YAML | Example "3col_advanced"
Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Bedrohliche Zinsen? von Daniel Morris, Chief Market Strategist, BNP Paribas Asset Management

Auf neue Social-Media-Posts oder Interviews von und mit US-Präsident Donald Trump reagieren die Märkte weiterhin heftig. Bei Nach­richten über Ver­handlungs­fort­schritte steigen sie (selbst dann, wenn sie vom Iran dementiert werden), und wenn eine Eskalation des Konflikts bevor­zustehen scheint, fallen sie. An den Aussichten für risiko­behaftete Asset­klassen hat sich also bislang nichts geändert. Nach wie vor hängt es von der Ent­wicklung des Krieges ab, ob sie weiter an Wert verlieren oder sich erholen.

Geändert hat sich aber die Marktdynamik. Ölabhängige Branchen bewegen sich weiter parallel zum Ölpreis, aber der Technologie­sektor wird jetzt von anderen Faktoren bestimmt.

Technologieaktien reagieren besonders sensibel auf die Zinsen. Das liegt daran, dass ihre Gewinne weiter in der Zukunft liegen als bei Unternehmen aus anderen Branchen. Nach der Wiederöffnung der Volkswirtschaften nach den Corona-Lockdowns im Jahr 2022 war dieser Zusammenhang besonders auffällig. Die Inflation zog wieder an, und die Zentralbanken erhöhten ihre Leitzinsen. Die Rendite 10-jähriger US-Treasuries sprang von 1,6% auf 4,2%, während der NASDAQ im Jahresverlauf um etwa 35% einbrach.

Diese Korrelation ließ im Februar aber nach, weil andere Faktoren die Erträge bestimmten. Die Aktienkurse von Hardware-Technologieunternehmen stiegen, weil erheblich mehr in KI investiert wurde, während Softwaretitel an Wert verloren, weil man KI-Anwendungen als Gefahr für die Geschäftsmodelle betrachtete.

Nach dem Ausbruch des Irankrieges wurden viele große Long- und Short-Positionen in diesen Sektoren – aber auch in Gold und Bitcoin – glattgestellt.  Dies hatte größere Auswirkungen als der starke Anstieg der Treasury-Renditen nach dem 27. Februar, sodass sich der NASDAQ insgesamt wenig bewegte.

Jetzt, da die Positionen kleiner geworden sind, reagieren Technologieaktien wieder empfindlicher auf die Zinsen. Mit dem weiteren Anstieg der Treasury-Renditen ist der Index gefallen (Abbildung 1). Auch sind Hardware- und Softwaretitel jetzt wieder positiv korreliert. Anfang des Jahres war das noch anders.

Diese neue Dynamik an den Aktienmärkten spricht dafür, dass die Aussichten von Technologietiteln besser sind als die von Papieren aus anderen Sektoren.  Es besteht aber das Risiko, dass bei einer Eskalation des Krieges die Ölpreise weiter anziehen. Dann könnten die Treasury-Renditen weiter steigen. Bei einem kräftigen Anstieg der Ölpreise könnten die Marktteilnehmer eine Rezession fürchten und sich entsprechend positionieren. Dann würden die Zinsen vermutlich fallen.

In diesem Fall könnten Technologieaktien wieder als „defensiver“ gelten als Titel aus anderen Branchen, weil ihre Nachfrage vergleichsweise stabil ist und Technologieunternehmen vermutlich ihre KI-Infrastrukturinvestitionen fortsetzen würden.

Wenn erfolgreiche Verhandlungen zu einem Ende des Krieges führten, würden niedrigere Zinsen wohl eine Marktrallye auslösen. Aus unserer Sicht spricht die im Vergleich zur Europäischen Zentralbank gelassene Rhetorik der US-Notenbank in puncto Auswirkungen höherer Ölpreise auf die Inflation weiterhin für US-Aktien.

Performancedaten/Quellen: LSEG Workspace Datastream, ICE Data Services, Bloomberg, BNP Paribas AM, Stand 2. April 2026, falls nicht anders angegeben. Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein Hinweis auf künftige Erträge. 

www.fixed-income.org 

 

Investment

von Arif Husain, Head of Global Fixed Income und CIO bei T. Rowe Price

Während die Unruhen im Nahen Osten und der Opti­mismus hinsicht­lich künst­licher Intelligenz die Märkte weiterhin antreiben, ist die erste…
Weiterlesen
Investment

von Leonardo Basile, Portfoliomanager bei Eurizon

Die vergan­genen drei Monate waren an den Kapital­märkten vor allem von zwei Faktoren geprägt: geo­poli­tischen Spannungen und dem starken Anstieg der…
Weiterlesen
Investment

von Jill Hirzel, Senior Investment Specialist bei Insight Investment

Die EZB hat heute in einer einstim­migen und weithin erwar­teten Entschei­dung die Zinsen ange­hoben. Die EZB hat ihre Prog­nosen revidiert, die…
Weiterlesen
Investment

von Filippo Alloatti, Head of Financials (Credit) bei Federated Hermes

Die EZB hat mit einer Zins­er­höhung um 25 Basis­punkte die Erwar­tungen bestätigt und den Haupt­refinan­zierungs­satz auf 2,25% angehoben. Die…
Weiterlesen
Investment
Sam Vereecke, CIO Fixed Income bei DPAM, beurteilt das aktuelle Markt­geschehen. Seine Kern­aussagen sind:•  US-Schuldenquote könnte binnen zehn…
Weiterlesen
Investment

von Massimo Spadotto, Head of Fixed Income bei Eurizon

Nach dem jüngsten Energie­preis­schock im Nahost-Kontext zeigte sich die Neube­wertung geo­politischer Risiken an den europä­ischen Anleihe­märkten…
Weiterlesen
Investment

von Cathy Braganza, Senior-Portfoliomanagerin bei Insight Investment

Anleger betrachten Unsicher­heit zu­nehmend nicht mehr als vorüber­gehende Störung, sondern als beständiges Merkmal des Anlage­umfelds nach der…
Weiterlesen
Investment

von Matt Bance, Portfoliomanager bei T. Rowe Price

Gold gehörte in den letzten Jahren zu den Spitzen­per­formern, gestützt durch eine starke Kombination aus Zentral­bank­käufen, geopolitischer…
Weiterlesen
Investment

Konsolidierung im europäischen Verteidigungssektor stellt nach der außergewöhnlichen Neubewertungsphase eine kaufenswerte Pause in einem mehrjährigen…

Nach einem Jahr­zehnt der Unter­investi­tionen im Vergleich zu den USA holt die EU nun auf. Die Verteidi­gungs­aus­gaben als Anteil am BIP steigen…
Weiterlesen
Investment

von RJ Gallo, CIO Global Fixed Income bei Federated Hermes

Die Renditen von Staats­anleihen aus Industrie­ländern sind in den letzten Wochen stark gestiegen. Ange­trieben wurde diese Ent­wicklung durch den…
Weiterlesen
Anzeige

Neue Ausgabe jetzt online!