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„Ebenso wie die PNE WIND AG verfügt die WKN AG über einen etwa 20-jährigen Track Record“, Martin Billhardt, CEO, PNE WIND AG

Die PNE WIND AG emittiert eine Unternehmensanleihe im Volumen von 100 Mio. Euro, die vorwiegend zum Erwerb der Mehrheit an der WKN AG genutzt werden sollen. Die Anleihe wird im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet. Bei einer Laufzeit von 5 Jahren bietet PNE WIND einen Kupon von 8,00%. Im Interview mit dem BOND MAGAZINE erläutert der Vorstandsvorsitzende die Strategie.

BOND MAGAZINE:
In welchen Bereichen ist die PNE WIND AG tätig?

Billhardt: Die Entwicklung, Projektierung, Realisierung und Finanzierung neuer Windparks sind das Kerngeschäft der PNE WIND AG. Von der Akquisition des Standortes über den Bau bis hin zur technischen und kaufmännischen Betriebsführung nach erfolgter Inbetriebnahme decken wir somit die gesamte Wertschöpfungskette ab. Unsere Windpark-Projekte planen und realisieren wir sowohl im In- und Ausland, an Land als auch auf hoher See. Wir verkaufen entweder die Projektrechte zum Bau eines Windparks, insbesondere bei Offshore-Projekten, oder aber schlüsselfertige Windparks an Land. Zu unseren Kunden gehören Energieversorger, Stadtwerke aber auch institutionelle Investoren. Da wir bereits seit 1995 in diesem Markt aktiv sind, gehören wir hier zu den erfahrensten Unternehmen. Bis Ende 2012 haben wir an der Erstellung von 98 Windparks mit einer installierten Leistung von 814 MW mitgewirkt. Derzeit bearbeiten wir national und international Windpark-Projekte an Land mit mehr als 3.100 MW Nennleistung und Offshore Projekte in Deutschland mit einer Nennleistung von knapp 3.600 MW. Mit unserem Geschäftsmodell haben wir in 2012 ein EBIT von 20,4 Mio. Euro und eine Gesamtleistung von 94,3 Mio. Euro erzielt.

BOND MAGAZINE: Wie wollen Sie die Mittel aus der Anleiheemission verwenden?

Billhardt: Über unsere Anleihe, die mit einem Kupon von 8,00% ausgestattet ist und im Prime Standard für Unternehmensanleihen der Frankfurter Wertpapierbörse notieren soll, planen wir 100 Mio. Euro bei privaten und institutionellen Investoren in Deutschland, Österreich und Luxemburg einzunehmen. Mit den Erlösen aus dieser Unternehmensanleihe planen wir zum einen die Übernahme der Mehrheitsanteile an der WKN AG zu finanzieren, die wir kürzlich bekanntgegeben haben. Zum anderen können wir die Anleihemittel zur Zwischenfinanzierung von deutschen Windpark-Projekten an Land nutzen. Nach den jeweiligen Verkäufen wird dieses Geld wieder frei und kann für neue Projekte eingesetzt werden. Außerdem planen wir mit den Anleihemitteln unsere Wachstumsstrategie weiter voranzutreiben, denn wir können Erlöse aus der Anleihe auch nutzen, um unsere On- und Offshore-Pipeline sowohl im Inland aus auch im Ausland auszubauen.

BOND MAGAZINE: In welchen Bereichen ist die WKN AG tätig und welche Synergien gibt es zwischen beiden Unternehmen?

Billhardt: Ebenso wie die PNE WIND AG verfügt die WKN AG über einen etwa 20-jährigen Track Record im Bereich der Projektierung von Windparks an Land, und das im In- und Ausland. Einschließlich der Verkäufe von Projektrechten hat das Unternehmen bisher mehr als 1.100 MW realisiert. Derzeit bearbeitet die WKN national und international weitere Projekte mit mehr als 1.700 MW Nennleistung. Besonders interessant ist für uns die Übernahme, da sich unsere Märkte hervorragend ergänzen. Während die WKN AG in Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, USA, Schweden, Südafrika, Ukraine und Großbritannien tätig ist, arbeiten wir derzeit an Windkraft-Projekten in Deutschland, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, der Türkei, Großbritannien, den USA und Kanada. Daneben können wir durch gemeinsame Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten von Synergieeffekten profitieren.

BOND MAGAZINE: Werden Bereiche oder Abteilungen von beiden Unternehmen zusammengelegt?

