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Patt-Situation in der Straße von Hormus ist Inflationstreiber

von Cathy Hepworth, Head of PGIM Fixed Income's Emerging Markets Debt Team

Cathy Hepworth © PGIM

In unserer kurz­fristigen Ein­schätzung der Spreads von Staats­anleihen aus Schwellen­ländern in Hart­währungen sind wir konstruktiv-vorsichtig. Das globale Umfeld ist „aus­reichend unter­stützend“, doch es zeichnen sich erste Risse ab. Unsicher­heit herrscht hinsicht­lich des Standes der Iran-Gespräche, der Schifffahrts­bewegungen durch die Straße von Hormus sowie der wirtschaft­lichen Auswirkungen des Angebots­schocks. Diese Faktoren setzten einige Risikomärkte unter Druck, insbesondere angesichts eines Ausverkaufs an den Rentenmärkten der Industrieländer. In der vergangenen Woche kam es zu einer leichten Entspannung bei den Spreads. Das Hauptthema bleibt jedoch die Streuung innerhalb und zwischen den Rating- und Sensitivitätskategorien. Die Kapitalströme in die Schwellenländer haben sich erholt und bleiben positiv. Zwar haben die Anleger ihr Risiko erhöht, doch die meisten haben ihre Obergrenze noch nicht erreicht, wie die anhaltende Nachfrage nach Neuemissionen in Rekordhöhe zeigt. Im aktuellen Umfeld geht es jedoch eher um die relative Positionierung.

In der vergangenen Woche war bei den Währungen der Schwellenländer (EMFX) eine allgemeine Schwäche über alle Regionen hinweg zu beobachten, da der US-Dollar zulegte und die globalen Renditen stiegen. Ein faktisches Patt im Iran-Konflikt hält den Druck auf den Ölpreis aufrecht, sodass der Markt sowohl eine anhaltende Inflation als auch Wachstumsrisiken befürchtet. Der US-Dollar hat sich von einer unserer Einschätzung nach schwachen Entwicklung zu einer nun wieder anziehenden Dynamik gewandelt. Wir gehen davon aus, dass der US-Dollar kurzfristig von höheren Renditen profitieren dürfte, die möglicherweise zu Volatilität bei verschiedenen Anlageklassen führen können.

www.fixed-income.org


 

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