YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige

Volatilität der Anleihezinsen in Europa und den nordischen Ländern bleibt 2026 verhalten

von Svein Aage Aanes, Head of Fixed Income bei DNB Asset Management

Entwicklung der Kreditspreads für verschiedene HY-Märkte, Quelle: DNB Carnegie

Die geo­politischen und poli­tischen Nach­richten waren im Jahr 2025 recht massiv – anhaltender Krieg in der Ukraine, instabiles Zoll­system der USA, politischer Druck auf die US-Noten­bank usw. Anderer­seits haben sich die Märkte das ganze Jahr über recht gut verhalten, mit Ausnahme eines anfäng­lichen Ausverkaufs im Zusammen­hang mit dem „Liberation Day” Anfang April. Die Zins­volatilität war gering und die Kredit­spreads blieben auf einem niedrigen Niveau. Unser Basisszenario geht davon aus, dass diese Situation noch einige Zeit anhalten kann. Die Wachstumsaussichten sind nach wie vor angemessen, die Bilanzen der privaten Haushalte und Unternehmen sind in recht guter Verfassung und die Zentralbanken stehen nicht vor einer Straffung ihrer Geldpolitik. In dieser Situation gehen wir davon aus, dass 2026 ein weiteres gutes Jahr für Kreditinvestitionen werden kann, auch wenn die Preisgestaltung ein Problem darstellt.

Wir behalten derzeit eine neutrale Durationsposition bei. Unser Basisszenario geht davon aus, dass die Volatilität der Anleihezinsen insbesondere in Europa und den nordischen Ländern verhalten bleibt. Wir werden auf der Grundlage der Zinsbewegungen taktische Long-/Short-Duration-Positionen eingehen, rechnen jedoch derzeit nicht mit großen Veränderungen gegenüber den Renditeniveaus, die wir für einen Großteil des Jahres 2025 gesehen haben.

Die Kreditspreads sind eindeutig etwas teuer. Dafür gibt es gute Gründe: Das Wirtschaftswachstum ist in Ordnung, die Bilanzen sind überwiegend recht solide und die Zinsen sind von ihren Höchstständen zurückgegangen. Gleichzeitig haben wir eine recht starke Spread-Kompression beobachtet, die dazu geführt hat, dass einige Marktsektoren (z. B. nachrangige Schuldtitel) recht teuer geworden sind. Daher ist bei der gesamten Kreditrisikoposition eindeutig Vorsicht geboten.

Die wichtigsten Auswirkungen steigender Refinanzierungskosten auf die Ausfallraten scheinen tatsächlich hinter uns zu liegen. Der Anstieg der Zinsen in den Jahren 2022/2023 führte Ende 2023 und 2024 zu einem Anstieg der Ausfallraten auf dem nordischen Hochzinsmarkt. Die höheren Zinsen trafen insbesondere Immobilien und einige hoch verschuldete Unternehmen in anderen Sektoren. Da sich die Unternehmen angepasst haben und die Zinsen etwas gesunken sind, insbesondere in Schweden, Dänemark und Finnland, haben wir 2025 einen Rückgang der Ausfallraten beobachtet. Auch die Rückzahlungsquoten waren in den letzten Jahren recht ordentlich, da Ausfälle im Durchschnitt bei relativ vermögensstarken Unternehmen auftraten. Wir gehen davon aus, dass die Ausfallraten im nächsten Jahr weiter sinken werden.

Nordische High-Yield attraktiver als US- oder europäische Hochzinsanleihen
Die Aussichten für die nordischen Kreditmärkte sind recht gut. Die Kreditspreads sind im Investment-Grade-Markt etwas eng, insbesondere für die Bereiche mit höherem Beta (nachrangige Schuldtitel, vorrangige nicht bevorzugte Schuldtitel, Teile des Immobilienmarktes). Bei den größeren Sektoren wie vorrangigen Finanzwerten, lokalen Behörden, gedeckten Anleihen und Versorgern liegen die Spreads nicht allzu weit von den Median-Spreads der letzten 13 Jahre entfernt. Wir rechnen nicht mit einer Verengung der Spreads, glauben aber, dass die Aussichten für rollierende IG-Kredite in den nächsten 6 bis 12 Monaten gut sind.

