YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Warum man auch jetzt noch in Pfandbriefe und Sub-Sovereigns investieren sollte

von Uwe Pyde, Senior Analyst Covered Bonds und Portfoliomanager des Anleihemanagers BANTLEON

Pfandbriefe und Sub-Sovereigns, also Anleihen von Regionen, lokalen Regierungen, Regierungsstellen und öffentlichen Banken, haben sich seit Jahresbeginn gut entwickelt. In einzelnen Märkten konnten – vor allem über hohe Kursgewinne – Erträge von deutlich über 30 Prozent erzielt werden. Ausgewählte Titel bieten immer noch attraktive Renditeaufschläge und haben das Potential für Kurssteigerungen. Deshalb lohnt sich nach wie vor ein Blick in beide Segmente, meint Uwe Pyde, Senior Analyst Covered Bonds und Portfoliomanager des Anleihemanagers Bantleon. Hier sind vier gute Gründe, warum Anleger auch jetzt noch in europäische Pfandbriefe und Sub-Sovereigns investieren sollten:

Erstens: Die Pfandbriefmärkte der Eurozonen-Peripherie bieten Potential für Kursgewinne

Gedeckte Schuldverschreibungen aus Italien und Spanien bieten weiterhin attraktive Renditeaufschläge gegenüber ihren Pendants aus den »AAA«-Staaten der Eurozone. Mit der Ankündigung der EZB, nach Stellen eines Hilfsantrages am Staatsanleihen-Sekundärmarkt aktiv zu werden, ist das den Covered Bonds dieser Länder unterliegende Staatsrisiko deutlich gesunken. Italienische Covered Bonds besitzen gegenüber spanischen Cédulas den Vorteil eines vergleichsweise robusten Bankensektors und stabiler Immobilienpreise. Deshalb sollte bei spanischen Hypothekenanleihen der Fokus auf Single-Cédulas nationaler Champions wie BBVA, Santander und Banesto gelegt werden. Hinzu kommt, dass sich alle Covered-Bond-Programme der genannten Banken im »A«-Ratingbereich befinden und damit einen ausreichenden Ratingpuffer für ein Herausfallen aus dem Bereich Investment Grade bieten. Für Irland und Portugal ist dies nicht mehr der Fall – dort befinden sich die Covered-Bond-Ratings mehrheitlich im High-Yield-Bereich und somit außerhalb der Investitionsmöglichkeiten vieler institutioneller Anleger.


Zweitens: Niedrigzinsumfeld in den EUR-Kernstaaten lässt schwächere Namen profitieren

Die sehr gute Performance von Covered Bonds in diesem Jahr hat im kurzfristigen Bereich einen Spreadlevel erreicht, der für deutsche Pfandbriefe tiefer liegt als vor dem Zusammenbruch von Lehman Brothers. Ähnliches gilt für die Mehrheit der Emittenten aus Österreich, den Niederlanden, Frankreich und Finnland. Unter Berücksichtigung der höheren Geld-Brief-Spanne und schlechteren Liquidität bieten die Risikoprämien vieler Covered Bonds dieser Länder nur ein begrenztes Outperformancepotential gegenüber ihren jeweiligen Staatstiteln. Von diesem Umstand profitieren Namen aus der zweiten Reihe, die durch ihre Mehrrendite gegenüber dem Indexdurchschnitt in das Blickfeld der Anleger rücken. In Deutschland gilt das für die Hypothekenbank Frankfurt, aber auch die Deutsche Pfandbriefbank. Für die Niederlande trifft dies auf die SNS Bank zu, deren Deckungsstock ausschließlich aus Wohnhypotheken besteht und den Nominalwert der emittierten Schuldverschreibungen um etwa 45 Prozent übersteigt. Die französischen Adressen Dexia und CIF Euromortgage, beide mit staatlichen Liquiditätsgarantien ausgestattet, zahlen im 2- bis 3-jährigen Laufzeitsegment einen Aufschlag zwischen 30 und 60 Basispunkten gegenüber der französischen Covered-Bond-Kurve.

Drittens: Sub-Sovereigns und supranationale Institutionen mit reger Emissionsaktivität

Der hohe Finanzbedarf auf staatlicher Ebene hat auch Auswirkungen auf das Emissionsverhalten quasi-staatlicher Anleiheschuldner. War die Mittelaufnahme von Sub-Sovereigns oder Supras vor der Staatsschuldenkrise eher eine Seltenheit, gehören sie heutzutage zu den regelmäßig auftretenden Primärmarktakteuren. Der allgemeine Trend sinkender Risikoprämien hat aber zu einer Überkompensation der hohen Angebotsvolumina geführt und auch diesem Anleihensegment einen starken Rückgang der Risikoprämien beschert. Für sicherheitsbewusste Anleger sind sie weiterhin eine interessante Alternative zu Staatsanleihen der Eurozone, weil die zur Finanzierung ihrer Aufgaben ausgegebenen Anleihen direkt oder indirekt von der jeweiligen Regierung garantiert werden. Hieraus folgt, dass es in den meisten Fällen auch  zu einer Übernahme des garantiegebenden Sovereign-Ratings kommt. Eine französische CADES (Caisse dAmortissement de la Dette Sociale) zum Beispiel rentiert auf dem Niveau deutscher Pfandbriefe – bei besserer Liquidität. Spanische Sub-Sovereigns, mit expliziter Staatsgarantie und identischem Rating ausgestattet, befinden sich im mittleren Laufzeitbereich etwa 50 Basispunkte oberhalb der Staatsanleihenkurve. Die Suche nach Renditeaufschlägen gegenüber Staatsanleihen wird auch künftig ein ausgleichendes Gegengewicht zur erhöhten Marktpräsenz dieser Emittenten bilden und sich in einem zumindest stabilen Risikoprämienverlauf der Anleihen niederschlagen.

