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„Wenn die Quantitative Lockerung weiterhin funktioniert, werden die verbleibenden Risikoprämien der Credits am Anleihemarkt weiter schrumpfen"

Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers

„Wenn die Quantitative Lockerung (QE) weiterhin funktioniert, werden die verbleibenden Risikoprämien der Credits am Anleihemarkt weiter schrumpfen", so Chris Iggo, CIO Fixed Income bei AXA Investment Managers. "Die US-Notenbank (Fed) hat versprochen, die Leitzinsen für einige Zeit nicht anzuheben, und der Erwerb von Wertpapieren - im Rahmen des QE-Programms - wird die risikolosen Renditen niedrig halten. Angesichts der Nachfrage nach festverzinslichen Papieren wird dies zu einer weiteren Schrumpfung der Risiko-Spreads und einem anhaltenden Übertreffen von Unternehmensanleihen und High-Yield-Papieren führen. Wenn sich die Spreads vorübergehend ausweiten, wird es während der risk-off-Perioden immer wieder zu Einbrüchen kommen. Es ist jedoch zu beachten, dass die Spreads immer noch oberhalb der Tiefststände liegen, die sie vor der Finanzkrise hatten - und bei Anleihen mit einem schlechteren Rating sind die Spreads noch weit entfernt von diesem Level. Das Ende dieser QE-getriebenen Trends auf dem Anleihemarkt wird sein, dass Investoren auf Vermögenswerte setzen, die nicht genug Rendite bringen, um sie für Zins-, Inflations- oder Kreditrisiken zu kompensieren. QE endet, die Renditen steigen, QE funktioniert, und die Renditen steigen ebenfalls - bis dahin ist es vielleicht noch einige Zeit. Wir befinden uns in einer Welt mit niedrigem beziehungsweise Null-Wachstum , und bis sich das ändert - und das vor dem Hintergrund einer verschärften Fiskalpolitik, die für Jahre andauern könnte - wird die Geldpolitik versuchen, Schwerstarbeit zu leisten. Niemand weiß genau, welche Nebenwirkungen das haben wird - eine davon kann durchaus eine höhere Inflation sein. Ich bin mir sicher, dass wir demnächst einen spürbaren Inflations-Anstieg erleben werden, wenn QE weiterhin die Credit Spreads drückt. Für mich funktioniert die Kombination von hohen Renditen und Breakeven-Inflationsrate immer noch."

www.fixed-income.org

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