Billhardt:
Wir haben kürzlich die Übernahme von 54% der Anteile an der WKN AG bekanntgegeben. Daneben besteht die Möglichkeit einer späteren Aufstockung der Anteile auf über 80%. Derzeit wird diese Übernahme noch von den dafür zuständigen Behörden geprüft. Sobald die Zustimmung hierfür  erteilt wird, lassen wir die Übernahme ins Handelsregister eintragen. Wir gehen fest davon aus, dass alles klappt. Daher warten wir für die genaue Ausgestaltung der Übernahme und ihre Auswirkungen auf das operative Geschäft der beiden Unternehmen die finale Zustimmung der Behörden ab. Geplant ist aber, dass die beiden Unternehmen PNE WIND AG und WKN AG weiterhin als zwei Unternehmen bestehen bleiben, die sich über Synergieeffekte ergänzen.

BOND MAGAZINE: Bei Offshore-Projekten ist häufig von Problemen beim Netzausbau zu hören. Sind Sie davon auch betroffen?

Billhardt: Die tatsächliche Verfügbarkeit eines Netzanschlusses ist bei Windkraft-Projekten auf hoher See sicherlich ein wichtiges Thema. Alle von uns entwickelten und bereits genehmigten Offshore-Windpark-Projekte haben übrigens die Netzanschluss-Zusage erhalten. Grundsätzlich achten wir immer darauf, geeignete Standorte für unsere Projekte auszuwählen und alle erforderlichen Rechte und Genehmigungen sowie den Netzanschluss frühzeitig zu sichern. Das sind zumeist die entscheidenden Voraussetzungen, damit die Akquisition unserer Projekte für potenzielle Käufer interessant wird. Die Erfahrung zeigt, dass unsere Projekte so attraktiv sind, dass auf ein Projekt zumeist mehrere Interessenten kommen. Sollte sich der Verkauf eines Projekts verzögern oder es zur Rückabwicklung eines Kaufs kommen, stehen direkt neue Käufer bereit. Der erfolgreiche Verkauf der „Gode Wind“-Familie belegt dies.

BOND MAGAZINE: Welchen Ausblick können Sie geben?

Billhardt: Wir blicken auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2012 zurück. Auch für die kommenden Jahre verfügen wir über eine hervorragend ausgebaute Pipeline für Onshore- und Offshore-Projekte im In- und Ausland. Diese bildet die Basis für zukünftige stabile Erträge und Cashflows, da Projekte mit höherer Regelmäßigkeit verkauft werden können. Auch durch die kürzlich angekündigte Übernahme der WKN AG können wir weitere Ergebnisbeiträge erzielen. Wir rechnen daher aktuell mit einem kumulierten EBIT für die Jahre 2011 bis 2013 zwischen 60 und 72 Mio. Euro. Diese Dynamik wollen wir für die Jahre 2014 und 2015 weiter steigern und planen für den Zweijahreszeitraum mit einem kumulierten EBIT in Höhe von ebenfalls 60 bis 72 Mio. Euro (ohne WKN).

Das Interview führte Christian Schiffmacher.
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Soeben erschienen: BOND YEARBOOK 2012/13 -
Das Nachschlagewerk für Anleiheinvestoren und -Emittenten
Renommierte Autoren und Interviewpartner nehmen Stellung zu den Themenfeldern High Yield-Anleihen, Mittelstandsanleihen, Covered Bonds, Investmentstrategien sowie Tax & Legal. Das jährliche Nachschlagewerk erscheint bereits im 4. Jahrgang und hat einen Umfang von 108 Seiten. Die Ausgabe kann zum Preis von 29 Euro beim Verlag bezogen werden:
http://www.fixed-income.org/fileadmin/2012-11/Flyer_Bestellformular_BondBook_12_13.pdf
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Mittelstandsanleihen – aktuelle Neuemissionen

Emittent

Zeichnungsfrist

Kupon

Green Bond

Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig (NZWL)

23.09.-22.10.2026 (Zeichnung), 23.09.-21.10.2026 (Umtausch)

9,875%

nein

UBM Development

beendet

7,000%

ja

reconcept BatterieSpeicher Global

08.10.2026-28.09.2027

7,000%

nicht formal

Aream Infrastruktur Finance

bis 21.08.2027

7,250%

ja

GEPVOLT

bis 02.12.2026

8,000%

nicht formal

reconcept Windenergie Deutschland

21.05.2026-20.05.2027

7,250%

nicht formal

Arteus Energy

12.06.2026-11.06.2027

7,750%

nicht formal

European Space Ventures

n.bek.

n.bek.

nein

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Kupon 5,00% p.a., Rückzahlungsbetrag 125%, anfängliche Wandlungsprämie 123,9%

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