Viertens: Die allgemeinen Covered-Bond-Rahmenbedingungen sind im Jahr 2013 positiv

Wichtige Einflussfaktoren für ein positives Covered-Bond-Umfeld bleiben auch im neuen Jahr bestehen beziehungsweise kommen unterstützend hinzu. Zu den bereits bestehenden Faktoren zählt neben der Möglichkeit einer günstigen Refinanzierung über die EZB auch die systemische Relevanz des Covered-Bond-Marktes. Ersteres führt zu einem weiterhin opportunistischem Emissionsverhalten der Banken und einem Nachfrageüberhang durch die Käuferseite. Nur bonitätsstarke Namen aus den Kernländern des Euro werden es schaffen, sich im kurzfristigen Laufzeitbereich zu Konditionen unterhalb der Leitzinsen zu refinanzieren. Die systemische Bedeutung des Pfandbriefmarktes hat die EZB mit zwei Kaufprogrammen und erleichterten Repo-Kriterien bereits mehrfach bewiesen. Diese hohe Bedeutung von Covered Bonds spiegelt sich im Jahr 2013 auch in dem durch Basel III neu definierten regulatorischen Anforderungsprofil für Banken. Die Verschiebung der für Januar geplanten Einführung Richtung Mitte nächsten Jahres ändert daran nichts. Zudem sollte die deutliche Stabilisierung der Staatsschuldenkrise zu einer Konjunkturerholung führen. Auf verbesserte fundamentale Rahmenbedingungen reagieren die zinssensitiven und liquiden Staatsanleihenmärkte als erstes. Die weniger volatilen Covered Bonds dürften von diesem Zinsanstieg durch einen Rückgang ihrer Risikoprämien profitieren.
----------------------------------------
Soeben erschienen: BOND YEARBOOK 2012/13 -
Das Nachschlagewerk für Anleiheinvestoren und -Emittenten
Renommierte Autoren und Interviewpartner nehmen Stellung zu den Themenfeldern High Yield-Anleihen, Mittelstandsanleihen, Covered Bonds, Investmentstrategien sowie Tax & Legal. Das jährliche Nachschlagewerk erscheint bereits im 4. Jahrgang und hat einen Umfang von 108 Seiten. Die Ausgabe kann zum Preis von 29 Euro beim Verlag bezogen werden:
http://www.fixed-income.org/fileadmin/2012-11/Flyer_Bestellformular_BondBook_12_13.pdf
----------------------------------------

Investment

von Cathy Hepworth, Head of PGIM Fixed Income's Emerging Markets Debt Team

In unserer kurz­fristigen Ein­schätzung der Spreads von Staats­anleihen aus Schwellen­ländern in Hart­währungen sind wir konstruktiv-vorsichtig. Das…
Weiterlesen
Investment
BlackRock legt heute vier neue iShares iBonds UCITS ETFs auf und erweitert sein Angebot an Anleihen-ETFs mit fester Laufzeit um die Fällig­keits­jahre…
Weiterlesen
Investment
Trotz der jüngsten Turbu­lenzen an den Finanz­märkten bleibt Lazard Asset Manage­ment opti­mistisch für Wandel­anleihen. „Die jüngsten…
Weiterlesen
Investment
Anleihen aus dem Öl- und Gas­bereich sind Profiteure aus dem Preis­schock in Folge des Iran-Krieges, wie Norbert Schmidt und Gerhard Mayer,…
Weiterlesen
Investment

von Josh Shipley, Head of Europe Direct Lending bei PGIM

Während eines Groß­teils des ver­gangenen Jahr­hunderts wurden euro­päische Fußball­vereine weniger wie Unter­nehmen behandelt, sondern eher wie…
Weiterlesen
Investment

von Jason DeVito & Mohammed Elmi, beide Senior Portfoliomanager bei Federated Hermes

Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten hat die weltweite Ölver­sorgung erheb­lich beein­trächtigt – was sich schließlich auch in den Preisen…
Weiterlesen
Investment
Lowie Debou, Fonds­manager bei DPAM, beurteilt die Ent­wicklung von Preisen und Inflations­er­wartungen infolge des Iran­konflikts: 1.  „Unmittelbar…
Weiterlesen
Investment
Infolge des Iran­kriegs erwartete die Schweizer Privatbank Union Bancaire Privée (UBP) bereits im April einen Inflationsschock und weitere…
Weiterlesen
Investment

von Jan Felix Glöckner, Senior Investment Specialist bei Insight Investment

Auch wenn derzeit ein brüchiger Waffen­still­stand herrscht, gibt es keine ein­deutigen oder unmittel­baren Anzeichen für eine Beilegung des Konflikts…
Weiterlesen
Investment

Anteil von US-Treasuries sinkt um mehr als 10%, alle anderen 9 der Top 10-Emittenten steigen teils sehr deutlich

Institu­tionelle Anleger inves­tieren weiter weltweit in Staats­anleihen und legen einen starken Fokus auf Europa und die USA. Das Volumen ist im 1.…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!