YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Wandelanleihen zeigen Stärke in unruhigen Marktphasen

Arnaud Brillois © Lazard Asset Management

Trotz der jüngsten Turbu­lenzen an den Finanz­märkten bleibt Lazard Asset Manage­ment opti­mistisch für Wandel­anleihen. „Die jüngsten geo­poli­tischen Spannungen im Nahen Osten haben die Volatilität an den Märkten deutlich erhöht und die Risiko­bereit­schaft der Anleger gedämpft. Gerade in diesem Umfeld zeigt sich der beson­dere Nutzen von Wandel­anleihen: Sie können an steigenden Aktien­märkten parti­zipieren und in schwächeren Markt­phasen vor Kursrück­gängen schützen“, sagt Arnaud Brillois, Leiter des Global Convertible-Teams bei Lazard Asset Management.

Brillois sieht besonders US-Wandelanleihen gut positioniert: „Der US-Markt für Wandelanleihen weist traditionell einen Schwerpunkt auf mittelgroße Wachstumsunternehmen auf. Gerade diese Emittenten könnten von niedrigeren Steuern, einer gelockerten Regulierung und erhöhter Aktivität bei Fusionen und Übernahmen profitieren. Zudem sind sie weniger stark von höheren Rohstoffpreisen betroffen“, sagt der Experte. Gleichzeitig biete die Anlageklasse Anlegern weiterhin Zugang zu KI-bezogenen Wachstumsthemen wie Halbleitern, Rechenzentren und Energieinfrastruktur, ohne vollständig den Risiken klassischer Aktieninvestments ausgesetzt zu sein. Nach dem Ausverkauf bei Unternehmen, die als mögliche Verlierer der KI-Entwicklung gelten, könnten sich aus Sicht des Experten auch Chancen in Bereichen wie Cybersicherheit ergeben.

Fed könnte geldpolitischen Kurs lockern
Brillois erwartet zudem, dass das wachsende Risiko eines schwächeren US-Arbeitsmarktes die Fed im weiteren Jahresverlauf zu einer lockereren Geldpolitik bewegen könnte. Aufgrund der Energierisiken im Nahen Osten dürfte dies jedoch erst in der zweiten Jahreshälfte erfolgen. Diese Entwicklung könnte wiederum den zugrunde liegenden Aktien wichtiger Emittenten von Wandelanleihen Rückenwind geben, da diese historisch eine hohe Sensitivität gegenüber Zinssätzen aufweisen.

In Europa rücken die Spannungen im Nahen Osten nach Einschätzung von Lazard die Notwendigkeit größerer fiskalischer Flexibilität und glaubwürdiger Verteidigungsfähigkeiten hervor. Eine staatliche Unterstützung des Industriekomplexes sei daher zu erwarten. Davon könnten die Aktien von Wandelanleiheemittenten aus den Bereichen Verteidigung, Luftfahrt und Infrastruktur profitieren. Für China erwartet das Haus weitere geld- und fiskalpolitische Unterstützung, insbesondere zugunsten des Technologiesektors und zur Belebung des Binnenkonsums.

Strukturelle Vorteile der Anlageklasse
Auch strukturell hält der Experte Wandelanleihen für attraktiv. „Höhere globale Zinsen haben die Renditekomponente der Anlageklasse verbessert. Zudem weisen Wandelanleihen weiterhin einen erheblichen Credit-Spread-Puffer gegenüber ähnlich gerateten klassischen Anleihen auf, was angesichts der im historischen Vergleich niedrigeren Ausfallrate von Wandelanleihen bemerkenswert ist“, sagt Brillois. Er erwarte, dass Wandelanleihen mit einem günstigen Sektormix, einem Fokus auf Wachstumsunternehmen und weniger komplexen Bilanzen weiterhin eine defensivere Form des Credit-Engagements bieten und eine zusätzliche Ertragsquelle darstellen werden.

Positiv sei es zudem zu bewerten, dass die Neuemissionstätigkeit ihr hohes Tempo im ersten Quartal 2026 beibehalte. In diesem Zeitraum seien insgesamt 53 Milliarden US-Dollar an neuen Wandelanleihen aus allen Regionen und unterschiedlichen Sektoren emittiert worden, was dazu beigetragen habe, ein robustes Chancenspektrum aufrechtzuerhalten. „Wir erwarten, dass die Emissionstätigkeit im Laufe des Jahres 2026 robust bleibt, da Unternehmen in einem Umfeld höherer Zinsen Refinanzierungsbedarf haben. Das dürfte dazu beitragen, attraktive Chancen bei Konvexität und Rendite aufrechtzuerhalten.“ 

Insgesamt setzt Brillois darauf, dass Wandelanleihen in einem unsicheren Marktumfeld ihre Stärken ausspielen: laufende Erträge, Beteiligung an Aktienmarktchancen und einen gewissen Schutz in schwächeren Marktphasen.

www.fixed-income.org 

 

Investment
Die Renten­märkte sind gestützt durch eine wider­stands­fähige Kon­junktur, solide Unter­nehmens- und Ver­braucher­bilanzen sowie günstige…
Weiterlesen
Investment

von François Rimeu, Chief Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Die allge­meine Ab­schwä­chung der Inflation – die Gesamt­inflation ist im Juni wieder unter 3% gesunken – spricht dafür, dass die Europä­ische…
Weiterlesen
Investment

von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Zölle könnten in den kom­menden Monaten erneut zu einem zentralen Markt­thema werden. Obwohl sie nach den starken Markt­tur­bulenzen, die Donald…
Weiterlesen
Investment

von John Kerschner, Global Head of Securitised Products, Janus Henderson Investors

Die jüngste Out­per­for­mance der CLO-Sektoren ist kein Aus­reißer: BBB-CLOs waren nicht nur seit Jahres­beginn (YTD) 2026 der Fixed-Income-Sektor mit…
Weiterlesen
Investment

Konsortium aus DWS, DekaBank und STOXX mit der Auflegung eines indexbasierten Fonds beauftragt

Die Bundes­länder Hessen und Baden-Württem­berg sowie der Bund beauf­tragen ein Konsor­tium unter der Führung der DWS mit der Auflegung und Verwaltung…
Weiterlesen
Investment

von Lotfi Karoui, Multi-Asset Credit Strategist bei PIMCO

Gestie­gene Gewinn­prog­nosen im Markt für Unter­nehmens­an­leihen haben die Mess­latte für die Berichts­saison zum zweiten Quartal deutlich…
Weiterlesen
Investment
Wie sich Risiko, Bewertung und Liquidität im Kreditmarkt verändern: High-Yield-Anleihen können wieder attrak­tiven laufenden Ertrag bieten, doch das…
Weiterlesen
Investment
Anleihe­emittenten haben häufig die Möglichkeit, ihre Anleihen vor dem Laufzeit­ende zu kündigen. Details sind in den Anleihe­bedin­gungen festgelegt.…
Weiterlesen
Investment

von Anton Dombrovskiy, Portfoliospecialist bei T. Rowe Price

Enge Unter­nehmens­kredit­spreads mögen weiterhin die Diskus­sion an den globalen Hoch­zins­märkten domi­nieren, doch sie geben nicht das…
Weiterlesen
Investment

von François Rimeu, Senior Strategist, Crédit Mutuel Asset Management

Der Ölpreis sank im Juni um 20,78%, nach­dem er bereits im Mai um 19,26% ge­fallen war. Dieser massive Rück­gang um 36% seit Ende April (der stärkste…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!