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FC Schalke 04 zahlt Anleihe 2016/23 vorzeitig zurück, deutlicher Umsatzrückgang im ersten Halbjahr

Der FC Schalke 04 arbeitet weiter an der Optimierung der Fälligkeitsstruktur und hat dabei einen wichtigen Schritt vollzogen: Weil durch erfolgreiche Nachplatzierungen der Anleihen 2021/2026 (WKN: A3E5TK / ISIN: DE000A3E5TK5) und 2022/2027 (WKN: A3MQS4 / ISIN: DE000A3MQS49) diese jeweils vollständig am Kapitalmarkt platziert werden konnten, zieht der FC Schalke 04 nun die Call-Option der Anleihe 2016/2023 (WKN: A2AA04 / ISIN: DE000A2AA048). Deshalb gab der Verein die Kündigung gemäß § 5 Absatz 2 der Anleihebedingungen aller ausstehenden Schuldverschreibungen für eine Rückzahlung zu 100,50% des Nennbetrags zuzüglich aufgelaufener Zinsen zum 30. November 2022 bekannt.

„Für die Finanzplanung des Clubs ist die erfolgreiche und vollständige Abwicklung beider Anleihen eine wichtige Weichenstellung. Die Anleihen waren ‚dicke Brocken‘, die uns durch das Jahr in der 2. Bundesliga begleitet haben, und nun ist es uns gelungen, sie vollständig und langfristig zu refinanzieren. Wir freuen uns sehr über das sichtbare Vertrauen von Fans und Anlegern“, sagt Christina Rühl-Hamers, Mitglied des Vorstands und zuständig für Finanzen.

Wie wichtig die vorzeitige Ablösung der 2023er Anleihe ist, zeigt eine wesentliche Veränderung im Lizenzierungsverfahren der DFL: „In den vergangenen Jahren lag der Stichtag, bis zu dem Auflagen und Bedingungen, die man in der ersten Phase des Lizenzierungsverfahrens im Frühjahr erhalten hatte, erfüllen musste, nach dem Sommertransferfenster. Diese wegen der Corona-Pandemie eingeführte Sonderregelung gibt es nicht mehr.“

Stattdessen müssen Auflagen und Bedingungen wieder regulär bis Anfang Juni 2023 erfüllt werden. „Das kann bei einer Teilnahme an der Relegation dazu führen, dass man bis wenige Tage vor dem Stichtag gar nicht weiß, in welcher Liga man spielen wird. Es erleichtert unsere Planungen für beide Ligen also signifikant, dass dieses Thema nun abgehakt ist und die Fälligkeitsstruktur unserer Anleihen langfristig neu geordnet werden konnte“, betont Rühl-Hamers. Mit der Neustrukturierung seiner Finanzverbindlichkeiten hat Königsblau einen wesentlichen Meilenstein zur Sicherung der langfristigen finanziellen Stabilität erreicht und schafft dadurch auch wieder mehr Spielraum für künftige Investitionen.

Im ersten Halbjahr 2022 erlösten der FC Schalke 04 einen Umsatz von 55,9 Mio. Euro. Trotz des deutlichen und durch den Abstieg erwartbaren Rückgangs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (106,7 Mio. Euro) konnte der konzernweite Verlust von 21,0 Mio. Euro auf 19,9 Mio. Euro reduziert werden. Gleichzeitig wurden die Gesamtverbindlichkeiten von 183,5 Mio. Euro (Stichtag 31.12.2021) auf 181,9 Mio. Euro und die Finanzverbindlichkeiten von 140,6 Mio. Euro (Stichtag 31.12.2021) auf 136,7 Millionen Euro verringert. Zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage hat die stufenweise Rückkehr zur Voll- bzw. Teilauslastung der Stadionkapazität beigetragen. Signifikant höhere Erlöse konnten in den Bereichen Spielbetrieb, Veranstaltungen und Hospitality sowie im Catering erzielt werden. Der Verkauf der Sondertrikots mit dem Schriftzug „SCHALKE 04“, der starke Saisonendspurt und der Aufstieg in die Bundesliga sorgten für eine Umsatzsteigerung im Bereich Merchandising. Dagegen stehen abstiegsbedingt geringere Erlöse in den Bereichen TV-Gelder und Sponsoring.

www.fixed-income.org
Foto: © Fotolia


 

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