitik festzulegen. Die veröffentlichten SEP-Prognosen der Fed (auch bekannt als „Fed Dots“) deuten jedoch auf eine weitere Zinserhöhung in diesem Jahr und keine im Jahr 2027 hin.
Der restriktive Ton der Pressekonferenz trieb die Fed-Funds-Futures und die Renditen langfristiger Anleihen in die Höhe und ließ US-Aktien nachgeben, wobei der daraus resultierende Zinsanstieg die Aktienbewertungen belastete.“
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