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„Alle Projekte sind durchfinanziert, Baumaterial eingekauft und ab dem kommenden Jahr starten die Mieteinnahmen“, Gerald Evans, GECCI-Gruppe

Die GECCI-Gruppe ist 2020 mit einem neuen Konzept gestartet und bietet Menschen einen neuen Weg ins Eigenheim. Sie realisiert bezahlbaren Wohnraum und vermarktet die Immobilien im Rahmen der selbst entwickelten Mietübereignung. Dafür wird bis zur Eigentumsübergabe ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von 23 bis 32 Jahren vereinbart. Grundstückskauf und Bau werden über zwei Anleihen (5,75% p.a., 5 Jahre, und 6,00% p.a., 6 Jahre) zwischenfinanziert. Nach Fertigstellung werden die Objekte langfristig refinanziert. Das 5,75%-Wertpapier wird von den Analysten der GBC Research empfohlen. GECCI-Gründer und persönlich haftende Gesellschafter Gerald Evans im Update-Gespräch über die gefallenen Anleihenkurse, die Entwicklung im Jahr 2021 und den Ausblick.

BOND MAGAZINE: Herr Evans, die Kurse Ihrer Anleihen waren in den vergangenen Wochen sehr volatil und notieren deutlich unter 100%. Was ist da los?

Evans: Das frage ich mich auch. Aus operativer Sicht sind wir voll aus Kurs. Wir befinden uns in der Investitionsphase und alle Projekte sind durchfinanziert. In Bockenem hat der Bau begonnen und in Linnich starten wir mit dem Innenausbau der Rohbauten im ersten Quartal 2022, da sich dann die Förderung für die energetische Sanierung verdoppeln wird.

BOND MAGAZINE: Sie scheinen Vertrauen zu haben. Jedenfalls haben Sie diese Woche einige Stücke Ihrer Anleihen gekauft.

Evans: Ich bin von unserem Geschäftsmodell überzeugt. Daher bin ich ja auch als persönlich haftender Gesellschafter bei allen Gesellschaften der GECCI-Gruppe an Bord.

BOND MAGAZINE: Ein großes Thema in der Baubranche waren im laufenden Jahr die zwischenzeitlich explodierenden Materialpreise, insbesondere Holz. Wie sind Sie mit dem Thema umgegangen?

Evans
: Wir haben unser Einkaufsnetzwerk aktiv erweitert. Wir kaufen inzwischen direkt beim Hersteller und die Preise liegen sogar unter unserer Kalkulation aus 2020. Alle für die aktuellen Projekte nötigen Materialien – u.a. Steine, Holz, Dämmstoffe und Fenster – sind gesichert. Darüber hinaus können wir beruhigt neue Projekte angehen.

BOND MAGAZINE: Sehen Sie Herausforderungen bei Lieferketten und Logistik?

Evans
: Nein. Unter anderem weil wir auch Schlüsselmaschinen gekauft haben. Die Mieten sind hoch und der Return on Investment wird bereits nach rund drei Jahren erreicht. Nehmen Sie beispielsweise einen Kran. Die Miete würde uns rund 3.400 Euro pro Monat bzw. 40.800 Euro im Jahr kosten. Wir haben einen Kran für 106.000 Euro gekauft. Die Nutzungsdauer liegt bei über 20 Jahren. Wir sparen also Geld, können ihn flexibel einsetzen und sind auf niemanden angewiesen.

BOND MAGAZINE: In unserem letzten Gespräch hatten Sie ein Franchisesystem angekündigt. Wie ist dabei der Stand?

Evans: Franchise ist entscheidend, um die Mietübereignung als Alternative zur klassischen Baufinanzierung schnell auszurollen und zu etablieren. In Deutschland sind wir bereits in Gesprächen mit Partnern. Dies gilt auch für die USA. Mit Qualität „Made in Germany“ kann man auch bei Immobilien punkten. Ich war bereits mehrfach an der US-Ostküste, habe den Markt sondiert und mich mit potenziellen Partnern intensiv ausgetauscht. Unser Konzept mit bezahlbaren Massivhäusern und der Mietübereignung als attraktive Finanzierungsalternative kommen gut an. Der Markt ist riesig und die Kaufkraft hoch.

BOND MAGAZINE:
Abschließend Ihr Ausblick auf 2022.

Evans: Wir werden unseren Weg konsequent weitergehen. In Bockenem werden wir ab Februar jeden Monat mit dem Bau eines neuen Hauses beginnen. Die drei Häuser in Linnich werden fertiggestellt und wir werden mit der Generierung von Mieteinnahmen beginnen. Außerdem sollte es positive Nachrichten aus dem Franchisebereich geben.

BOND MAGAZINE: Vielen Dank für das Gespräch.

Das Interview führte Christian Schiffmacher, https://www.fixed-income.org/
Foto: Gerald Evans © GECCI


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