Auf dem nordischen Hochzinsmarkt haben wir 2025 tatsächlich eine gewisse Spread-Ausweitung (um etwa 70 Basispunkte) beobachtet, die hauptsächlich auf das hohe Emissionsvolumen zurückzuführen ist. Unserer Ansicht nach hat dies die Attraktivität nordischer Hochzinsanleihen im Vergleich zu US-amerikanischen und europäischen Hochzinsanleihen erhöht. Da wir davon ausgehen, dass die Ausfallraten 2026 weiter sinken werden, sehen wir darin einen guten Ausgangspunkt für nordische Hochzinsanleihen für das kommende Jahr.

www.fixed-income.org


 

Investment
Die Markt­experten des globalen Asset­managers Federated Hermes gehen auf das aktuelle Geschehen an den wichtigsten Finanz­märkten ein. In dieser…
Weiterlesen
Investment
Die Börse Stuttgart hat die Order­buch­statistik für März 2026 ver­öffent­licht. Der Umsatz im Anleihe­handel betrug demnach 1,856 Mrd. Euro. Dies…
Weiterlesen
Investment

von Arif Husain, Leiter Global Fixed Income und Chief Investment Officer bei T. Rowe Price

Angesichts des andauer­nden Krieges kann man leicht aus den Augen verlieren, wie die Weltwirt­schaft noch vor wenigen Wochen aussah. Es ist jedoch…
Weiterlesen
Investment
Im März sind die Lebens­haltungs­kosten im Euro­raum deutlich auf 2,5% gestiegen, vor allem weil sich Energie im Vor­jahres­ver­gleich um 4,9 Prozent…
Weiterlesen
Investment

von Florian Späte, Senior Bond Strategist bei Generali Investments

Seit Ausbruch des Iran-Krieges sind die Renditen an den globalen Anleihe­märkten deutlich gestiegen. In den USA wurde der Anstieg vor allem durch…
Weiterlesen
Investment

von Daniel Sullivan and Darko Kuzmanovic, Portfolio Manager, Janus Henderson Investors

Ein wesent­licher Treiber für die Gesamt­rendite des S&P Global Natural Resources USD Index von 29,7% (MSCI ACWI +22,9%) war der strukturelle Trend…
Weiterlesen
Investment

von Ned Naylor-Leyland - Fondsmanager des Jupiter Gold & Silver Fund

Export­beschrän­kungen, rapide schwin­dende Lager­bestände, Back­wardation (höhere Spot- als Future-Preise) – durch die jüngsten Preis­ver­zerrungen…
Weiterlesen
Investment

von Sebastien Page, Head of Global Multi-Asset und Chief Investment Officer bei T. Rowe Price

Zwei Bot­schaften an die Anleger zum jetzigen Zeitpunkt: Diese Situation wird vorübergehen, aber es könnte länger dauern, als die Märkte erwarten. Die…
Weiterlesen
Investment

von Torsten Steinbrinker, Adrian Roestel und Dr. Matthias Ramser, Reichtmuth & Co

Bei täglich neuen Entwick­lungen im Iran-Krieg bleibt unser Basis­szenario eine mittel­fristige Ent­spannung. Ein Portfolio, das Wert auf…
Weiterlesen
Investment

Allianz Global Investors geht Partnerschaft mit der Talanx Versicherungsgruppe für den Ausbau des zweitgrößten deutschen Stromnetzes Amprion ein

Allianz Global Investors (AllianzGI) und Talanx Ver­sicherungs­gruppe haben heute bekannt gegeben, dass AllianzGI im Namen von…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!